Nach Ampel-Aus Diese Namen stehen bei der Bundestagswahl auf dem Stimmzettel
Früher als geplant wird der Bundestag gewählt: Diese Kandidatinnen und Kandidaten treten im Kreis Leer an – und das haben sie vor.
Landkreis Leer/Emsland - Es kommt schneller als geplant: Statt im September wird die nächste Bundestagswahl voraussichtlich bereits am 23. Februar 2025 stattfinden. Darauf haben sich Union und SPD verständigt. Während man sich in Berlin zunächst über einen passenden Termin stritt, haben die Verbände im Wahlkreis Unterems (das ist der Landkreis Leer und das nördliche Emsland) bereits vorgebaut. So stehen die Direktkandidaten der meisten im Bundestag vertretenden Parteien für die Region fest. Nur die Linken haben noch keinen Kandidaten benannt. Ob das BSW einen Kandidaten stellt, ist ebenfalls noch unklar.
Gitta Connemann für die CDU
Seit mehr als 20 Jahren sitzt Gitta Connemann bereits als Direktkandidatin für die CDU im Bundestag. Die 60-jährige Heselerin erhielt bei der Nominierungsveranstaltung 98,4 Prozent der Stimmen. Die Entscheidung, zu kandidieren, hatte sie sich im Vorfeld nicht leicht gemacht. „Niemand ist unersetzlich. Aber selten war die Lage im Land, auch bei uns im Kreis, so schwierig – politisch und wirtschaftlich. Betriebe, ihre Mitarbeiter und Bürger brauchen jetzt mehr denn je Kümmerer mit einem klaren Kompass. Deshalb habe ich in Absprache mit meiner Familie entschieden, meine Kandidatur für die Bundestagswahl anzubieten. Ich will mich der Verantwortung wieder stellen – für meine Heimat“, wird Connemann in einer Mitteilung zitiert.
Anja Troff-Schaffarzyk für die SPD
Die Hollenerin Anja Troff-Schaffarzyk tritt zum zweiten Mal für die SPD bei der Bundestagswahl an. Die 55-Jährige zog 2021 über einen Platz auf der SPD-Liste ein. Bei der Delegiertenkonferenz der SPD wurde sie mit 94,2 Prozent der Stimmen erneut für die Bundestagskandidatur gewählt. Sie stimmte bereits damals ihre Genossinnen und Genossen auf einen harten Wahlkampf ein. „Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten sind inhaltlich stark. Wir stehen für Zukunftsthemen wie die industrielle Transformation, einen starken Staat, der soziale und innere Sicherheit zusammendenkt und Investitionen in die Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes. Die Union hat nichts dergleichen anzubieten und fährt stattdessen mit Vollgas Richtung Vergangenheit“, wird Troff-Schaffarzyk in einer Mitteilung zitiert.
Julian Pahlke für die Grünen
Julian Pahlke ist ebenfalls seit 2021 Mitglied des Deutschen Bundestages. Der 33-Jährige aus Leer kündigte vergangenen Woche gegenüber dieser Zeitung an: „Ich werde mich bei meinen Kreisverbänden erneut für eine Kandidatur bewerben. Ich habe mir das lange überlegt und offen gestanden auch gehadert. Ich möchte aber wieder eine Brücke ins Parlament bauen zwischen den Bewegungen, ob fürs Klima oder für den Schutz unserer Demokratie vor Rechtsextremen.“ In Zeiten des Hasses wolle er sich für Würde, den Schutz von flüchtenden Menschen und den Schutz des Wattenmeeres in Berlin einsetzen. Eine offizielle Nominierung steht noch aus. Auch Pahlke zog 2021 über die Grünen-Liste ein.
Ferhat Asi für die FDP
2021 verpasste er den Einzug ins Parlament, nun will es Ferhat Asi aus Aschendorf erneut wissen. Auf der Wahlkreismitgliederversammlung der FDP für den Wahlkreis Unterems wurde der 32-Jährige einstimmig zum Bundestagskandidaten gewählt. Asi blickte laut Mitteilung dabei motiviert auf den bevorstehenden Wahlkampf. „In einer Zeit, in der politische Diskussionen zunehmend schriller, lauter und polemischer werden, ist eine sachliche, kompetente und freiheitsliebende Stimme unerlässlich, um Orientierung und Stabilität zu gewährleisten.“
Martina Uhr für die AfD
Erstmals im Wahlkreis Unterems trifft die AfD-Politikerin Martina Uhr aus Nordhorn an. Bei ihrer Wahl während der Mitgliederversammlung erhielt sie 95 Prozent der Stimmen, einen Gegenkandidaten gab es nicht. Martina Uhr ist 63 Jahre alt und seit 2016 Mitglied der AfD. „Aufgrund ihres Eindrucks, dass es Deutschland in vielerlei Hinsicht immer schlechter geht, hat sie sich entschlossen, nach 40-jähriger Berufserfahrung in der medizinischen Forschung sich in die Politik einzubringen“, wird sie in einer Mitteilung zitiert.