Fanbeauftragter im Podcast  Rießelmann-Rückzug wäre eine „Katastrophe“ für Kickers Emden

| | 03.04.2025 15:01 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Henning Rießelmann (links) hat bei Kickers Emden viel vorangebracht. Überlegt er, sich aus Emden zurückzuziehen? Foto: Doden, Emden
Henning Rießelmann (links) hat bei Kickers Emden viel vorangebracht. Überlegt er, sich aus Emden zurückzuziehen? Foto: Doden, Emden
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Kickers-Vorstandsmitglied Philipp Hardtke ist „gut gestimmt“, dass Henning Rießelmann in Emden bleibt. Tut er das nicht, sei es ein „immenser Rückschlag“. Hardtke gibt einen Einblick in die verzwickte Lage.

Emden - Philipp Hardtke hat bei Kickers Emden schon eine Menge Auf und Abs mitgemacht. Vor 25 Jahren wurde er Fan des BSV Kickers und verpasste seit dem kaum ein Spiel der Emder. Als Fanbeauftragter und Vorstandsmitglied engagiert sich der 37-Jährige aktuell so sehr wie noch nie für seinen Lieblingsverein. Der sportliche Aufschwung in den vergangenen Jahren und auch die wachsende Anhängerschaft bereiten ihm viel Freude.

Doch aktuell sorgt er sich, wie viele Anhänger des Vereins, dass der Klub in der positiven Entwicklung einen „immensen Rückschlag“ hinnehmen könnte. So formulierte es Philipp Hardtke in der aktuellen Folge unseres Podcasts „Inside Kickers Emden – der Fußball-Podcast für Ostfiesland“, sollte sich der Sportliche Leiter Henning Rießelmann tatsächlich bei Kickers Emden zurückziehen. Zum einen hatte dieser in der vergangenen Woche mit seinem Ausscheiden in Emden gedroht, sollte die geplante Ausgliederung bis Mai nicht vollzogen sein. Zum anderen kamen in diesen Tagen Gerüchte auf, dass Rießelmann beim Klassengefährten SV Meppen, der den Sportlichen Leiter freistellte, einsteigen könnte.

Philipp Hardtke war Gast in unserem Podcast „Inside Kickers Emden“. Foto: Homes
Philipp Hardtke war Gast in unserem Podcast „Inside Kickers Emden“. Foto: Homes

Was für Kickers „maximal enttäuschend“ wäre

An Gerüchten beteiligen wollte sich Philipp Hardtke im Podcast nicht. Grundsätzlich sei er auch „gut gestimmt, dass Henning hier bei uns bleibt“. Rießelmann und sein Team haben „sehr viel Herzblut und Arbeit“ in die Entwicklung von Kickers Emden gesteckt. „Ich glaube, er weiß auch, was er hier hat.“ Auch bezüglich der Ausgliederung sei Hardtke „zuversichtlich“.

Aber er sehe auch eine große Gefahr, sollte sich Rießelmann doch vom Projekt Kickers Emden abwenden. „Das wäre natürlich maximal enttäuschend und natürlich auch für uns als Verein, sportlich gesehen, eine Katastrophe, wenn Henning sich da zurückziehen würde“, sagt Philipp Hardte in der aktuellen Podcast-Folge „Inside Kickers Emden“.

Die Hoffnung auf „grünes Licht“ aus Oldenburg

Er könne Rießelmann mit seinem Onside-Team sogar verstehen, dass es „maximal unbefriedigend ist“, dass es sich mit der Ausgliederung so zieht. Hardtke verstehe, dass es keine dritte Saison ohne Ausgliederung geben könne. „Das hat auch mit Geldern zu tun, auf die wir als Verein, auch gerade im Herrenbereich, immens angewiesen sind, um auch oben den Anschluss zu halten in dieser Liga.“ Das Ausgliederungsthema sei „wesentlich komplexer, als man annimmt“. Es sei ja auch nicht so, dass „wir“ (der Vorstand) „unsere Arbeit nicht machen oder dass wir jetzt erst anfangen mit der Arbeit“. Jetzt hofft der Vorstand, dass es „endlich grünes Licht“ vom Gericht in Oldenburg für die Ausgliederung gibt.

Neben der Ungewissheit rund um die Personalie Rießelmann hat sich Philipp Hardtke im Podcast mit Redakteur Niklas Homes noch über einige andere Themen unterhalten. Zum Beispiel, wie ein besonderes Spiel ihn im Jahr 2000 zum Kickers-Fan machte und was seine Aufgaben als Fanbeauftragter sind. Sein Aufgabenfeld, auch am Spieltag selbst, ist so einnehmend, dass sich der langjährige Vorsänger der Emder Fans sogar selbst ein wenig aus der Fanszene rausgezogen hat.

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