Feier mit viel Prominenz Ostfrieslands Arbeitgeber verabschieden Johann Doden in den Ruhestand
Mehr als 20 Jahre hat er sich um den Arbeitgeberverband verdient gemacht. Nun hört Johann Doden auf – und verkündet seinen Rückzug auf einer großen Feier in Emden.
Ostfriesland/Papenburg - Der Arbeitgeberverband für Ostfriesland und Papenburg hat am Freitagabend, 28. Februar 2025, seinen Hauptgeschäftsführer Johann Doden in den Ruhestand verabschiedet. Doden nutzte die 75-Jahr-Feier des Verbands in Emden, um vor den Kollegen sowie Vertretern aus Politik und Wirtschaft nun auch offiziell seinen Rückzug zu verkünden. Sein bisheriger Stellvertreter Jörg Thoma übernimmt die Position des Hauptgeschäftsführers.
„Das ist eine Zäsur“, sagte Frank Wessels, Vorsitzender des ostfriesischen Arbeitgeberverbands, vor gut 120 geladenen Gästen in der Johannes a Lasco Bibliothek. Und an Doden gerichtet: „Es gibt wohl niemanden, der sich um den Verband so verdient gemacht hat wie du. Uns vereint unsere Freundschaft. Das bleibt.“
Sorge um die Zukunft der ostfriesischen Wirtschaft
Wessels und Doden sind seit der Schulzeit enge Freunde. Im Interview mit unserer Zeitung erzählt Doden (Jahrgang 1959) von diesen alten Tagen und was ihn bewogen hat, als Jurist in die Verbandsarbeit einzusteigen. Von 1992 bis 1999 war er Geschäftsführer des Verbandes und nach einem zwölfjährigen Ausflug zur Bünting-Gruppe seit 2011 Hauptgeschäftsführer – macht unterm Strich 21 Jahre als Lobbyarbeiter der Unternehmer in Ostfriesland und Papenburg.
Und Doden wäre nicht Doden, wenn er nicht noch an seinem letzten Arbeitstag einen Appell an Politik und Wirtschaft loslassen würde. „Wir haben in den zurückliegenden zwei bis drei Jahren unheimlich viele Arbeitsplätze verloren“, bilanziert er im Interview. Man müsse sich wieder mit Insolvenzen beschäftigen, mit betriebsbedingten Kündigungen, mit Kurzarbeit. „Wenn diese Themen verstärkt an uns als Arbeitgeberverband herangetragen werden, dann müssen wir sagen: Achtung, da brennt was an in Ostfriesland!“ Hauptthemen am Rande des Festakts in Emden waren in der Tat die geopolitische Zukunft, die konjunkturelle Lage in Deutschland, die angespannte finanzielle Situation der ostfriesischen Kommunen und nicht zuletzt die Herausforderungen, die auf den Mittelstand sowie VW Emden und die Meyer Werft zukommen.