CDU und die Brandmauer Merz zum Nebensatz machen
Der 29. Januar 2025 wird in die deutschen Geschichtsbücher eingehen. CDU und FDP haben ihre Agenda mithilfe von Rassisten und Faschisten durchgesetzt. Aber es ist nicht zu spät, es ist nie zu spät.
Ostfriesland/Berlin - Kurt Tucholsky schrieb vor etwas mehr als 100 Jahren: „Ich resigniere. Ich kämpfe weiter, aber ich resigniere.“ Viele dürften dieses Gefühl gerade nachvollziehen können. Die CDU hat am 29. Januar 2025 nicht nur die Brandmauer zu den Faschisten und Rassisten der AfD eingerissen. Die CDU unter Friedrich Merz hat, zusammen mit der FDP, gezeigt, dass ihr Populismus und Machthunger wichtiger sind als die tatsächliche Lösung von Herausforderungen. Die einzigen, die von diesem Tabubruch profitieren werden, sind die, die schon nach der Abstimmung zum Fünf-Punkte-Plan gejubelt haben: die AfDler. Wie stark Merz für diesen Egoismus später in Geschichtsbüchern abgehandelt wird, liegt aber nicht an ihm. Es liegt an uns. Die Gesellschaft hat es weiterhin in der Hand, aus dem Abend des 29. Januar 2025 einen Absatz, einen Nebensatz statt ein ganzes Kapitel zu machen.
Es ist nicht zu spät. Es ist nie zu spät gegen Menschenfeindlichkeit, Populismus, Rassismus und geschichtsvergessene Dummheit anzutreten. Die Brandmauer im Parlament mag bröckeln, aber das wahre Bollwerk, das sind wir. Nennt es, wie ihr wollt: „Keinen Millimeter nach rechts“, „Nie wieder ist jetzt“, „Wir sind mehr“ oder „Siamo tutti antifascisti“ (Wir sind alles Antifaschisten). Stärkt die demokratischen Parteien, macht euch laut, engagiert euch, informiert euch. Unsere Demokratie ist wehrhaft, wenn wir Bürger es sind.
Und noch ein Wort an die CDU’ler, die das Vorgehen von Merz so vehement verteidigen: Nehmt euch ein Beispiel an der einzigen Nein-Stimme der CDU im Bundestag: Antje Tillmann. Wehrt auch ihr euch!