Von Plaggenburg nach Dunum  Bei fünfter Ossiloop-Etappe geht’s über Stock und Stein

Deike Terhorst
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Von Deike Terhorst
| 12.05.2025 19:21 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Bei der Auricher Etappe wurde es im Zielbereich zwischenzeitlich ziemlich voll. Foto: Klaus Ortgies
Bei der Auricher Etappe wurde es im Zielbereich zwischenzeitlich ziemlich voll. Foto: Klaus Ortgies
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Asphalt, Feldwege, Anstiege – die „Cross-Etappe“ stellt die Läufer am Dienstag vor neue Herausforderungen. Deshalb ist ein zweiter Getränkepunkt in Planung. Am Ziel wartet wie immer ein Tässchen Tee.

Aurich - Der vierte Abschnitt des diesjährigen Ossiloops brachte vor allem eines mit sich – Tempo! Spitzenreiter Tammo Oldigs (Concordia Ihrhove) lief die zehn Kilometer lange Auricher Stadtetappe in beeindruckenden 29:51 Minuten und konnte damit seinen Vorsprung weiter ausbauen. Bisher saß ihm Tim Veith im Nacken. Der Mann vom MTV Aurich ging am Freitagabend jedoch nicht an den Start. Eine Überraschung für alle, hatte sich der 20-Jährige doch auf die „Heimetappe“ gefreut und einen Angriff auf Oldigs angekündigt. „Vielleicht war er krank oder musste beim Fußball einspringen“, vermutet Ossiloop-Organisator Jasper Poppens. „Bei uns hat er sich jedenfalls nicht gemeldet.“ Auch Tammo Oldigs zeigte sich in Aurich überrascht, er hatte mit einem Manöver von Veith aus dem hinteren Starterfeld gerechnet.

Bei den Frauen machten Rückenschmerzen der Führenden Verena Coordes zu schaffen. Wie viele andere Läufer kämpfte sie mit dem unebenen Kopfsteinpflaster in der Auricher Innenstadt, am Ende biss sich die Läuferin vom TuS Weene durch. Den Etappensieg konnte sie sich aber nicht sichern, denn die Moormerländer Athletin Katharina Saathoff ließ sämtliche Konkurrentinnen weit hinter sich. Saathoff trat jedoch lediglich als Tagesläuferin an und wird bei keiner weiteren Etappe an den Start gehen. Grund dafür ist unter anderem ihr intensives Training beim Braunschweiger Laufclub.

Sturz kurz vor dem Ziel – Transport verlief problemlos

Mit ihrem Besuch stärkte sie jedoch eine lange Tradition der Stadtetappe – hier passieren erfahrungsgemäß die meisten Tagesläufer das Ziel. So auch in diesem Jahr: 350 von ihnen gingen an den Start. Kein Wunder also, dass es im Endbereich zwischenzeitlich zu dichtem Gedränge kam.

Tim Veith war Spitzenreiter Tammo Oldigs bisher dicht auf den Fersen. Foto: Klaus Ortgies
Tim Veith war Spitzenreiter Tammo Oldigs bisher dicht auf den Fersen. Foto: Klaus Ortgies

Im Notfall machen aber alle Platz. In der abschließenden Linkskurve von der Burgstraße auf den Marktplatz stürzte eine Läuferin. Obwohl größere Verletzungen ausblieben, sei sie nach Angaben von Jasper Poppens sicherheitshalber in ein Krankenhaus gebracht worden. Mit der Trage sei man gut durchgekommen: „Das klappt eigentlich immer, die anderen Leute müssen halt ein bisschen Platz machen.“

Bahn frei für die Cross-Etappe

Nach einer Etappe voller jubelnder Zuschauer dürfen sich die Läufer nun auf eine ruhigere Strecke freuen. Das 11,3 Kilometer lange Teilstück nach Dunum hat es trotzdem in sich. Auf die Ossilooper wartet zwar kein Kopfsteinpflaster, dafür wird es an anderer Stelle uneben. „Das war immer die Cross-Etappe – richtig abenteuerlich“, erinnert sich der neunfache Gesamtsieger Peter Steinke. Heute sei der Kurs zwar gesitteter, aber durch die Mischung aus Asphalt, Feldwegen und leichten Anstiegen nicht weniger anspruchsvoll.

„Die fünfte Etappe ist immer gefährlich. Hier hat es in den letzten Jahren häufiger Probleme mit Überlastungen gegeben“, heißt es auch auf der Website des Ossiloops. Die Läufer sollten daher mit Respekt an diese Etappe gehen. Man versuche außerdem, einen zweiten Getränkepunkt zu organisieren. Der erste wird sich bei 5,5 Kilometern befinden und vom Boßelverein KBV Langefeld betreut werden. Am Ziel gibt es wie immer frisch gebrühten Ostfriesen-Tee von den Landfrauen – natürlich stilecht in Tassen.

Auf der Stadtetappe in Aurich plagten Verena Coordes Rückenschmerzen. Foto: Klaus Ortgies
Auf der Stadtetappe in Aurich plagten Verena Coordes Rückenschmerzen. Foto: Klaus Ortgies

Wenn der Tross in Plaggenburg startet, wird die Spannung also groß sein. Ist Verena Coordes wieder fit? Geht Tim Veith an den Start? Und ist Tammo Oldigs noch zu schlagen? Immerhin geht er mit über zwei Minuten Vorsprung in die fünfte Etappe. Fragen über Fragen – Antworten gibt es wie immer nur auf der Strecke.

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