Berlin Nach Tod von Rosenstolz-Sängerin Anna R: Angehörige haben zwei Bitten an Fans
Am Montag mussten zwei Freunde von Anna R. mit schwerem Herzen den Tod der Rosenstolz-Sängerin bekanntgeben. Nun melden sie sich mit einem emotionalen Statement erneut zu Wort. An die Fans der Musikgruppe richten sie zwei Bitten.
Der frühe Tod von Rosenstolz-Frontfrau Anna R. bewegt die deutsche Musikszene. Fans und bekannte Persönlichkeiten mit einer Bindung zu der Sängerin sind erschüttert und können noch nicht fassen, dass ihre einprägsame Stimme für immer verstummt ist. Nun haben sich ihre langjährigen Freunde, die am Montag den Tod von Anna R. verkündeten, noch einmal in einem ausführlichen und emotionalen Statement geäußert.
„Als engste Vertraute von Anna möchten wir uns zunächst für Eure immense Anteilnahme am Verlust unserer langjährigen Kameradin Anna bedanken. Es tut gut, die schwere Last der Trauer nicht alleine aushalten zu müssen“, schreiben sie auf den hinterlassenen sozialen Kanälen der Sängerin.
„Wir, Anna, Manne und Frank, wuchsen in den vergangenen 13 Jahren zu einer Einheit zusammen, die sowohl musikalisch als auch menschlich reiche Früchte trug. Gegenseitig boten wir uns Schultern zum Anlehnen an und feierten zugleich große kreative Triumphe. Annas Tod reißt daher eine Riesenlücke in unserem Freundschaftsbund“, heißt es dort weiter.
Diese „Riesenlücke“ scheinen auch langjährige Fans zu spüren. Seit der Todesmeldung spielen viele die Songs der Musikgruppe wieder rauf und runter, um in Nostalgie zu schwelgen. Derzeit sind ganze 24 Rosenstolz-Hits wieder in den Top 100 der iTunes-Charts — und auch bei Spotify sind derzeit mehrere Lieder in den deutschen Top-50-Charts wiederzufinden.
Dazu schreiben Annas Freunde: „Wir sind uns sicher, dass Anna das Weiterspielen ihrer Musik gefallen würde. Durch ihre Lieder vermittelte sie Euch ihre Gefühle und ihre Persönlichkeit. Es würde ihr bestimmt gefallen, wenn Ihr, liebe Fans und Freunde eine Kerze für sie anzündet und ihre Songs spielt und teilt.“
Zudem gehen die Angehörigen auf die vielen Spekulationen zur Todesursache der 55-jährigen Künstlerin ein. Dabei wünschen sie sich mehr Zurückhaltung: „Seitdem wir Annas Tod am Montagnachmittag vermelden mussten, wird in Social-Media-Kanälen, in der Presse und im Fernsehen viel über das frühe Ende von Annas Leben spekuliert. Wir sind uns der Tatsache bewusst, dass das jähe Erlöschen einer allseits beliebten und hochgeschätzten Stimme Fragen aufwirft. Etliche derer stellen wir uns selbst. Es wäre jedoch nicht in Annas Sinn, sich an öffentlichen Meinungsäußerungen zu beteiligen.“
Anna R. habe bei Konzerten das Publikum an ihren Gefühlen teilhaben lassen — aber außerhalb der Bühne sei sie immerzu darauf bedacht gewesen, ihre Privatsphäre zu wahren. „Privat war sie kein Star, sondern ein Mensch mit Stärken und Schwächen, die sie im Kreis ihrer Vertrauten diskutierte und auslebte. Die inoffizielle Anna zu wahren, war ihr wichtig.“