Ostfrieslands Immobilien Sturm und Regen – so schützt man sein Zuhause gegen Schäden
Im Herbst und Winter kommen Stürme und Niederschläge. Wie schützt man sein Zuhause am besten vor Schäden? Einige Punkte sollte man beachten.
Landkreis Leer - Mit der dunklen Jahreszeit kommt das nasse Wetter. Nicht nur Niederschläge, auch Stürme gibt es immer wieder. Und damit Schäden an Immobilien oder anderen teuren Dingen. Damit man nicht am Ende in die Röhre schaut, haben wir zusammengetragen, um was sich Hausbesitzer kümmern sollten, damit sie gut durch Herbst und Winter kommen.
Welche Versicherungen sind bei Wind und Wasser zuständig?
Es gibt einige Schritte, die man unternehmen kann, wenn es um den Versicherungsschutz geht. Zunächst ist wichtig zu wissen, dass es bei Sturm und Wasser gleich um mehrere Versicherungen geht. „Hausrat, Gebäudeversicherung, Haftpflicht, es sind mehrere Versicherungsarten betroffen“, erklärt Signe Foetzki, Sprecherin der Ostfriesischen Landschaftlichen Brandkasse.
Auf was sollte man die Versicherungen nun checken?
Damit man am Ende nicht eine böse Überraschung erlebt, empfiehlt es sich, die Versicherungen zu checken. Auf was genau und in welchem Maße sei bei jedem Kunden unheimlich unterschiedlich, so Foetzki. Dennoch hat sie einen Tipp für alle: „Ich würde immer raten, sich an seinen Ansprechpartner zu wenden. Dann wird geschaut, ob noch alles in Ordnung ist. Ob es Veränderungen gibt, beispielsweise am Haus oder die Wohnsituation hat sich geändert“, sagt sie. Vielleicht gebe es auch neue Pakete, die die Versicherung günstiger werden lasse. „Außerdem gibt es immer wieder technische Neuerungen oder geänderte Gesetzesvorgaben, auf die man reagieren sollte.“ Man sollte lieber jemanden drüber schauen lassen, „das kostet ja nichts“, sagt sie. „Wenn man weiß, es ist alles in Ordnung, schlafen alle ruhiger.“
Sollten Ostfriesen bestimmte Versicherungen überdenken?
Ja, sagt die Sprecherin. „Auf alle Fälle sollte man über eine Elementarversicherung nachdenken.“
In Deutschland seien laut Verbraucherzentrale nur rund 54 Prozent aller Privathäuser gegen Schäden durch Naturgefahren wie Hochwasser und Überschwemmung versichert. Mit Elementarschäden seien die Schäden gemeint, die durch das Wirken der Natur hervorgerufen werden. Darunter fallen Schäden durch Hagel, Sturm (ab Windstärke 8), Überschwemmung, Erdbeben, Erdsenkung, Schneedruck oder auch Vulkanausbrüche.
In Ostfriesland sind in den vergangenen Jahren insbesondere Starkregenereignisse aufgetreten. Auch in diesem Jahr standen bereits Straßen unter Wasser, Gebäude mussten geräumt werden. „Man sollte wissen, dass bei der Elementargefahr Starkregen nicht starker Regen gemeint ist. Man sichert sich vielmehr gegen ein Ausufern von Gewässern, beziehungsweise Überflutung durch Witterungsniederschläge ab“, erklärt Foetzki.
Was muss man am Haus machen, damit die Schäden ersetzt werden?
Der Hausbesitzer muss alles in Schuss halten: „Er hat eine Instandhaltungspflicht“, sagt Sprecherin Foetzki. Wenn die Regenrinne nur noch an einem Nagel hängt, könne es sein, dass ein Schaden nicht oder nur teilweise reguliert werde. „Einen Mähroboter beispielsweise muss man sichern und unterstellen“, sagt sie.
Handwerker erklärt: Auf was sollte man beim Dach achten?
„Man sollte sicher sein, dass die Rinnen keine kleinen Risse haben und dadurch bei Frost kaputtgedrückt werden“, sagt er. Man sage, jedes Jahr sollte eine Wartung durchgeführt werden, „zumindest alle zwei Jahre sollte man das schon machen.“ Denn die Crux sei, dass der Hausbesitzer selbst kaum feststellen kann, wie die Lage ist: „Von unten kann man die Risse kaum sehen.“