OHV verliert vor 2200 Zuschauern Aurichs Kevin Wendlandt musste mit einem Turban spielen
Beim Tabellenzweiten TV Emsdetten unterlag der ostfriesische Drittligist mit 31:35. Dabei hatten zwei Spieler nach dem Wechsel ein Handicap, ein weiterer musste vorzeitig vom Feld.
Emsdetten - Eine am Ende doch klare 31:35-Niederlage mussten die Handballspieler des OHV Aurich am Sonntagabend, 16. Februar, in der 3. Liga, Staffel Nord-West, beim Tabellenzweiten TV Emsdetten einstecken. Zur Pause führten die Gastgeber vor 2200 Zuschauern in der ausverkauften Emshalle mit 19:17.
Dabei hatten sich die Auricher im ersten Abschnitt nach einem Sechs-Tore-Rückstand auf ein 13:13-Unentschieden herangekämpft, konnten das spielerische Niveau aber nicht über die gesamte Distanz halten. Trotz der Niederlage bleiben die Ostfriesen auf dem sechsten Tabellenplatz, am nächsten Sonntag um 17 Uhr tritt der Tabellenerste HC Eintracht Hildesheim in der Auricher Sparkassen-Arena. „Wir haben insgesamt verdient verloren, der TV Emsdetten war etwas stärker als wir. Wir hätten aber ein besseres Ergebnis erzielen können, haben allerdings im Angriff zu viele Fehler gemacht“, kommentierte Aurichs Teammanager Ewald Meyer.
Von 4:10 auf 13:13
Erst nach knapp 15 Minuten fand der OHV richtig in die Partie. Emsdetten schien bis dahin nach dem 2:2 Ausgleich durch Nerdin Vunic (3.) auf und davon zu ziehen und legte bis zur zwölften Spielminute eine 10:4-Führung vor, obwohl Marten Jungvogel im Auricher Tor bis dahin schon zweimal erfolgreich pariert hatte. Doch nach der Auszeit von Trainer Sven Suton lief es bei den Gästen besser, sie holten Treffer um Treffer auf, und Jungvogel hielt, was zu halten war. In der 22. Minute verkürzte zunächst Nerdin Vunic auf 12:13, bevor Robin Leunissen mit dem 13. Gästetor der zwischenzeitliche Ausgleich zum 13:13 gelang. Danach scheiterten Hennig Stoehr und Vunic jeweils am Emsdettener Schlussmann, Mladen Boskovic traf nur den Pfosten, und Evgeny Vorontsov musste für zwei Minuten vom Feld. Die Gastgeber nutzten ihre Torgelegenheiten konsequent und gingen beim 19:17 mit einem Zwei Tore-Vorsprung in die Pause.
OHV: Jungvogel, Kuksa; Vunic (7 Tore), Wendlandt (2), Borke (n. e.), Boskovic (1), Rämhed (2, davon 1 Siebenmeter), Dannehl (n.e.). Vorontsov (3), H. Stoehr (2), Engelbarts, Braun (2), Hertlein (1), Polishchuk (n.e.), Leunissen (6), Mihaljevic (5).
Spielfilm: 10:4 (12.), 13:13 (22.), 19:17 (30.), 28:22 (41.), 32:25 (49.), 35:31.
Zeitstrafen: TVE (6), OHV (4). Rote Karte: TVE (1), OHV (1).
Siebenmeter: TVE 1/1 verwandelt, OHV 2/1.Statistik
Nach dem Wechsel hütete zunächst Edgars Kuksa das Auricher Gehäuse. Doch trotz seiner Paraden geriet der OHV ins Hintertreffen. Noch einmal auf 21:22 brachte Robin Leunissen seine Mannschaft heran, dann musste Jannes Hertlein nach einer unglücklichen Abwehraktion mit Roter Karte vom Feld.
Damit war die Auricher Deckung erheblich geschwächt. Die Gastgeber nutzten das Fehlen des großen Abwehrstrategen und bauten ihren Vorsprung weiter aus. Dabei ging es auf beiden Seiten richtig zur Sache, Kevin Wendlandt trug fast den gesamten zweiten Abschnitt einen Turban ähnlichen Verband um den Kopf, und auch Henning Stoehr humpelte vom Feld, kam aber nachher noch einmal wieder. In den letzten Minuten hielt Marten Jungvogel gleich insgesamt viermal, konnte aber die 31:35-Niederlage nicht verhindern.