Detern gegen Steenfelde  Spiel des Jahres mit dem Traumtorschützen

Luis Meyer
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Von Luis Meyer
| 01.05.2025 18:44 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Den Ball stets im Blick: Jordan Hüsgen traf sehenswert gegen Ihrhove II. Archivfoto: Lohmann
Den Ball stets im Blick: Jordan Hüsgen traf sehenswert gegen Ihrhove II. Archivfoto: Lohmann
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Showdown in der Ostfrieslandklasse B: Der Tabellenführer TuS Detern trifft am Freitagabend (20 Uhr) auf den SuS Steenfelde. Der hat mit Jordan Hüsgen den Schützen des NFV-Tor des Monats im Kader.

Steenfelde - Die Konstellation könnte ja spannender nicht sein. Im absoluten Spitzenspiel der Fußball-Ostfrieslandklasse B, Staffel 4, trifft der Tabellenführer TuS Detern am Freitagabend (20 Uhr) auf den Verfolger SuS Steenfelde. Steenfelde hat noch ein Spiel mehr zu absolvieren, liegt derzeit fünf Punkte hinter dem Spitzenreiter und kann damit weiterhin aus eigener Kraft den Titel holen.

Für Steenfelde ist auch Angreifer Jordan Hüsgen mit dabei. Am 18. Spieltag hatte er einen ganz großen Auftritt. Im Auswärtsspiel gegen Concordia Ihrhove II erzielte der Angreifer vom SV SuS Steenfelde nach einer geschickten Finte aus 20 Metern Entfernung ein Traumtor in den rechten Knick, was zur zwischenzeitlichen 2:1-Führung (Endstand 5:2) führte. Das Tor des jungen Angreifers setzte sich in der Wahl zum NFV-Tor des Monats März deutlich mit 46,4 Prozent der Stimmen durch und untermauert auch die aktuelle sportliche Form des Toptorjägers (17 Treffer) seiner Mannschaft. Neben dem Traumtor gelangen Hüsgen in dieser Partie sogar noch zwei weitere Treffer.

So kam Hüsgen nach Steenfelde

Der 23-jährige Jordan Hüsgen, gebürtig aus Essen, spielt seit Oktober 2023 für den SV SuS Steenfelde und hat durch seine vielen Tore und kreative Spielart schon längst eine wichtige Rolle im Team angenommen. Nach Jugendstationen in der Oberliga und Landesliga führte es Hüsgen in das kleine ostfriesische Dorf Steenfelde, wo er nach einem privaten Kick auf dem Steenfelder Sportplatz unbewusst auf sich aufmerksam machte und die Chance auf ein Probetraining bekam.

Jordan Hüsgen ist mit Steenfelde noch im Aufstiegsrennen. Foto: Verein
Jordan Hüsgen ist mit Steenfelde noch im Aufstiegsrennen. Foto: Verein

„Die familiäre Verbindung zwischen dem Team und Dorf habe ich direkt wahrgenommen und ist heute ein Grund dafür, dass ich mich hier beim SuS Steenfelde so wohl fühle“, berichtet Hüsgen. Der talentierte Linksfuß nimmt sich schon in jungem Alter ein Beispiel an Legenden wie Neymar oder Ronaldinho und trägt nicht umsonst den Zusatz „Neymar“ in seinem Instagram-Profil, was sich in seiner Spielart widerspiegelt und oft durch effiziente Finten im Spiel wie zum Beispiel vor dem Tor des Monats nützlich macht.

Die Entscheidung steht an

Durch viele Verletzungen in der Vergangenheit, unter anderem am Sprunggelenk, blieb ihm der Traum, in einer höheren Ligen zu spielen, bisher verwehrt, er selbst aber ist mit seiner Ausbildung zum Sport und Fitnesskaufmann und dem Fußball in Steenfelde sehr zufrieden. Man könnte sagen, er hat das Motto des Vereins „Ein Dorf, ein Verein“ erfolgreich angenommen.

Jetzt geht es für den SV SuS Steenfelde in die entscheidende Phase der Saison. Die Meisterschaft und der damit bedeutende Aufstieg, nach dem sich das gesamte Dorf schon seit Jahren sehnt, ist noch möglich, da sich das Team momentan auf Platz zwei mit fünf Punkten Rückstand und einem Spiel weniger auf den Spitzenreiter TuS Detern befindet.

Das komplette Ranking (insgesamt wurden 1084 Stimmen abgegeben). Mit fast der Hälfte aller Stimmen auf Instagram und Facebook wurde die feine Einzelleistung des Stürmers zum NFV-Tor des Monats März gewählt.:

1. Jordan Hüsgen (SuS Steenfelde) 46,40 %

2. Konni Paczkowski (Drakenburg) 13,84 %

3. Paulina Ellmann (TuS Lutten) 11,44 %

4. Marcel Marquardt (Atlas Delmenh.) 7,84 %

5. Thomas Seehafer (Lilienthal) 7,47 %

6. Marcel Marquardt (Atlas Delmenh.) 7,38 %

7. Austin Amer (Eintracht Nordhorn) 5,63 %

„Könnten eine Liga höher mithalten“

Am Freitag, 2. Mai, steht das vorentscheidende direkte Duell zwischen den beiden Teams an, weswegen die Stimmung im Team sehr angespannt und der Druck sehr hoch ist. Jordan Hüsgen ist zuversichtlich, dass er mit seiner momentanen Form entscheidende Impulse im spannenden Endspurt liefern kann. „Ich bin mir sicher, dass unser Team eine Liga höher sehr gut mithalten könnte, und nun wollen wir das Ziel aufzusteigen auch verwirklichen, um dies unter Beweis zu stellen.“ An genügend Selbstvertrauen sollte es nach den letzten Wochen jedenfalls nicht scheitern.

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