Würdigung für Emder Mäzen Bernhard Brahms soll ein Denkmal bekommen
Ein Initiativkreis sammelt Spenden für eine Bronzeskulptur des großzügigen Emders. Die soll der Erschaffer der Delftspucker anfertigen.
Emden - Ihrem unvergessenen Freund und Vertrauten ein Denkmal setzen, das hat sich der Initiativkreis „Skulptur Bernhard Brahms“ zur Aufgabe gemacht. Dem Emder Mäzen, Kunstfreund und Stifter des Glockenspiels für den Rathausturm lag seine Heimatstadt am Herzen. Er förderte deren Kultur und Geschichte. So gehen auch die drei Delftspucker-Skulpturen am Ratsdelft auf sein Bestreben zurück. Nun soll Bernhard Brahms selbst eine besondere Ehrung zuteil werden.
Elke Brüning, Jochen Fiedler, Hans-Jürgen Hinrichs, Friederike Junkhoff, Marten Klose, Manfred Meyer, Marion Meyer und Maj-Britt Wrede möchten eine Bronzeskulptur in Auftrag geben, die den 2019 gestorbenen Bernhard Brahms so zeigt, wie er oft zu sehen war: mit dem Fahrrad unterwegs in der Stadt.
Die Kosten dafür belaufen sich laut einer Mitteilung auf eine Summe im mittleren dreistelligen Bereich und sollen ausschließlich durch Spenden gedeckt werden. Dafür hat die Initiative über den „Bauverein Neue Kirche“ ein Konto eingerichtet, auf das jeder, der zur Verwirklichung der Skulptur beitragen möchte, Geld einzahlen kann. Nach Angaben des Initiativkreises hat Oberbürgermeister Tim Kruithoff die technische Hilfe der Stadt Emden zur Umsetzung des Projektes zugesichert.
Enthüllung für September geplant
Hans-Christian Petersen hat sich bereiterklärt, das Abbild von Brahms zu schaffen. Den Angaben nach kannte er den großzügigen Kunstfreund gut – die von dem Emder initiierten und mitfinanzierten Delftspucker Jan, Joke und Hinni sind das Werk des Objekt-Künstlers aus Esens.
Die Skulptur soll am Schreyers Hoek ihren Platz finden – dort, wo Bernhard Brahms über Jahrzehnte in seiner Penthouse-Wohnung lebte. Enthüllt werden soll die Plastik am 6. September kommenden Jahres, exakt ein Vierteljahrhundert nach der Einweihung des Glockenspiels, für das Brahms seinerzeit den gesamten Erlös aus dem Verkauf seines Elternhauses in Wolthusen gegeben hatte, wie es heißt. Wer für die Skulptur spenden will, kann sich an einen der Initiatoren wenden.