„Bauer sucht Frau“  Bauer Heino – Korb von Markus gab’s per Sprachnachricht

Susanne Ullrich
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Von Susanne Ullrich
| 20.12.2024 11:07 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 5 Minuten
Erst hat er Bauer Heino (rechts) abserviert, dann tut es ihm irgendwie auch leid: Hofmann Markus weint im Abschlussgespräch. Foto: RTL
Erst hat er Bauer Heino (rechts) abserviert, dann tut es ihm irgendwie auch leid: Hofmann Markus weint im Abschlussgespräch. Foto: RTL
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Unrühmliches Liebes-Aus im Norden: Kurz nach Drehschluss war das Kennenlernen von Bauer Heino aus Wilhelmshaven und Hofmann Markus zu Ende. Bei Bauer Andre und Hofmann Sweer lief es nicht besser.

Wilhelmshaven/Friesland - Es sah für viele Fernsehzuschauer so gut aus zwischen Bauer Heino und seinem Hofmann Markus: Sie verbrachten eine wunderschöne Woche samt Strandpicknick und ersten Annäherungen zusammen auf dem Hof des Milchbauern am Stadtrand von Wilhelmshaven. Zum Ende gaben sich die beiden bei einem romantischen Picknick am Strand das Versprechen, sich weiterhin besser kennenlernen zu wollen. Doch schon nach dem ersten Wiedersehen war es aus mit dem 50 Jahre alten Landwirt und dem zehn Jahre jüngeren Tierbestatter aus Hessen. Markus war wenige Tage nach Abschluss der Dreharbeiten wieder an die Nordsee gekommen – zum wohl letzten Mal.

Das Paar verbrachte ein verlängertes Wochenende auf dem Hof. Wieder zurück in Hessen machte Markus dann für Heino völlig unerwartet tags darauf Schluss – mit einer Sprachnachricht. Heino hat gar nicht so sehr der Korb gestört, den er damit kassierte, stellt er im Gespräch mit dieser Zeitung klar. „Nur die Art und Weise fand ich respektlos.“ Ähnlich äußerte er sich gegenüber Inka Bause, Moderatorin von „Bauer sucht Frau“. Mit dem großen Finale der 20. Staffel werden am Montag, 23. Dezember 2024, um 20.15 Uhr endlich alle Geheimnisse gelüftet. Der Sender RTL zeigt bei „Bauer sucht Frau – Das große Wiedersehen“ bei welchem Paar aus gegenseitigem Interesse und ersten Schmetterlingen im Bauch mehr geworden ist – oder eben auch nicht. Für Heino war es das erste und auch letzte Wiedersehen mit Markus.

Die schönsten Momente – und woran es scheiterte

Im Interview bei Inka Bause gibt es in der finalen 13. Folge erst die schönsten Momente der Hofwoche – und dann eine letzte Aussprache vor Fernsehkameras. Zur zeitlichen Einordnung nicht unwichtig: Die Hofwoche von Heino und Markus wurde bereits im Juli 2024 gedreht. Das Wiedersehen, das am 23. Dezember ausgestrahlt wird, fand im Oktober statt. Kaum ein Paar, das es nach der Hofwoche miteinander versuchen wollte, war da noch zusammen.

Vor Inka Bause (von rechts) strahlen Andre und Sophie. Doch kurz darauf bezeichnete sie seinen Besuch bei ihr in Hessen nach Abschluss der Dreharbeiten als anstrengend. Foto: RTL
Vor Inka Bause (von rechts) strahlen Andre und Sophie. Doch kurz darauf bezeichnete sie seinen Besuch bei ihr in Hessen nach Abschluss der Dreharbeiten als anstrengend. Foto: RTL

Auch bei Andre aus Friesland und Sophie aus Hessen hatte es nicht gereicht: Nach einem Besuch bei ihr wurde offenbar nur allzu deutlich klar, dass die 25-Jährige noch nicht bereit für etwas Neues ist. Von vornherein war diese Konstellation denkbar schwierig: Andre war in einer früheren Beziehung betrogen worden und Sophies letzter Freund starb vor zwei Jahren. Sophie war alles zu schnell zu eng, sagt sie. Der Besuch von Andre drei Wochen nach Drehschluss sei für sie zu intensiv und anstrengend gewesen. Sie brauche mehr Freiraum.

