Klukowski-Nachfolger gefunden Aurich-Spieler wird Trainer beim SV Wallinghausen
Das ging schnell: Fußball-Bezirksligist SV Wallinghausen hat seinen Wunschkandidaten als neuen Coach vorgestellt. Dieser beendet dafür seine eigene aktive Karriere.
Wallinghausen - Nur wenige Tage nach dem überraschend bekannt gewordenen Aus von Trainer Jerzy Klukowski im Sommer beim SV Wallinghausen hat der Fußball-Bezirksligist einen Nachfolger präsentieren können. Maximilian Beccard wird zur neuen Saison Coach der 1. Herren des SVW. Der 34-Jährige ist aktuell noch Spieler bei Stadtrivale SpVg Aurich, wird nach dieser Saison aber seine aktive Karriere beenden und seine Trainerkarriere starten.
„Max war der erste Name, den wir als Trainerkandidaten hatten. Umso schöner, dass es nun klappt und so schnell ging“, freut sich Fußballobmann Jannes Hagena. Ein zehn Personen umfassendes Gremium aus Vereinsführung und Mannschaftsrat hatte sich mit der Trainerfrage beschäftigt. Vorstandsmitglied Sven Bünting – er hatte den Klub als Trainer in die Bezirksliga geführt – schlug den ehemaligen SVW-Spieler Maximilian Beccard vor. Der Vorschlag fand Anklang in der Runde.
Beccard hat „Respekt“ vor der Aufgabe
Maximilian Beccard brauchte nach dem Anruf von Sven Bünting nicht lange Bedenkzeit. „Ich habe eh überlegt, ob ich noch eine Saison dranhänge oder aufhöre. Dieses Angebot klang sehr interessant und hat mir die Entscheidung erleichtert“, sagt der Moordorfer, der betont: „Ich komme nicht als Spielertrainer nach Wallinghausen.“ Beccard habe „sehr viel Respekt vor der Aufgabe“, wie er sagt. Trainer zu sein, und dann direkt in der Herren-Bezirksliga, sei eine „Herausforderung“. Diese möchte er gerne annehmen.
Vor einigen Jahren hatte Beccard schonmal als Co-Trainer unter Ewald Mühlenbrock bei der C-Jugend der JSG Großefehn Erfahrungen als Übungsleiter sammeln können. „Aus der damaligen Mannschaft spielen jetzt auch ein paar Jungs bei den Herren in Wallinghausen“, sagt Beccard. „Grundsätzlich kenne ich ja nahezu eh jeden Spieler in Wallinghausen.“ Beccard spielte zweimal für den SV Wallinghausen, einmal unter Sven Bünting und in der vergangenen Saison unter Ewald Mühlenbrock. Im Sommer wechselte Beccard zur SpVg Aurich – bei der er nun seine aktive Karriere beenden wird. Als Verteidiger war Beccard nicht nur für Aurich und Wallinghausen aktiv. Auch die SG Egels-Popens, der SV Großefehn, Frisia Loga, BW Borssum und der TuS Middels stehen in seiner Vita.
Nun startet er seine Trainer-Karriere beim SV Wallinghausen. „Das ist ein guter Verein für sowas Neues“, findet Beccard. „In Wallinghausen spüre ich das nötige Vertrauen. Das vereinsinterne Miteinander ist sehr angenehm.“ In Wallinghausen findet Beccard eine Mannschaft mit „tollem Spirit“ vor, wie er sagt. Stand jetzt gibt es laut Fußballobmann Jannes Hagena keinen Spieler, der wechseln wird. „Keiner verlässt den Verein, welche, die studieren gehen, haben wir aber. Von extern kommt aktuell niemand dazu. Aber ich setze mich mit Max jetzt zeitnah mal zusammen“, so Hagena.