941 Teilnehmer Der 44. Emder Silvesterlauf wurde zu einem Rekordlauf
Mehr als 1000 Anmeldungen und etwas weniger Finisher - diese Zahlen gab es noch nie. Tammo Oldigs krönte sein Laufjahr. Es gab noch weitere strahlende Siegerinnen und Sieger – sogar aus Wolfsburg.
Emden - Tammo Oldigs vom SV Concordia Ihrhove ist der erfolgreichste ostfriesische Läufer des Jahres 2024. Nach seinen überlegenen ersten Plätzen im Frühjahr beim Ossiloop von Bensersiel nach Leer und den Stadtmeisterschaften im Sommer in Leer sowie den sehr guten Zeiten im Herbst beim Halbmarathon in Oldenburg (1:12:10 Std.) und beim Berliner Marathon (2:29:32 Std.) gewann er die lange Distanz des Emder Silvesterlaufs 2024 am Dienstag über 11,5 Kilometer in überlegener Manier in 36:47 Minuten. Damit war er fast vier Minuten schneller als die Verfolger Ingo Janssen (2. Emder LG, 40:20) und Matthias Heinken (Raiffeisen-Volksbank eG, 40:22).
Oldigs siegte bei einem Rekordlauf. Denn 941 Läuferinnen und Läufer erreichten das Ziel. „So viele hatten wir noch nie. Die bisherige Bestmarke waren 901 Finisher“, freute sich Michael Janssen, der Veranstalter des 44. Emder Silvesterlaufs. Und auch die Zahl der Anmeldungen sorgte mit 1054 für eine neue Bestmarke. „Jedes Jahr müssen Starter aus beruflichen oder privaten Gründen passen“, erklärt Janssen die Differenz zu den 941 Finishern, die für ihre Anstrengungen mit einem überwältigen Empfang von mehreren Hundert Zuschauern im Zielbereich belohnt wurden.
Das sagt Tammo Oldigs
„Auf den ersten drei bis vier Kilometern hatten wir mit starkem Gegenwind zu kämpfen, danach war es am Hafen entlang recht einsam, dafür wurden wir im Zielbereich mit den vielen Zuschauern entschädigt“, freute sich der Sieger, der beim Silvesterlauf 2023 bereits die kurze Strecke des Emder Silvesterlaufs für sich entschieden hatte. „Tammo war schnell weg, den haben wir ziehen lassen, bis zur großen Seeschleuse hieß es: Körner sparen! Danach haben wir das Tempo forciert und sind fokussiert geblieben, das war ‚Mann gegen die Strecke!‘“, berichtete Ingo Janssen, der auf den letzten Metern noch seinen Sohn an die Hand nahm und ganz knapp vor seinem Mitläufer Matthias Heinken den Zielstrich überquerte. Heinken war glücklich, das Ziel überhaupt erreicht zu haben, denn im letzten Jahr musste er wegen einer Verletzung nach 9,5 Kilometern aufgeben.
Auch die schnellste Frau über die lange Distanz, Jule Charlotte Foelkel von der LG Göttingen, hatte wie Tammo Oldigs beim Silvesterlauf 2023 die kurze Strecke absolviert. Für das Problem gegen den starken Wind auf dem Hinweg hatte sie eine Lösung gefunden: „Ich habe einen netten Herrn vor mir gehabt, der hat mir den Windschatten gegeben. Auf dem Rückweg hat uns dann der Wind ins Ziel geschoben.“ Das erreichte sie in 48:01 Minuten, Zweite wurde Marina Wentzlaff vom SV Brackwede (50:39) vor Hilke Decker (MTV Aurich, 51:55). „Der Wind war zermürbend“, fand die Zweitplatzierte.
Wolfsburger Doppelsieg
Der erste Sieger des diesjährigen Emder Silvesterlaufs war Ronny Barttels vom VfL Wolfsburg, der die Distanz über fünf Kilometer überlegen in 15:55 Minuten gewann. „Ich bin absolut zufrieden, das war heute ein ziemlich dichtes Feld auf gutem Niveau“, lobte er seine Konkurrenz. Eine Zeit unter 16 Minuten hatte Markus Eden (TV Norden/VfB Münkeboe) sich vorgenommen, das gelang nicht ganz. Er wurde mit 16:30 Minuten Zweiter vor Rouven-Manuel Miege von der Emder LG (16:55). „Das war ein guter Jahresabschluss!“, meinte der Emder.
Unter 20 Minuten blieben in der Frauenkonkurrenz nur Rebekka Gerdes vom VfL Wolfsburg (19:12) und Ruth Schädlich vom SV Neptun Emden (19:39), die froh war, bei diesem Wetter nur fünf Kilometer laufen zu müssen. Rebekka Gerdes hatte zum ersten Mal nach einem Wadenbeinbruch wieder einen Wettkampf gewagt: „Das ging schon ganz gut, ich hätte noch schneller laufen können.“ Dritte wurde Leigh Knaap vom MTV Aurich Triathlon in 21:10) Minuten„Es hat Spaß gemacht wie jedes Jahr“, so Knaap.