Osnabrück Beeteinfassungen: Fünf Alternativen zu Buchsbaum
Viele Buchsbäume im Garten sind dem Buchsbaumzünsler oder einem Pilz zum Opfer gefallen. Doch es gibt gut geeignete Alternativen für Beeteinfassungen. Wir stellen fünf attraktive Pflanzen für sonnige und schattige Orte vor.
Man kann Buchsbäume sowohl gegen den Pilz als auch gegen den Buchsbaumzünsler erfolgreich behandeln. Aber es ist nicht ohne Aufwand. Deshalb ist der Buchsbaum aus vielen Gärten verschwunden.
Hören Sie unseren Podcast mit Dr. Thomas Brand, Leiter des Pflanzenschutzamtes Oldenburg, der uns erklärt hat, wie man den Buchsbaumzünsler erfolgreich bekämpft.
Aber womit soll man nun Beete einfassen? Wie wäre es mit einer Umrandung, die nicht einmal den Versuch unternimmt, wie Buchs auszusehen, sondern elegant und zurückhaltend auch mit Farbe und Blüten aufwartet?
Purpurglöckchen (botanisch Heuchera) sind elegante Stauden, die eher mit ihren Blättern als mit ihren Blüten punkten. Es gibt sie mit grünen, gelben und roten sowie silbrig-grünem Laub. Die Blüten sind eher filigran und stören die Wirkung der Bepflanzung innerhalb der Einfassung nicht. Purpurglöckchen möchten vorzugsweise halbschattig gepflanzt werden.
Immergrüner Gamander (Teucrium x lucidrys) rückt, seitdem der Buchsbaum zum Problemfall wurde, immer mehr in den Fokus. Der sehr insektenfreundliche Halbstrauch kann sehr gut mit Trockenheit und Sonne umgehen. Immergrüner Gamander ist sehr schnittverträglich und eignet sich für kleine Hecken. Die Pflanze ist robust und unkompliziert und behält das Laub das ganze Jahr.
Kleinblütige Bergminze (Calamintha nepeta) ist weniger formal als der Immergrüne Gamander, aber ebenfalls gut zur Einfassung von Wegen oder Beeten an sonnigem Ort geeignet. An Insektenfreundlichkeit ist diese robuste Staude nicht zu überbieten. Sie hat eine sehr lange Blütezeit und duftet aromatisch nach Minze.
Kommen wir noch zu einem wahren Alleskönner: Storchschnabel (Geranium) und da besonders der Balkan-Storchschnabel (Geranium maccrhorizum) ist sehr gut geeignet, um Flächen voneinander abzugrenzen. Er ist robust, wächst an verschiedenen Standorten und kann einfach in Form geschnitten oder sogar gemäht werden. Auch diese unkomplizierte Staude eignet sich gut, um Beete einzufassen. Und sie kann sogar Giersch unterdrücken.
Wollziest (Stachys byzantina) ist ein ausgesprochen hübscher Bodendecker. Die Staude hat silbrige, weiche Blätter, die sie auch im Winter behält und erst zum Austrieb der neuen Blätter zum Frühjahr verliert. Wollziest schätzt sonnige Standorte, an denen sich das Wasser nicht stauen darf. Wie alle Pflanzen mit grauem Laub kommt er bestens mit Trockenheit zurecht und ist auch ein Kandidat für Steingärten. Mit der Staude, die sich leicht teilen und somit vermehren und verpflanzen lässt, kann man Beete, die in der Sonne liegen, sehr gut einfassen.
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