Achtung, Autofahrer! So funktionieren die neuen Parkautomaten in Emden
In der Emder Innenstadt soll in diesem Jahr Stück für Stück überall das Parken kostenpflichtig werden. Jetzt gibt es neue Parkautomaten und eine weitere Parkzone gilt ab Mai.
Emden - Nach und nach wird das neue Parkkonzept in Emden umgesetzt: Nachdem rund um Schreyers Hoek, in den Straßen Am Gasthaus und Strohstraße sowie an einem Teil der Faldernstraße das Parken seit dem 1. April 2025 kostenpflichtig ist, stehen jetzt drei neue Parkautomaten. Zwei fabrikneue Geräte sind am Frickensteinplatz und für den Parkplatz an der Pottgießerstraße aufgestellt worden. Hier kann das Parkticket jetzt per Karte (auch mit dem Handy), App, SMS oder mit Bargeld gezahlt werden.
Neu ist: Egal, welche Zahlungsart man wählt, es muss immer das Kennzeichen des parkenden Fahrzeugs eingegeben werden. Die Überprüfung der Tickets sei dadurch weniger personalintensiv, schreibt die Stadt dazu als Begründung in den sozialen Medien. Künftig erfolge nur noch ein Scan des Parkplatzes. Kritik kommt dazu von Personen, die ihr Parkticket mit einer Restzeit sonst an andere Leute weitergegeben haben. Die Stadt kontert darauf, dass beispielsweise über die App PayByPhone minutengenau abgerechnet werden könne, es also keine Restparkzeit mehr geben müsse.
So teuer ist das Parken in den neuen Zonen
Die Parkplätze an der Pottgießerstraße und am Frickensteinplatz befinden sich in der roten Tarifzone. Hier kostet die Stunde Parkzeit aktuell einen Euro. Es kann aber auch nur eine halbe Stunde für 50 Cent gebucht werden. Wichtig: Die Parkgebühr muss montags bis einschließlich samstags gezahlt werden, in der Zeit von 8 bis 18 Uhr. Vorher war das Parken am Samstag in der ganzen Stadt kostenlos. Ein Tagesticket ist in der roten Parkzone nicht erhältlich.
An der Straße Am Hinter Tief musste vorher gar keine Parkgebühr gezahlt werden. Die Stellplätze wurden von vielen genutzt, die die Kunsthalle oder das Altersheim am Wall besuchen oder einfach am Wall spazieren oder in der Stadt bummeln gehen wollten. Sie galten als Geheimtipp für kostenloses Parken. Das ist ab dem 2. Mai 2025 vorbei. Ab dann soll im ganzen Boltentorviertel auf öffentlichen Parkplätzen eine Gebühr fällig werden. Der neue Parkautomat hier ist allerdings nicht fabrikneu, sondern nur innerhalb der Stadt umgestellt worden. Mit Karte kann hier also nicht gezahlt werden, aber mit Münzgeld, App und SMS. Das Boltentorviertel gehört zur grünen Parkzone. Daher kostet die Stunde Parkzeit hier 50 Cent. Ein Tagesticket gibt es schon für drei Euro.
Als Nächstes geht es im AOK-Viertel weiter
Auch Anwohner müssen in den neuen Parkzonen jetzt Gebühren zahlen, wenn sie auf öffentlichen Parkplätzen stehen. Über die Änderung wurden sie per Post informiert, erklärt die Stadt. Ein Anwohnerpark-Ausweis kann für 90 Euro pro Fahrzeug und Jahr bei der Stadt beantragt werden. Bestehende, bereits ausgegebene Parkausweise behalten ihre Gültigkeit.
Im zweiten Quartal, also im Zeitraum bis Juni, soll es im AOK-Viertel mit der Einführung von Parkgebühren auf allen öffentlichen Parkplätzen weitergehen, hat die Stadt zuletzt angekündigt. Das AOK-Viertel befindet sich zwischen Neutorstraße, Zwischen Beiden Bleichen und Wallring. Hier sind bereits einige kostenpflichtige Parkplätze, aber auch viele kostenlose. Im dritten Quartal, also im Zeitraum bis September, ist Klein Faldern an der Reihe, danach folgt der Rest von Groß Faldern.
Zwei Parkhäuser sind geplant
Die Höhe der Parkgebühren soll noch einmal nach oben korrigiert werden, wenn das geplante Parkhaus an der Pottgießerstraße steht. Im roten Bereich soll eine Stunde Parkzeit dann zwei Euro kosten, im grünen Bereich 1,50 Euro (Tagesticket statt sechs Euro dann zehn Euro) und im blauen Bereich einen Euro (Tagesticket später zehn Euro).
Das Behördenviertel, wo der Parkdruck sehr groß ist, soll nicht erst nach Errichtung eines Parkhauses an der Medmannstraße dran sein, wie die Stadt zunächst vorgeschlagen hatte. Die Politik hatte anderes gefordert. Hier sollen Parkgebühren fällig werden, sobald ein provisorischer Schotterparkplatz an der Fürbringerstraße eingerichtet ist. Die Politik will sich nach jeder neuen Umsetzung im nicht öffentlich tagenden Verwaltungsausschuss darüber austauschen, um als Rat die Möglichkeit zu haben, möglicherweise gegenzusteuern, falls es irgendwo kneift.