Geld für Bildung  Erster Grundschulneubau in Emden ist fast fertig

Mona Hanssen
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Von Mona Hanssen
| 16.11.2024 11:03 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die Früchteburgschule wird aktuell zur benachbarten Nordseehalle hin deutlich erweitert. Der Neubau soll im Sommer 2025 schon fertig sein. Foto: Hanssen
Die Früchteburgschule wird aktuell zur benachbarten Nordseehalle hin deutlich erweitert. Der Neubau soll im Sommer 2025 schon fertig sein. Foto: Hanssen
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Der Sanierungsstau bei Schulen in Emden ist groß. Jahrzehntelang wurden Arbeiten vernachlässigt. Jetzt ist ein großes Projekt auf der Zielgeraden.

Emden - Schnaps, viele Worte und ein Kranz: Die Grundschule Früchteburg in Emden hat am Freitag, 15. November 2024, Richtfest gefeiert. Der große Erweiterungsbau, durch den die Ganztagsbetreuung deutlich aufgewertet werden soll, ist fast auf der Zielgeraden. Nach den Sommerferien 2025 soll der Neubau fertig sein und die Eröffnung gefeiert werden, sagte Stadtbaurätin Irina Krantz vor Ort.

Zum Richtfest hat die Bläserklasse der Früchteburgschule ein paar Lieder vorgetragen. Foto: Hanssen
Zum Richtfest hat die Bläserklasse der Früchteburgschule ein paar Lieder vorgetragen. Foto: Hanssen

Die Früchteburgschule ist eine der größten Emder Grundschulen und schon seit längerem stark sanierungsbedürftig. Unter anderem hatte es seit 2013 Übergangslösungen für einen Mensa-Betrieb gegeben, die immer wieder stark kritisiert wurden. Unter anderem hatten die Kinder beim benachbarten Johannes-Althusius-Gymnasium (JAG) gegessen, ab 2018 in der alten Hausmeisterwohnung der Früchteburgschule. Für die stetig wachsende Schülerzahl war die aber längst zu klein. Wegen der Dringlichkeit wurde die Früchteburgschule zur ersten Schule, die derart erweitert und umfassend saniert wird, sagte Irina Krantz im Gespräch mit dieser Zeitung.

So soll der Neubau nach Fertigstellung aussehen. Grafik: Stadt Emden
So soll der Neubau nach Fertigstellung aussehen. Grafik: Stadt Emden

Wie sieht die Früchteburgschule zukünftig aus?

Zukünftig soll in dem zweigeschossigen Neubau, der direkt an das vorhandene Foyer anschließt und die Schule in Richtung benachbarte Nordseehalle erweitert, unter anderem die Mensa, die Schulbibliothek, Ganztagsräume sowie der Verwaltungsbereich untergebracht sein. In der neuen Mensa sollen bis zu 150 Essen in zwei Schichten serviert werden können. Die zentrale Halle soll durch eine Sitztreppe auch als Aula dienen und bei Schulveranstaltungen und Festen bis zu 199 Personen Platz bieten. Insgesamt sollen rund 1750 Quadratmeter Nutzfläche geschaffen werden.

In der neuen Mensa sollen in zwei Schichten je 150 Essen ausgegeben werden können. Grafik: Stadt Emden
In der neuen Mensa sollen in zwei Schichten je 150 Essen ausgegeben werden können. Grafik: Stadt Emden

Wenn der Neubau fertig ist, soll die Sanierung des Bestandsbaus nahtlos anknüpfen. In diesem werden dann zukünftig etwa Unterrichtsräume und Fachklassen untergebracht. Die gesamte Baumaßnahme soll bis Ende 2027 abgeschlossen sein. Der Schulbetrieb läuft während der ganzen Arbeiten parallel weiter. Die Lärmbelästigung sei schon eine große Herausforderung für die Kinder, sagte Schulleiter Björn Schowe. Die Kosten werden auf etwa 15 Millionen Euro geschätzt. Bereits fertig ist der neue barrierefreie Eingang am Bestandsgebäude zum Sielweg und der Vorplatz mit Fahrrad-Stellplätzen und Sitzmöbeln.

Am Bestandsgebäude sind der neue Eingang und der Vorplatz bereits fertig. Das Gebäude selbst wird aber noch umfassend saniert. Foto: Hanssen
Am Bestandsgebäude sind der neue Eingang und der Vorplatz bereits fertig. Das Gebäude selbst wird aber noch umfassend saniert. Foto: Hanssen
Ein Flur in der Früchteburgschule: Die Grundschule ist seit Jahren stark sanierungsbedürftig. Das ändert sich derzeit. Foto: Hanssen
Ein Flur in der Früchteburgschule: Die Grundschule ist seit Jahren stark sanierungsbedürftig. Das ändert sich derzeit. Foto: Hanssen

Weitere Schulen sollen folgen – ab Ende des Jahres geht es beispielsweise bei der größten Grundschule der Stadt, der Westerburgschule in Borssum, los. Sie soll für insgesamt mehr als 17 Millionen Euro einen Anbau erhalten und saniert werden. Die modernen Grundschulen sollen nicht nur barrierefrei sein, sondern auch energieeffizient.

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