Berlin Sarah Engels wird Kreuzfahrt-Sängerin: „Seekrank? Dann habe ich ein Problem“
Ihr neues Album stellt Sarah Engels im Herbst auf einem Kreuzfahrtschiff vor. Wird das Frühstücksbuffet danach zur Autogrammstunde? Die Sängerin im Interview.
Mit „Keep you Safe“ hat Sarah Engels gerade eine neue Single veröffentlicht. Das Album erscheint im August und wird zehn deutsche und zehn englischsprachige Titel umfassen. Warum auf einmal beides? Wir haben Sarah Engels gefragt.
Frage: Frau Engels, Kinder singen englische Songs schon mit, bevor sie die Sprache beherrschen. Haben Sie noch Lieder im Kopf, die Sie als Kind völlig missverstanden haben?
Antwort: Mit zehn Jahren war ich großer Fan von den Backstreet Boys und den No Angels. Ich konnte kein Englisch und habe einfach irgendein Kauderwelsch gesungen. Irgendwo gibt es das noch. Damals habe ich mich immer auf Kassette aufgenommen. Ich müsste das für Instagram mal raussuchen.
Frage: Fühlt sich Musik auf Deutsch und Englisch unterschiedlich an?
Antwort: Privat höre ich viel englische Musik. Bei DSDS habe ich auch englisch gesungen. Es geht für mich jetzt also zurück zu meinen Anfängen. Aber wo es ein bisschen tiefgründig wird und auf die Message ankommt, singe ich gern deutsch. Was aus meinem Herzen kommt, das kommt in meiner Muttersprache.
Sarah Engels und ihr Mann Julia albern auf Instagram zum neuen Song „Keep You Safe“ fröhlich herum:
Frage: Bevor Sie es ins DSDS-Finale geschafft hatten, sind Sie in zwei Staffeln rausgeflogen – wegen Textproblemen. Sind Texte Ihr Handicap?
Antwort: Eigentlich lerne ich Texte gut. Aber Kameras machen was mit einem, besonders, wenn man noch so jung ist. Ich hatte meine extreme Aufregung nicht unter Kontrolle. Das hat mir damals das Genick gebrochen. Heute passiert mir das natürlich auf gar keinen Fall mehr. (Lacht.)
Frage: Viele Ihrer Songs versprechen Unterstützung: „I’ll be there to keep you safe“, „Ich bin da, wenn du mich brauchst“, „Du kannst mir blind vertrauen“. Ist das eine Haltung, die Sie anderen entgegenbringen? Oder wünschen Sie sich diese Zuwendung für sich selbst?
Antwort: Ich glaube, es ist eine Kombination aus beidem. In habe so ein paar Dinge aus meiner Kindheit zu verarbeiten. Damals habe ich mir schon manchmal ein Gefühl von Sicherheit gewünscht. Und heute ist es etwas, das ich anderen geben möchte, als Ehefrau, und natürlich auch meinen Kindern und allen Menschen, die ich liebe.
Frage: Wie entstehen solche Songtexte?
Antwort: Ich schreibe meine Gedanken und Emotionen auf, alles, was mich bewegt. Das ist wie ein Tagebuch. Und dann gibt es ein Team, das meine Notizen in Texte verwandelt. Im Idealfall entstehen dann Songs, die meine Gefühle noch besser ausdrücken als ich selbst. „Starke Mädchen“ zum Beispiel und „Für immer“. Es klappt nicht jedes Mal auf Anhieb. An einem Song wie „Wie nie zuvor“ haben wir richtig lange gearbeitet.
Frage: Sie spielen im Herbst auch auf einem großen Kreuzfahrtschiff. Wie ist es, sein Publikum morgens am Frühstücksbuffet wiederzutreffen?
Antwort: Ich werde sowieso oft erkannt, ob ich nun in München am Flughafen bin oder auf dem Schiff. Ich mag das. Die Leute dürfen mich gerne ansprechen. Ich bin dankbar für ihre Unterstützung. Die Schiffstour stelle ich mir wie eine Familienfeier vor. Ich freue mich sehr darauf. Es ist meine erste Kreuzfahrt überhaupt. Umso schöner, dass ich dann unter anderem für den musikalischen Teil zuständig sein darf und gute Laune verbreiten werde.
Frage: Dann wissen Sie gar nicht, ob Sie mehrere Tage auf einem Schiff überhaupt vertragen? Was ist, wenn Sie seekrank werden?
Antwort: Dann habe ich ein Problem.