Stimmung beim Aurich-Cup  SuS Steenfelde bringt die Sparkassen-Arena zum Beben

| | 26.12.2024 16:52 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Der Steenfelder Anhang durfte sieben Tore ihrer Mannschaft und das Weiterkommen bejubeln. Fotos: Doden, Emden
Der Steenfelder Anhang durfte sieben Tore ihrer Mannschaft und das Weiterkommen bejubeln. Fotos: Doden, Emden
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Der Fußball-B-Klassist hat sich zu Weihnachten mit dem Weiterkommen beim Aurich-Cup selbst beschenkt. Ein riesiges Fanutensil kam erstmals zum Einsatz. Der neue Steenfelde-Coach hielt sich zurück.

Aurich - Blau-gelbe Fahnen schwenken, Trommeln und Schlachtrufe erklingen: Der SV SuS Steenfelde hat am Montag beim Aurich-Cup in der Sparkassen-Arena gewaltig für Stimmung gesorgt.

Nicht nur der Anhang begeisterte, auch die Mannschaft. Vor allem dank Jordan David Hüsgen, der die ersten vier Treffer seiner Mannschaft erzielte, qualifizierte sich der Fußball-B-Klassist sogar für die Zwischenrunde des Mega-Turniers.

Jordan David Hüsgen war der überragende Akteur bei Steenfelde. Er erzielte die ersten vier SuS-Treffer.
Jordan David Hüsgen war der überragende Akteur bei Steenfelde. Er erzielte die ersten vier SuS-Treffer.

Einlass-Stopp war ein Thema

Der Abend des 23. Dezembers in der Sparkassen-Arena war so gut besucht, dass die Verantwortlichen zwischenzeitlich sogar einen Einlassstopp in Erwägung zogen. „2000 Zuschauer, ausverkauft“, vermeldete Stefan Wilts, Geschäftsführer der SpVg Aurich und Turnierorganisator.

Das hat es beim Aurich-Cup in der Sparkassen-Arena noch nie gegeben. Früher, als das XXL-Turnier noch in der wesentlich weniger Zuschauer zulassenden IGS-Halle ausgetragen wurde, war das lediglich mal vorgekommen.

Wilke Zierden sorgte mit Megafon für Stimmung und motivierte den SuS-Anhang.
Wilke Zierden sorgte mit Megafon für Stimmung und motivierte den SuS-Anhang.

Neuer SuS-Coach als stiller Zuschauer

Die meisten Anhänger hatte wie erwartet SuS Steenfelde mit dabei. Der Klub setzte zwei Busse ein. „Ein paar sind auch privat gefahren. Ich tippe, dass so 130 Steenfelder dabei sind“, sagte Wilke Zierden, der SuS als Influencer gemeinsam mit Udo Tesch überregional bekannt gemacht hat. Im Karo-Hemd und mit Megafon in der Hand heizte Zierden die Stimmung ordentlich an. Skandiert wurde unter anderem „Hurra, hurra, das ganze Dorf ist da“ und „Ost-Ost-Ostfriesland“.

Nicht im „SuS-Ultrablock“, sondern im Block daneben verfolgte Steenfeldes neuer Trainer Wolfgang Behrends als stiller Beobachter, was seine Mannschaft auf dem Kunstrasen mit Bande zustande brachte. Der Ex-Coach der SG Westoverledingen übernimmt jetzt in der Winterpause den Trainerposten für Torben Kopruch, der dem Trainerteam in zweiter Reihe erhalten bleibt.

SuS Steenfelde sorgte für Stimmung, mit kleinen Fahnen, aber auch mit dieser Blockfahne.
SuS Steenfelde sorgte für Stimmung, mit kleinen Fahnen, aber auch mit dieser Blockfahne.

Doppelpacks von Krause und Hüsgen

Besonders Eindruck machten die Steenfelder Fans mit einer XXL-Blockfahne, die erstmals zum Einsatz kam. „Achtmal acht Meter“, sagte Zierden. Zu Beginn der Steenfelde-Spiele bedeckte die blau-gelbe Fahne den kompletten SuS-Block. Als die Anhänger noch mit dem Zusammenrollen beschäftigt waren, kassierte ihre Mannschaft auch schon den ersten Gegentreffer. Fabian Krause erzielte nach zehn Sekunden das 1:0 für den A-Klassisten SV Nortmoor – und drei Sekunden vor Schluss auch den 2:2-Endstand. Zwischenzeitlich hatte der 22-jährige Jordan David Hüsgen die Partie gedreht. Nach seinen beiden Toren jubelte er ausgelassen Richtung SuS-Block und ließ sich feiern. „Letztes Jahr haben wir beim Aurich-Cup insgesamt nur ein Tor bejubeln dürfen, jetzt sogar schon zwei“, freute sich Wilke Zierden nach dem ersten SuS-Spiel.

Der Steenfelder Anhang bekam auch in Spiel zwei (4:0 gegen TuS Weene II) und drei (1:1) Grund zum Jubeln. Sogar der Gruppensieg war nahe. Doch den sicherte sich Nortmoor dank eines 6:0-Kantersieges im letzten Gruppenspiel gegen Weene II. Drei Mannschaften der Gruppe 3 hatten letztendlich fünf Punkte. Der SV Leezdorf, dessen Unterstützer gelegentlich auch mit Schlachtrufen, Trommeln und Tröten zu hören waren, wurde aufgrund der schlechtesten Tordifferenz (8:7 Tore) Dritter und schied damit aus.

Arena leert sich schon vor Turnierende

Nachdem Steenfelde alle drei Spiele gespielt hatte, wurde nicht nur der der SuS-Block schlagartig leer. Auch einige andere Zuschauer sahen sich nicht mehr die letzten Partien des Turniertages an. Offenbar wollten sie nicht erst am Heiligen Abend wieder zu Hause sein.

Als um Mitternacht noch das Spiel zwischen dem TuS Middels und SV Wallinghausen lief, waren nicht einmal mehr 20 Prozent der Plätze in der Sparkassen-Arena besetzt. Die Partie hatte es in sich. 23 Sekunden vor Spielende traf TuS-Torwart Henning Corell (eigentlich auch Stürmer) nach einem kurz ausgeführten Freistoß per Linksschuss zum 2:1-Siegtreffer und rettete den Titelverteidiger damit vor dem Vorrundenaus.

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