Für die Ehre  100 Jahre alte Technik im Ehrenamt

Manuel Goldenstein
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Eine Kolumne von Manuel Goldenstein
| 08.02.2025 07:32 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Manuel Goldenstein.
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Vieles hat sich beim Brandschutz in den vergangenen 100 Jahren geändert. Aber manches auch nicht, hat unser Kolumnist festgestellt.

Vor 100 Jahren war das Leben in Europa und insbesondere in Deutschland geprägt von den Nachwirkungen des Ersten Weltkrieges. Trotz aller Widrigkeiten blühte das Ehrenamt, insbesondere in der Feuerwehr, in dieser Zeit auf. Die Freiwillige Feuerwehr spielte eine grundlegende Rolle beim Schutz der Bevölkerung und beim Aufbau einer starken Gemeinschaft.

Die Freiwillige Feuerwehr hat sich seit ihrer Gründung stetig weiterentwickelt. Bereits vor einem Jahrhundert war sie nicht nur zur Brandbekämpfung unterwegs. Es war hier bereits eine Truppe, die auch in allen anderen Lagen mit anpackte, in denen Menschen in Not geraten waren.

Im Vergleich zu 1925 hat sich das Umfeld und die Technik der Feuerwehr stark verändert. Damals waren Pferdekutschen und einfache Handpumpen die Mittel der Wahl, während heute modernste Löschfahrzeuge und High-Tech zur Verfügung stehen. Doch der unerschütterliche Wille, anderen zu helfen und die Bevölkerung zu schützen ist gleichgeblieben.

Der kalte Februar steht sinnbildlich für die Herausforderungen, denen sich die Feuerwehren stellen müssen. Brände, die durch Heizöfen oder Kerzen verursacht wurden, waren damals wie heute eine Gefahr. Vor 100 Jahren kam es jedoch zu deutlich mehr Bränden durch offenes Licht, denn es gab keine Alternativen. Zudem waren Brand hemmende Baumaterialien nicht sehr verbreitet und Rauchmelder waren noch etwa 75 Jahre entfernt.

Auf uns heute skurril wirkende Bilder aus der Zeit zeigen, wie engagiert man damals bereits war, um den Fortschritt in der Brandbekämpfung und Menschenrettung zu fördern. Ohne die Pioniere der modernen Brandbekämpfung würden wir heute vielleicht noch mit Handpumpen arbeiten.

Moment! Das tun wir tatsächlich manchmal noch. Wer es wissen will, der muss es sich ansehen kommen in seiner Freiwilligen Feuerwehr. Die Kübelspritze, ein einfaches und fix einsetzbares Gerät für Kleinbrände, welches durch Pumpbewegungen bedient wird. Was vor 100 Jahren also gut war, ist heute nicht schlechter.

Kontakt: kolumne@zgo.de

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