Berlin  Empfehlenswerte Klassiker: Diese Vinyl-Schallplatten sollten in Ihrer Sammlung nicht fehlen

Jakob Patzke
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Von Jakob Patzke
| 26.04.2025 12:30 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Sich eine eigene Schallplatte-Sammlung aufzubauen, kann viel Spaß machen. Doch welche Vinyl-Alben sollten dabei sein? Foto: IMAGO/Westend61
Sich eine eigene Schallplatte-Sammlung aufzubauen, kann viel Spaß machen. Doch welche Vinyl-Alben sollten dabei sein? Foto: IMAGO/Westend61
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Sie möchten sich eine Schallplatten-Sammlung zulegen, wissen aber nicht, wie Sie anfangen sollen? Kein Problem. Wir zeigen Ihnen, welche Vinyl-Alben in jedes Plattenregal gehören.

Die Vinyl-Schallplatte feiert seit geraumer Zeit ein kleines Revival. Während es Sammler vor allem auf ältere und seltene Exemplare abgesehen haben, veröffentlichen mittlerweile auch wieder aktuelle Bands und Künstler wie Coldplay oder Taylor Swift ihre Musik auf dem physischen Tonträger.

Viele Musikliebhaber bekommen daher Lust, sich eine Vinyl-Sammlung aufzubauen. Doch wissen sie häufig nicht, wo sie anfangen sollen. Wir haben sieben Alben herausgesucht, die in jedem Schallplattenregal stehen sollten.

Die Geschmäcker sind auch bei der Musik glücklicherweise verschieden. Dass die Beatles Musikgeschichte geschrieben haben, daran dürften allerdings die wenigsten Menschen ihre Zweifel haben. Entsprechend gelten die Alben der „Fab Four“ als zeitlose Klassiker – so auch „Abbey Road“, das allein schon wegen seines berühmten Covers Kultstatus genießt.

Hits wie „Come Together“, „Octopus’s Garden“ und natürlich „Here Comes The Sun“ tun ihr Übriges. Auch wenn „Abbey Road“ noch vor dem Album „Let It Be“ erschien, war es das letzte Werk, an dem alle vier Beatles gemeinsam als Gruppe arbeiteten.

„Dark Side Of The Moon“, „Wish You Were Here“ oder doch „The Wall“? Wenn um das wichtigste Album der legendären Band Pink Floyd geht, sind Diskussionen vorprogrammiert. Wir haben uns für „Dark Side Of The Moon“ entschieden. Zum einen umfasst das Werk bekannte Hits wie „Breathe“, „Time“ und „Money“. Zum anderen ist das Cover, das ein lichtbrechendes Prisma vor schwarzem Hintergrund zeigt, ein echter Hingucker in jedem Plattenregal.

Eigentlich war die Rockband Fleetwood Mac im Jahr 1977 viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt, um ein neues Album aufzunehmen. Sängerin Stevie Nicks und Gitarrist Lindsey Buckingham hatten sich gerade voneinander getrennt, ebenso Bassist John und Keyboarderin Christie McVie. Auch Schlagzeuger Mick Fleetwood hatte eine Trennung zu verkraften.

Doch wider Erwarten sollten all der Streit und Liebeskummer die perfekten Zutaten für ein gutes Album sein. Bis heute zählt „Rumours“ mit 40 Millionen Exemplaren zu den weltweit meistverkauften Alben. Fast jeder Song auf der Platte wurde zum Hit, darunter „Dreams“, „Go Your Own Way“, „The Chain“ und „Gold Dust Woman“.

Wesentlich professioneller dürfte es bei Michael Jackson im Studio zugegangen sein, als er gemeinsam mit Produzent Quincy Jones an seinem Album „Thriller“ tüftelte. Was die beiden damals nicht wissen konnten: Das Werk sollte sich zum weltweit meistverkauften Album entwickeln. Heutige Schätzungen gehen von 67 bis 100 Millionen Exemplaren aus.

Zugegeben, das Plattencover ist etwas gewöhnungsbedürftig und trägt doch arg den Geist der 1980er-Jahre in sich. Doch musikalisch reiht sich hier ein Hit an den nächsten: „Beat It“ (inklusive fulminantem Gitarrensolo von Eddie Van Halen), „Billie Jean“, „Wann Be Startin‘ Somethin‘“, „Human Nature“ und natürlich der Titeltrack, der so manchem Hörer noch immer einen kalten Schauer über den Rücken fahren lässt.

Michael Jackson und Prince wurde stets eine gewisse Rivalität nachgesagt. Ob tatsächlich etwas dran war oder es sich lediglich um den gewöhnlichen PR-Zirkus handelte, ist bis heute nicht wirklich geklärt. Fakt ist, dass die beiden Musiker in den 1980er-Jahren auf ihre jeweilige Weise die Musikwelt dominierten. Während Michael Jackson 1982 mit „Thriller“ die Charts eroberte, sollte Prince zwei Jahre später mit „Purple Rain“ ebenfalls ein Geniestreich gelingen.

Ein Album reichte dem Multiinstrumentalisten aus Minneapolis jedoch nicht. Unter gleichem Titel erschien ein Kinofilm, der dem Leben von Prince zumindest in Teilen nachempfunden ist. Während der Streifen das Publikum spaltete (Kitsch oder Kult), gibt es beim dazugehörigen Soundtrack wohl kaum zwei Meinungen – und das liegt nicht nur am ikonischen Titelsong.

Anfang der 1990er-Jahre geriet der Synthie-Pop zunehmend aus der Mode, Bands griffen wieder vermehrt zur E-Gitarre. Eine von ihnen war Nirvana aus dem US-amerikanischen Seattle. Ihr charismatischer Frontsänger Kurt Cobain stieg rasch zur Ikone einer ganzen Generation auf. Das Album „Nevermind“, das 1991 erschien, sollte dank Hits wie „Smells Like Teen Spirit“ und „Come As You Are“ den Höhepunkt für die Gruppe bedeuten.

Während der große Erfolge Kurt Cobain kein Glück brachte, zählt „Nevermind“ bis heute zu den wichtigsten Alben der Musikgeschichte. Für wen es musikalisch gerne auch mal etwas härter zugehen darf, sollte diese Platte unbedingt in seine Sammlung aufnehmen.

Amy Winehouse galt zu Lebzeiten als eine der größten Stimmen der Soulmusik. Doch 2011 fand ihre Karriere ein tragisches Ende, als sie im Alter von 27 Jahren starb. Ihre Musik hat ihren Tod überdauert, daran hat das Album „Back To Black“ erheblichen Anteil. Darauf verarbeitet Winehouse neben ihren wiederkehrenden Drogenproblemen („Rehab“) auch die toxische Beziehung zu ihrem Ex-Mann Blake Fielder-Civil. Sowohl musikalisch als auch gesanglich ist „Back To Black“ ein Erlebnis, gerade auf Vinyl.

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