Gewässer-Clean-Up Müll im Wasser – was in Emden alles herumtreibt
Beim nächsten Emder Gewässer-Clean-Up rücken wieder Freiwillige aus, um tonnenweise Müll aus dem Wasser der Stadt zu fischen. Was wohl dieses Mal alles ans Licht kommt?
Emden - Fernseher, Autoreifen, ganze Möbelstücke, Einkaufwagen oder auch ein Motorradhelm: Die Liste der Gegenstände, die beim Emder Gewässer-Clean-Up schon aus dem Wasser gefischt wurden, ist nicht nur lang, sondern auch kurios. Seit drei Jahren schon setzen sich Alfred Kieselbach und Ingo Weber von der Bürgerinitiative „Ja zu Janssens Tuun“ für eine saubere Umwelt mit der Aktion für die Umwelt ein.
Was als spontane Idee entstand, hat sich zu einer regelmäßigen Veranstaltung entwickelt, die inzwischen zweimal im Jahr ihren festen Platz im Terminkalender hat. Unterstützt wird die Aktion vom Bezirksfischereiverband Ostfriesland (BVO), der unter anderem ein Schwimmponton bereitstellt, um größere Fundstücke aus dem Wasser zu bergen.
Wann und wo findet das nächste Clean-Up statt?
Die nächste Aktion beginnt am Sonntag, 23. März 2025, um 10 Uhr an der Paddel- und Pedal-Station Emden, Am Marienwehrster Zwinger 13. Jeder, der mitmachen möchte, kann sich anschließen. Inzwischen beteiligen sich auch viele Emder Vereine ganz selbstverständlich an der inzwischen siebten Aktion dieser Art. Rund 100 Teilnehmer waren beim letzten Mal dabei, um von Booten, Kanus und Kajaks, aber auch zu Fuß entlang der Böschungen die Emder Kanäle zu säubern.
Warum ist das Clean-Up so wichtig?
„Die Teilnahme an der Aktion bietet nicht nur die Möglichkeit, aktiv zum Umweltschutz beizutragen, sondern auch die Emder Wasserwege von Unrat zu befreien und somit die Lebensqualität in der Stadt zu verbessern“, sagt Alfred Kieselbach, der die Aktion zur Coronazeit ins Leben gerufen hat. Seinerzeit gab es besonders viel Müll, den es einzusammeln galt. Pandemiebedingt waren viele Müllsammelaktionen ausgefallen.
Vielerorts wurde das zu einem Problem. Vor allem auch Masken landeten auf Gehwegen, im Gebüsch oder auch in Gewässern. Alfred Kieselbach wollte das nicht länger hinnehmen. Der Emder plante auf eigene Initiative eine erste Müllsammelaktion auf dem Wasser mit Booten – ohne Ansteckungsgefahr und damit coronakonform. Inzwischen spielt die Ansteckungsgefahr keine große Rolle mehr. Die Notwendigkeit, die Emder Gewässer zu reinigen, ist aber geblieben. Vor allem viele Beutel mit Hundekot sammeln die Helfer entlang der Böschungsbereiche immer wieder ein. Das sei besonders ärgerlich, so Kieselbach, der kein Verständnis für solch ein Verhalten zeigt.
Wer kann mitmachen?
Alle, die Lust haben, einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten, sind willkommen – egal, ob Einzelpersonen, Familien, Schulklassen oder Vereine. Die Organisatoren stellen in der Regel Ausrüstung bereit, sodass auch spontane Helfer mit anpacken können. Sinnvoll ist es, wetterfeste Kleidung und feste Schuhe anzuziehen.
Wer möchte, kann auch eigene Handschuhe und eine Greifzange sowie Müllsäcke und Eimer mitbringen. Gute Laune und Motivation wären ebenfalls hilfreich, sagt Alfred Kieselbach. Für alle, die mit anpacken, gibt es gegen Mittag Gegrilltes. Kieselbach ist sich sicher, dass der Container, in dem der gesammelte Müll gekippt wird, schnell gefüllt sein wird.