Keine schmutzige Wäsche waschen

Bauer Heino hingegen zeigte seinem Hofmann Markus schnell, dass er sich mit ihm an seiner Seite wohlfühlte. Markus war da eher zurückhaltend. Mit seinem Brief aber hatte er Heino überzeugt, erinnert der sich im Gespräch mit der Redaktion. „Der Brief war toll.“ Heino sagt, er habe erstmals gegen Mitte der Hofwoche „ein komisches Gefühl“ verspürt – es aber weitgehend ignoriert. Im Nachgang habe er das bereut. „Ich war sauer auf mich: Warum ich da nicht auf mein Bauchgefühl gehört habe, habe ich mich gefragt.“

Bauer Heino hält auf seinem Milchviehbetrieb bei Wilhelmshaven auch Esel. Foto: Ortgies
Bauer Heino hält auf seinem Milchviehbetrieb bei Wilhelmshaven auch Esel. Foto: Ortgies

Obwohl noch immer enttäuscht, sagt er: „Ich möchte keine schmutzige Wäsche waschen.“ Im Interview mit Inka Bause im Oktober habe er es darum vorgezogen, weitgehend zu schweigen. „Ich war sehr angespannt“, verrät er. „Ich hab ihm alles Gute gewünscht – dass er den Partner findet, den er sucht.“ Ganz den Mund halten konnte Bauer Heino aber dann doch nicht: Markus erzählt im Abschlussinterview mit Bause, es sei ihm zu viel gewesen, dass Heino ihm näherkommen wollte, und gibt zu: „Ich war froh, als ich wieder zu Hause war.“ Heino kontert, es habe lediglich die Möglichkeit körperlicher Nähe angesprochen – nicht mehr. „Bevor ich mich jetzt hier als sexsüchtig darstellen lasse, muss ich sagen, wenn ich eine Beziehung eingehe, möchte ich dann doch irgendwann mehr als nur Frühstücken.“ Deutlich entspannter trafen Ponyhofbetreiberin Jennifer und ihr Hofmann, Landwirtschaftsmeister Sweer aus dem Emsland, aufeinander. „Es hat sich leider nicht entwickelt“, sagt Jenny abschließend.

Eine wertvolle Erfahrung

Im Nachgang habe Bauer Heino sich oft gefragt, wie groß das Interesse von Markus an ihm wirklich war, erzählt er in dieser Woche bei einem Besuch auf seinem landwirtschaftlichen Betrieb. Sobald die Kameras aus waren, habe das nämlich spürbar nachgelassen, findet er rückblickend. Nachdem der Bauer so rüde abserviert worden ist, plagten ihn kurzfristig ernsthafte Zweifel: „Ich habe das alles infrage gestellt.“ Dann habe er losgelassen.

Bauer Heino hält allerlei Federvieh. Auch sechs Emus gehören zu seinem eigenen kleinen Streichelzoo. Foto: Ortgies
Bauer Heino hält allerlei Federvieh. Auch sechs Emus gehören zu seinem eigenen kleinen Streichelzoo. Foto: Ortgies

Vor allem ist er total erleichtert. Jetzt ist endlich alles raus: „Ich freue mich, dass ich abschließen kann.“ Die zurückliegenden Monate waren nicht immer leicht für ihn, denn er wusste ja längst, dass die kurze Romanze schnell unter die Räder kam. „Ich bin gespannt, wie mein Umfeld reagiert. Das Schlimme ist: Alle freuen sich, weil wir so ein schönes Paar sind.“ Richtigstellen durfte er das über Monate hinweg nicht. RTL verpflichtet die Teilnehmer der TV-Kuppelshow bis zur Ausstrahlung der finalen Episode zur Verschwiegenheit.

Endlich den passenden Mann finden

Durch „Bauer sucht Frau“ sei er menschlich gewachsen, sagt der Wilhelmshavener. Er habe wunderbare Menschen vor und hinter der Kamera kennengelernt. Mit einigen Bauern und Hofdamen steht Heino im Kontakt, einige hat er bereits besucht. „Der Zusammenhalt ist schön.“ Bauer Heino ist trotz der Liebesenttäuschung, die er mit Markus erlebt hat, dankbar, ein Teil des Formats gewesen zu sein. „Die Erfahrung, das erleben zu dürfen – das ist unfassbar wertvoll.“

Jetzt aber beginnt ein neues Kapitel: Bauer Heino ist nun auch offiziell Single und auf der Suche nach dem passenden Partner an seiner Seite. Wie schon zuvor wünscht er sich einen Mann mit Humor und starken Nerven. Eins aber ist neu im vergleichsweise kurzen Kriterienkatalog: „Die Ehrlichkeit hat mehr Priorität als das andere. Das hat sich geändert.“ Der Mann, der es mit dem 50-Jährigen und seinem bunten Reigen an Tieren aufnehmen möchte, kann sich direkt bei ihm via Instagram (heinobsf) oder Facebook (Heino Bsf) melden. „Das Casting übernehme dann diesmal ich“, verkündet er lachend.

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