Drehort gesperrt  Friesland-Folge kommt – wie geht’s ohne „Polizeiwache“ weiter?

Vera Vogt
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Von Vera Vogt
| 18.04.2025 11:01 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Die Schauspieler Maxim Mehmet und Sophie Dal sind regelmäßig für Dreharbeiten für den „Friesland“-Krimi in Leer. Foto: Ortgies/Archiv
Die Schauspieler Maxim Mehmet und Sophie Dal sind regelmäßig für Dreharbeiten für den „Friesland“-Krimi in Leer. Foto: Ortgies/Archiv
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Eine neue Folge der „Friesland“-Reihe wird am Osterwochenende ausgestrahlt. Wie geht es mit den Drehs weiter – wenn doch die „Polizeiwache“ in Leer abgesperrt ist?

Leer - Eigentlich hatte die Folge schon an den Start gehen sollen: Am Karsamstag ist es nun so weit und „Abdrift“, die 22. Episode der erfolgreichen „Friesland“-Krimireihe, wird im ZDF ausgestrahlt. Schon jetzt ist die Folge in der Mediathek abrufbar. Vermutlich war ein großes Handballturnier der Grund für die Verschiebung.

Darum geht es in der neuen Folge

Süher Özlügül (Sophie Dal, links) und Henk Cassens (Maxim Mehmet, rechts) sind dabei, als Bestatter Wolfgang Habedank (Holger Stockhaus) bei seinem neuesten Hobby, dem Apnoetauchen, eine Leiche in der Ems entdeckt. Foto: ZDF/Willi Weber
Süher Özlügül (Sophie Dal, links) und Henk Cassens (Maxim Mehmet, rechts) sind dabei, als Bestatter Wolfgang Habedank (Holger Stockhaus) bei seinem neuesten Hobby, dem Apnoetauchen, eine Leiche in der Ems entdeckt. Foto: ZDF/Willi Weber
In „Abdrift“ entdeckt Bestatter Wolfgang Habedank (Holger Stockhaus) seine Leidenschaft fürs Apnoetauchen. Bei einem seiner Tauchgänge kommt es jedoch zu einem grausamen Fund – eine Leiche liegt auf dem Grund der Ems.

Für die Polizisten Süher Özlügül (Sophie Dal) und Henk Cassens (Maxim Mehmet) stellt sich die Frage nach der Todesursache des Hochschulprofessors Lars Schäfer (Sebastian Tessenow). Mehrere Personen geraten ins Visier der Ermittlungen. Kriminalhauptkommissar Jan Brockhorst (Felix Vörtler) sitzen derweil Schäfers Schwiegereltern, Werftbesitzer, im Nacken.

So liefen die Dreharbeiten

Die Folge „Abdrift“ wurde 2023 unter anderem in der Leeraner Altstadt gedreht. Das Filmteam war auch im Holter Hammrich, in Nettelburg und auf einer Emder Werft unterwegs. Auch an „Henks Hausboot im Hafen“ wurde gedreht, hatte damals Produzentin Melissa Graj bei einem Pressegespräch 2023 verraten.

Für die Aufnahmen rund um den Leichenfund wurde allerdings nicht in der Ems gedreht. „Da war das Wasser dann doch für die Aufnahmen zu brackig“, erklärte Graj.

Wolfgang Habedank (Holger Stockhaus von links) und die Polizisten Süher Özlügül (Sophie Dal) und Henk Cassens (Maxim Mehmet) in einer Szene des Krimis. Foto: Willi Weber/ZDF/dpa
Wolfgang Habedank (Holger Stockhaus von links) und die Polizisten Süher Özlügül (Sophie Dal) und Henk Cassens (Maxim Mehmet) in einer Szene des Krimis. Foto: Willi Weber/ZDF/dpa

Das Wetter war für die Filmcrew 2023 eine Herausforderung. „Gerade in der letzten Woche hatte wir echt Pech und viel Regen“, sagte Produzentin Graj. „Bei Schauern warten wir die Regengüsse ab und dann muss das Team den Drehort wieder auf Anschluss bringen“, erklärte die Produzentin. Das bedeutet, dass alles abgetrocknet werden muss: Von Tischen und Stühlen bis zu Autos und anderen Requisiten. „Wenn es nur regnet, dann drehen wir eben im Regen“, sagt Graj.

So geht es mit den Drehs ohne „Dienststelle“ weiter

„Auch in diesem Jahr dürfen wir wieder drei Folgen ‚Friesland’ drehen und produzieren. Es werden auch in Leer und Umgebung wieder Dreharbeiten stattfinden“, schreibt die Produzentin Melissa Graj aktuell auf Nachfrage dieser Zeitung. In diesem Jahr würden die Folgen 26 bis 28 produziert.

Das Gerüst am Ensemble am Wilheminengang steht bereits. Foto: Bothe
Das Gerüst am Ensemble am Wilheminengang steht bereits. Foto: Bothe
Allerdings gibt es einen Haken: Eins der am meisten gezeigten Motive in „Friesland“ ist die Polizeiwache. Dort stecken die Ermittler ihre Köpfe zusammen und lösen die Fälle. Die Außenkulisse steht in der Altstadt: die Stadtbibliothek. Zu finden ist die Bibliothek unter anderem im Hermann-Tempel-Haus. Direkt angrenzend an den Vorplatz der Bibliothek kann man einen Blick in den Wilhelminengang – eine weitere Filmkulisse – werfen. Am historischen Gebäude-Ensemble wird allerdings gearbeitet. Die Absperrungen an der Stadtbibliothek werden Auswirkungen haben, so die Produzentin. Wenn eingerüstet ist, wird man dort nicht drehen können, sagt sie. „Das bedeutet, dass Szenen, die eigentlich vor der Dienststelle spielen, umgeschrieben werden müssen auf andere Motive.“

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