Punkt in Baunatal 32:32 – Siebenmeter rettet dem OHV Aurich ein Remis
Die Drittliga-Handballer des OHV Aurich taten sich beim Tabellenvorletzten Baunatal schwer. Dank einer Energieleistung mit zwei Toren in der letzten Minute sicherten sich die Gäste noch einen Punkt.
Baunatal - Nach einer insgesamt enttäuschenden und schwachen Leistung gelang es den Handballspielern des OHV Aurich im Auswärtsspiel der dritten Liga, Staffel Nord-West, am Samstagabend beim GSV Eintracht Baunatal vor 180 Zuschauern in der Erich-Kästner-Halle in Baunatal durch eine Energieleistung mit zwei Toren in der letzten Spielminute zum 32:32-Endstand wenigstens noch ein Unentschieden zu erreichen. Dadurch verbesserte sich das Team von Trainer Sven Suton sogar noch auf den sechsten Platz der Tabelle.
Dabei hatten die Ostfriesen im zweiten Abschnitt beim 22:18 (40.) und 24:20 (44.) sogar zweimal mit vier Toren geführt, bauten aber den Gegner immer wieder durch Fehlpässe und Fehlwürfe auf. Als die Moderatoren der Gastgeber bei Sportdeutschland TV beim 32:30 für ihren Verein schon von zwei unerwarteten Punkten sprachen, sorgten Kreisläufer Rene Mihaljevic mit dem 31:32 (59:14) und Rostyslav Polishchuk mit einem nach dem Schlusspfiff noch verwandelten Siebenmeter zum 32:32 für einen Zähler auf der Habenseite der Tabelle. „Die Leistung unserer Mannschaft war insgesamt nicht zufriedenstellend. Es gab einfach zu viele technische Fehler, Fehlpässe und Fehlwürfe. Wir sind am Ende glücklich über den einen Punkt“, meinte Aurichs Teammanager Ewald Meyer nach dem Spiel.
Aurichs Polishchuk scheiterte viermal am gegnerischen Torhüter
Fehler über Fehler prägten die Begegnung des Tabellenvorletzten und Abstiegskandidaten Baunatal gegen den OHV Aurich in der ersten Viertelstunde. Dabei gingen beide Kontrahenten von Beginn an ein hohes Tempo. Doch schon nach wenigen Minuten wurde deutlich, dass die Abwehr der Ostfriesen in dem hektischen Beginn zu oft die Übersicht verlor und keine Einstellung zu ihrem Gegner fand. Auch die beiden Auricher Torleute Marten Jungvogel (3 Paraden) und Edgars Kuksa (6 Paraden, darunter 2 gehaltene Siebenmeter) zeigten nur durchschnittliche Leistungen. Fehlpässe und technische Fehler leisteten sich Rene Vunic, Kevin Wendlandt, Rostyslav Polishchuk und Evgeny Vorontsov, zudem warf Axel Rämhed den Ball am gegnerischen Tor vorbei und Polishchuk scheiterte viermal am gegnerischen Schlussmann. Trotz der vielen Unzulänglichkeiten blieben die Gäste fast die gesamten ersten 30 Minuten mit einem oder zwei Toren vorne. Beim Stand von 14:14 wurden die Seiten gewechselt.
Baunatal - Aurich 32:32 (14:14)
OHV Aurich: Jungvogel, Kuksa; Vunic (2 Tore), de Buhr, Wendlandt (6), Borke, Rämhed (8), Dannehl (nicht eingesetzt), Vorontsov (4), H. Stoehr, Engelbarts (n.e.), Braun, Hertlein (3), Polishchuk (7, davon 3 Siebenmeter) Mihaljevic (2).
Spielfilm: 1:3 (3.), 8:10 (19.), 14:14 (30.), 18:18 (36.), 20:24 (44.), 26:28 (52.), 30:28 (56.), 32:30 (59.), 32:32.
Zeitstrafen: Baunatal (3), Aurich (3).
Zuschauer: 180.
Siebenmeter: Baunatal 6 / 4 verwandelt, Aurich 3 / 3 verwandelt.
Nach einem hektischen Start in die zweite Halbzeit – wieder mit Fehlern auf beiden Seiten – schien der OHV Aurich seiner Favoritenrolle gerecht zu werden. Nach dem 18:18-Ausgleich der Gastgeber zog der OHV innerhalb von vier Minuten auf 22:18 davon, bis zum 24:20 (44.) sah alles nach einem Auswärtssieg der Auricher aus. Doch dann glich Baunatal nicht nur aus, sondern ging auch mehrfach mit zwei Toren in Führung, ehe Mihaljevic und Polishchuk mit ihren Treffern in der letzten Minute noch das Remis gelang.