Hannover  Vegetarischer Kirchentag? Warum das Landvolk nun auch Wurst verkauft

Jonas E. Koch
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Von Jonas E. Koch
| 30.04.2025 09:00 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 1 Minute
Das Landvolk verkauft auf dem Kirchentag auch Wurst. Foto: dpa/ Daniel Karmann
Das Landvolk verkauft auf dem Kirchentag auch Wurst. Foto: dpa/ Daniel Karmann
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Es geht um die Wurst beim Hannoveraner Kirchentag – und das im wahrsten Wortsinn. Die Evangelische Landeskirche will den Kirchentag vegetarisch halten. Doch das Landvolk findet: Zum Kirchentag gehört auch Fleisch.

Mehr als 100.000 Menschen werden zum Kirchentag der Evangelischen Kirche in Hannover erwartet – und viele davon wollen auch eine Wurst essen. Doch die Evangelische Landeskirche wünscht sich einen vegetarischen Kirchentag – die Essensstände sollen deshalb möglichst auf Fleisch verzichten.

„Es kann jeder essen, was er will“, heißt es vom Landvolk, dem niedersächsischen Bauernverband. „Im Agrarland Niedersachsen gehören Fleisch und andere tierische Produkte zur Realität einer ausgewogenen Ernährung – und damit auch auf den Grill“, findet Landvolkpräsident Holger Hennies.

Deshalb gibt das Landvolk an seinem eigenen Stand nun auch Bratwürste aus. Denn eine „Vielfalt an Lebensmitteln zeichnet den Kirchentag aus“, heißt es von Seiten des Landvolks. Auch an anderen Ständen gibt es teils nicht-vegetarische Lebensmittel.

Der Bauernverband will mit den Bürgern über das Thema aber bei einem „Abend der Begegnung“ auf dem Hannoveraner Messegelände ins Gespräch kommen. „Wir sind zuversichtlich, dass wir bei diesem Kirchentag eine ehrliche und faire Gesprächsbasis vorfinden – offen für unterschiedliche Sichtweisen, aber getragen vom gemeinsamen Interesse an Nachhaltigkeit und gesellschaftlichem Zusammenhalt“, sagt Hennies.

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