Wer öffnet, wer schließt?  Viel Bewegung in Greetsieler Gastro-Szene

Lotta Groenendaal
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Von Lotta Groenendaal
| 19.03.2025 16:23 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Der Rettungsschuppen in Greetsiel war seit letztem Jahr geschlossen. Lange soll das Restaurant aber nicht mehr leerstehen. Foto: Wagenaar/Archiv
Der Rettungsschuppen in Greetsiel war seit letztem Jahr geschlossen. Lange soll das Restaurant aber nicht mehr leerstehen. Foto: Wagenaar/Archiv
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In Greetsiel stehen zur Urlaubssaison Veränderungen an: Gastronomiebetriebe wie der Rettungsschuppen und Poppingas Alte Bäckerei bereiten sich auf Neueröffnungen und frische Konzepte vor.

Greetsiel - Es tut sich gerade so einiges in Greetsiel. Pünktlich zum Beginn der Urlaubssaison im Fischerdorf putzen sich besonders einige Gastronomie-Betriebe ordentlich raus. Ganz vorne mit dabei: der Rettungsschuppen direkt am Kutterhafen. Seit Ende letzten Jahres hatte das Café geschlossen. Doch einigen Greetsiel-Besuchern ist es vielleicht schon aufgefallen: Es tut sich wieder was in dem Gebäude. Hinter zugeklebten Fenstern wird fleißig gearbeitet.

Das hat einen guten Grund: Den Rettungsschuppen haben Peter und Pia Schliffke aus Aurich gepachtet, so Peter Schliffke gegenüber dieser Zeitung. Momentan seien sie dort noch am Umbauen. Doch schon bald soll das Lokal unter neuer Führung wieder eröffnen. Die nötige Erfahrung bringt das Ehepaar Schliffke mit. Die beiden betreiben bereits die Kneipe „Brookmers Happy Place“ in Marienhafe. Dort sind sie schon mit verschiedenen Veranstaltungen erfolgreich, unter anderem Bier-, Whiskey- oder Cocktail-Tastings. Nun freuen sie sich auf eine weitere Aufgabe im neuen, alten Rettungsschuppen in Greetsiel. Wann es losgeht, haben sie uns noch nicht verraten. Auch zum Konzept ist aktuell noch nichts bekannt.

Poppingas Alte Bäckerei steht in den Startlöchern

Läuft man vom Rettungsschuppen ein wenig weiter in Richtung Ortskern steht man schon vor dem nächsten Café, in dem bald viel passieren soll: Poppingas Alte Bäckerei. Im vergangenen Sommer hatte die „PAB Denkmal eGbR“ das historische Gebäude aus dem 17. Jahrhundert von der Gemeinde Krummhörn gekauft. Jahrelang hatte die ehemalige Pächterin Inge Ysker-Cornelius die traditionelle Teestube betrieben.

Im Frühjahr 2026 soll die traditionelle Teestube Poppingas Alte Bäckerei wieder öffnen. Foto: Wagenaar/Archiv
Im Frühjahr 2026 soll die traditionelle Teestube Poppingas Alte Bäckerei wieder öffnen. Foto: Wagenaar/Archiv

Nach der Sanierung hoffe man dann auf neue Pächter, die die Teestube mit ebenso viel Engagement betreiben wollen, so die Investoren. Man warte noch auf grünes Licht von der Denkmalbehörde, um mit den Sanierungsarbeiten beginnen zu können, sagte einer der Investoren, Johannes Cassens, jüngst auf Anfrage dieser Redaktion. Sobald von Seiten der Denkmalbehörde alles geklärt ist, soll es dann aber auch schnell vorangehen. Schon in einem Jahr soll die altertümliche Teestube in der Sielstraße wieder für Gäste öffnen, so die Investoren.

Andere Bäckerei-Filiale steht leer

Während Poppingas Alte Bäckerei einen zweiten Frühling erleben soll, schloss eine andere Bäckerei ein paar Meter weiter jetzt endgültig die Türen. Nachdem das Bäckerei-Unternehmen Rector Insolvenz anmelden musste, steht nun auch die Filiale am Kalvarienweg leer. Das Schild am Gebäude wurde schon abgenommen, Teile der Inneneinrichtung wurden bereits entfernt.

Die ehemalige Filiale der Bäckerei Rector in Greetsiel steht seit der Insolvenz des Unternehmens leer. Foto: Wagenaar
Die ehemalige Filiale der Bäckerei Rector in Greetsiel steht seit der Insolvenz des Unternehmens leer. Foto: Wagenaar

Rector aus Georgsheil hatte zunächst mit der Bäckerei Schuirmann aus Berumbur fusioniert. Die Betriebe erhofften sich so Einsparungen, unter anderem bei der Buchhaltung und bei den steigenden Energiekosten. Seit 2024 waren die Bäckereien dann unter dem neuen Namen „Der Backfriese“ aktiv. Doch im Herbst 2024 musste das Unternehmen Insolvenz anmelden. Seitdem stehen viele der Filialen leer, neben der Filiale in Greetsiel ist zum Beispiel auch das Geschäft in der Emder Neutorstraße vom Leerstand betroffen. Aktuell ist noch nicht bekannt, was mit dem leerstehenden Gebäude am Kalvarienweg passieren soll.

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