Aurich besiegt Ahlen 1650 Zuschauer erleben den nächsten OHV-Heimsieg
Den Fans in der Arena wurde wieder einiges geboten. Dabei agierte der OHV wieder mit einem beliebten und besonderen Spielstil. Einige Spieler profitierten davon.
Aurich - Mit 36:29 Toren (Halbzeit 20:15) gewann der OHV Aurich am frühen Sonntagabend das Punktspiel der 3. Handball-Liga, Staffel Nordwest, gegen die HLZ Ahlener SG in einer mit 1650 Zuschauern sehr gut gefüllten Auricher Sparkassen-Arena. Die Ostfriesen kletterten damit wieder auf den sechsten Tabellenrang zurück, weil das Team Handball-Lippe II sein Spiel verlor. Die Gastgeber profitierten dabei insbesondere auch von den Wurfqualitäten ihrer Rückraumspielers Rostyslav Polishchuk und Axel Rämhed (beide je 7 Tore) und der beiden Kreisläufer Jannes Hertlein (8) sowie Rene Mihaljevic (6). Und im Auricher Tor sorgte wieder einmal Marten Jungvogel mit 15 gelungenen Paraden für die nötige Sicherheit. Die nächste Begegnung müssen die Auricher am nächsten Sonntag, 6. April, um 17 Uhr beim aktuell Drittletzten TV Bissendorf-Holte austragen.
Erst langsam fand der OHV Aurich seine spielerische Linie. Es dauerte einige Minuten, bis das Team erfolgreich das Konzept von Trainer Sven Suton, mit sieben Feldspielern anzugreifen, umsetzen konnte. Es lief beim OHV zwar nicht rund, doch die Gäste hatten nicht so viel wie eigentlich erwartet, zu bieten. Mit etwas Glück, und weil Rostyslav Polishchuk und Kevin Wendlandt noch nicht ihre spätere Wurfqualität gefunden hatten, konnte Ahlen in den ersten fünf Minuten noch mithalten. Gefährlich waren die Gäste während des gesamten Spiels eigentlich nur von der Rechtsaußenposition. Nico Horn war von dort gleich siebenmal erfolgreich.
20:15 zur Pause
Trotz einiger Fehler im Angriffsspiel bauten die Gastgeber auch wegen mehrerer gelungener Paraden von Torhüter Marten Jungvogel zwischenzeitlich nach der ausgeglichenen Anfangsphase von 11:9 auf 15:9 aus. Bis dahin nahm der Trainer der Gäste schon zwei Auszeiten, um seine Mannschaft wieder neu zu justieren. Spektakulär war dabei unter anderem der Treffer von Rostyslav Polishchuk zum 19:14, als er das Spielgerät erst im Nachsetzen im gegnerischen Gehäuse unterbrachte. Mit 20:15 für den OHV ging es zur Pause in die Kabinen.
Spieldaten
OHV Aurich: Jungvogel, Kuksa (nicht eingesetzt); de Buhr (1 Tor), Wendlandt (4), Boskovic, Rämhed (7), Vorontsov, H. Stoehr (1), Braun , Hertlein (8), Polishchuk (7), Mihaljevic (6), Vunic (2, davon 1 Siebenmeter).
Siebenmeter: Aurich 1 / 1 verwandelt, Ahlen 1 / 0 verwandelt.
Zeitstrafen: Aurich (2), Ahlen (3).
Spielfilm: 8:4 (11.), 11:9 (17.), 15:9 ( 23..), 20:15 (30.), 24:17 (37.), 28:22 (46.), 31:25 (55.), 36:29.
Zuschauer: 1650.
Nach dem Wiederanpfiff ließ OHV-Trainer seine Sieben immer wieder einmal mit zwei Kreisläufern agieren und hatte damit Erfolg. Aber auch in der Deckung wussten die Auricher zu überzeugen. Die Akteure waren schnell auf den Beinen, machten die Lücken zu. Und dann gab es ja auch noch mit Marten Jungvogel einen starken Keeper. Da fiel es nicht ins Gewicht, dass die eine oder andere Torgelegenheit auf der Gegenseite nicht genutzt wurde. In den letzten zehn Spielminuten führte der OHV stets mit mindestens vier Toren und strebte einem ungefährdeten Sieg entgegen.
„Das war ein Superspiel mit einem völlig verdienten Sieg für uns. Vorne haben unsere Kreisläufer insgesamt 14 Tore geworfen, und hinten stand eine Bombenabwehr mit einem enorm starken Marten Jungvogel im Tor“, freute sich Aurichs Teammanager Ewald Meyer nach der überzeugenden Vorstellung des OHV.