Kandidaten im Wahlkreis Aurich-Emden  Johann Erdwiens fordert andere Verteilung des Reichtums

| 18.02.2025 17:28 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Johann Erdwiens wohnt in Südbrookmerland und kandidiert für den Bundestag.
Johann Erdwiens wohnt in Südbrookmerland und kandidiert für den Bundestag.
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Sieben Männer bewerben sich bei der Bundestagswahl um das Direktmandat im Wahlkreis 24 Aurich-Emden. Sie beantworten dieser Zeitung drei Fragen. Heute: Johann Erdwiens, Die Linke.

Südbrookmerland - Johann Erdwiens möchte für die Linke in den Bundestag einziehen. Der 47-Jährige kandidiert im Wahlkreis 24 Aurich-Emden.

Das bin ich

Ich bin 47 Jahre alt, alleinerziehend, habe zwei Kinder und wohne in Südbrookmerland. Ich bin ausgebildeter Zimmermann und seit sieben Jahren Elternvertreter.

Seit 2006 bin ich in der Erwerbslosenarbeit und -beratung aktiv. Ich habe mich zum Berater für SGB II (Hartz IV/Bürgergeld), SGB III und SGB XII, Wohngeld und für Leistungen nach Bildung & Teilhabe schulen lassen und bin Vorsitzender der Arbeitsloseninitiative Aurich.

Ich bin seit 2012 Ratsherr des Gemeinderats Südbrookmerland für Die Linke. Ich lasse mein sozialpolitisches Engagement in die Kommunalpolitik einfließen. Gleiches gilt für mein seit zehn Jahren andauerndes Engagement im Kreisvorstand der Linken. Wir brauchen mehr Stimmen für soziale Gerechtigkeit und den fortschreitenden Sozialabbau der SPD, CDU, FDP, Grünen und besonders der AfD oder der Freien Wähler.

So kam ich in die Politik

Ich bin seit meiner Jugend politisch aktiv. Zuerst als Jugendgruppenleiter in der kirchlichen Jugendarbeit. Wir haben viele Aktivitäten organisiert und an Friedensdemos teilgenommen.

Der Schlüsselmoment für mein linkes Engagement war die Diskussion um die Einführung von Hartz IV. Damit demontierte die SPD-geführte Regierung mit Unterstützung der Grünen, FDP und CDU das Sozialsystem in Deutschland. Armut nach Gesetz bekämpfe ich bis heute mit der Erwerbslosenarbeit und mit meiner Partei, die als einzige Bundestagspartei immer für eine andere Verteilung des Reichtums und für soziale Gerechtigkeit eingestanden ist. Heute hat sie hier ein Alleinstellungsmerkmal, da sich auch SPD und Grüne von sozialer Politik verabschiedet haben.

Darüber hinaus ist Die Linke die Partei, die wie keine andere für Frieden und Diplomatie statt Krieg eintritt.

Dafür stehe ich

Mein Ziel ist es, den Armen und dem von Armut bedrohten Mittelstand Gehör zu verschaffen, deren Gehalt kaum noch zum Leben reicht. Auch den Rentnern, die oftmals trotz ihrer Lebensleistung gezwungen werden, zur Tafel zu gehen. Warum haben wir nicht das gleiche Rentensystem wie Österreich? Wir können uns die Reichen nicht mehr leisten! Dem andauernden Rechtsruck mit der in Teilen faschistischen AfD müssen echte Alternativen entgegengesetzt werden. Den Überbietungswettbewerb im Teilen von rechten Positionen von SPD, Grünen, CDU, FDP und BSW machen wir nicht mit! Wohnen muss wieder bezahlbar werden, die Reichen müssen steuerlich zur Kasse gebeten werden, und wir brauchen endlich Mut zum Frieden, denn Kriege töten. Ohne Die Linke im Bundestag wird der Weg frei für den weiteren Rechtsruck mit dem Abbau von Grundrechten, Krieg und für den sozialen Raubbau.

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