Verkehr in Uplengen  Neue Fahrradstraße in Remels setzt Grundstein für mehr

Lars Löschen
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Von Lars Löschen
| 12.04.2025 14:01 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Ortsvorsteher Peter Walde (von links), Vorsitzender des Bau- und Entwicklungsausschusses Heinz Brunken, Sachbearbeiter der Gemeinde Uplengen Thorsten Möhlmann und Bürgermeister Heinz Trauernicht waren bei der Vorstellung der neuen Fahrradstraße in Remels vor Ort. Foto: Gemeinde Uplengen
Ortsvorsteher Peter Walde (von links), Vorsitzender des Bau- und Entwicklungsausschusses Heinz Brunken, Sachbearbeiter der Gemeinde Uplengen Thorsten Möhlmann und Bürgermeister Heinz Trauernicht waren bei der Vorstellung der neuen Fahrradstraße in Remels vor Ort. Foto: Gemeinde Uplengen
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Ein Teilstück vom Alten Postweg in Remels ist jetzt eine Fahrradstraße. Die Gemeinde Uplengen und Bürgermeister Heinz Trauernicht haben im Ortskern aber noch mehr vor.

Remels - Blickt Bürgermeister Heinz Trauernicht aus dem Rathaus auf den Alten Postweg in Remels, schaut er künftig auf eine Fahrradstraße. Am Dienstag, 8. April 2025, wurde die Straße nach Fertigstellung offiziell vorgestellt. Weiße Piktogramme zieren die Strecke zwischen Schützen- und Bismarckstraße, darauf zu sehen ist ein Verkehrsschild mit einem Fahrrad-Symbol und der Hinweis „Fahrradstraße“.

Der Alte Postweg sei in der Vergangenheit von vielen Autofahrern als Abkürzung genommen worden, heißt es von Trauernicht. Künftig werde dem nicht mehr so sein. Nur Anlieger dürften die Straße noch mit einem Auto befahren. Mit Blick auf die angrenzende Schule sei das „ein wichtiger Schritt“, so der Bürgermeister, „im Sinne der Verkehrssicherheit und Mobilitätswende“.

Noch mehr Fahrradstraßen – Welche Regeln gelten hier?

Was Fahrradstraßen angeht, ist die Gemeinde Uplengen laut Trauernicht noch nicht am Ende. „Wir werden die Fahrradstraße Alter Postweg in den nächsten Jahren nach einer positiven Evaluierung gegebenenfalls noch erweitern.“ Also nach Osten in Richtung des Nordgeorgsfehnkanals oder in Richtung Westen, wo der Alte Postweg auf die Ostertorstraße trifft. Die Gemeinde plant seit gut einem Jahr, im Zentrum von Remels Fahrradstraßen rund um das Rathaus und die Grundschule einzurichten – dies sieht auch das Radverkehrskonzept vor. Konkret seien neben dem Alten Postweg die Kirchstraße sowie Teile der Uplengener Straße von den Planungen betroffen.

In einer Fahrradstraße sind nur Fahrräder, E-Scooter und Pedelecs, die maximal 25 Stundenkilometer erreichen, erlaubt, erklärt der ADAC auf seiner Webseite. Aber: Es gibt Ausnahmen. Zusatzschilder können Autos und Motorräder zulassen. Ist dies der Fall, dürfen sie den Radverkehr laut Straßenverkehrsordnung weder behindern noch gefährden.

In Uplengen dürften also durch das Zusatzschild „Anlieger frei“ auch Kraftfahrzeuge die Strecke befahren. Es gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometern. Voraussetzung ist aber, dass es ein Anliegen gibt, etwa weil man zum Beispiel jemanden in der Fahrradstraße besuchen will. Wer die Anliegerstraße mit dem Auto unberechtigt befährt, müsse mit einem Verwarnungsgeld von 50 Euro rechnen, heißt es vom ADAC. Wird das Fahrzeug geparkt, ohne Anlieger zu sein, riskiere man ein Verwarnungsgeld ab 55 Euro.

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