Davos Welt im Umbruch: Das sind die größten globalen Risiken der nächsten Jahre
Extreme Wetterereignisse, Kriege und die wachsende Gefahr durch Fehlinformation und Cyberangriffe: Der Global Risk Report 2025 zeichnet ein düsteres Bild der Zukunft. Doch die Herausforderungen, vor denen die Welt steht, reichen noch viel weiter, zeigt eine neue Grafik.
Ob Klimakrise mit Hitzerekorden und schweren Stürmen, Desinformation, Cyberangriffe oder geopolitische Konflikte: Laut Experten sind dies realistische Szenarien für die nächsten Jahre. Der Global Risk Report 2025 zeigt auf, wie verwundbar die Welt bereits heute ist – und was uns noch bevorsteht.
Die zehn größten globalen Risiken, die laut Experten in den nächsten zwei bis zehn Jahren auf uns zukommen, zeigt eine Grafik von Statista, die sich auf Daten des Global Risk Reports bezieht.
Das größte Risiko der kommenden Jahre stellt die zunehmende Verbreitung von Fehlinformationen und gezielter Desinformation dar, die bereits zum zweiten Mal in Folge als das bedeutendste globale Risiko eingestuft wurde.
Experten betonen in dem Report, dass durch den verstärkten Einsatz von künstlicher Intelligenz Inhalte wie Deepfake-Videos, gefälschte Texte und manipulierte Bilder immer schwieriger von Fakten zu unterscheiden sind. Bis 2035 sollen die negativen Folgen der KI-Technologien deutlich zu spüren sein.
Insbesondere staatliche Akteure würden in manchen Ländern gezielt Desinformationen verbreiten. So sind in Amerika nach Donald Trumps Wiederwahl vermehrt Diskussionen aufgekommen, ob die Aussagen, die der US-Präsident getätigt hat, wirklich der Wahrheit entsprochen haben. Mehrfach hat sich bestätigt, dass Trump bei diversen Auftritten, darunter bei seiner Amtseinführung, Fehlinformationen verbreitet hat.
Desinformationen sollen auch in Zukunft einen hohen Stellenwert bei den globalen Risiken haben, genauso wie die wachsende Gefahr vor Cyberangriffen und digitaler Kriegsführung, die in den nächsten zwei Jahren im Ranking Platz 5 und in den nächsten zehn Jahren Platz 9 einnehmen.
Extreme Wetterereignisse rangieren auf Platz 2 der kurzfristigen Risiken. Im Verlauf der nächsten zehn Jahre soll die Bedrohung sogar noch weiter zunehmen. Klimabedingte Katastrophen sind laut Global Risk Report nicht mehr nur reine Zukunftsszenarien. Es drohen weitere Stürme, Hitzerekorde, Dürren und Waldbrände wie jüngst in Amerika.
Der Global Risk Report identifiziert Umweltkrisen als die vier größten globalen Risiken der nächsten Dekade. An erster Stelle stehen extreme Wetterereignisse, gefolgt von dem Verlust der Biodiversität und dem Kollaps ganzer Ökosysteme.
Kritische Veränderungen in den Erdsystemen, dazu zählen der Anstieg des Meeresspiegels oder der „Point of no Return“, wenn sich das Fortschreiten des Klimawandels nicht mehr aufhalten lässt, belegen den dritten Platz im Ranking. An vierter Stelle steht die Knappheit natürlicher Ressourcen. Zu den kurz- und langfristigen Gefahren zählt außerdem die Umwelverschmutzung.
Der Global Risk Report prognostiziert, dass die Eskalation zwischenstaatlicher bewaffneter Konflikte in den nächsten zwei Jahren eine bedeutende Herausforderung darstellen wird. Bereits bestehende Konflikte, wie der Ukraine-Krieg und der Nahost-Konflikt, würden das Ranking schon jetzt erheblich beeinflussen.
Lesen Sie zum Thema diesen Kommentar aus unserer Redaktion:
Globale Ungleichheit und gesellschaftliche Polarisierung gehören zu den zehn schwerwiegendsten Risiken bis 2035. Soziale Differenzierung und Meinungsunterschiede in der Bevölkerung sollen sich laut Report weiter verstärken und das Risiko von Unruhen und politischer Instabilität erhöhen. Ein weiteres zentrales Problem stellt die wachsende soziale Ungleichheit dar.
Auch Migration und die Verletzung von Menschenrechten sollen in den nächsten Jahren an Bedeutung gewinnen – doch sie spielen bereits jetzt in den aktuellen politischen Debatten eine wichtige Rolle. So wird gerade in Deutschland die Diskussion darüber geführt, die Migrationspolitik deutlich zu verschärfen.