Hamburg/Köln Ältester DSDS-Sieger? Wie es Nissim Mizrahi vor dem Finale geht
Nissim Mizrahi könnte als ältester Sieger in die Geschichte der RTL-Castingshow DSDS eingehen. Wie der Hamburger seine eigenen Chancen einschätzt und ob er bei einem Erfolg sein Bistro in Hamburg weiterbetreibt, verrät er im Interview.
Nissim Mizrahi hat es bei DSDS ins Finale geschafft. Mit 61 Jahren ist er zwar mindestens doppelt so alt wie jeder seiner Mitbewerber, dafür besitzt der Hamburger, der bereits mit Udo Lindenberg Platten aufgenommen hat, Stimme – und langjährige Erfahrung.
Damit überzeugte er sowohl die Zuschauer als auch die Jury, bestehend aus Beatrice Egli, Loredana, Pietro Lombardi und Dieter Bohlen. Ob er aber auch die anderen drei Finalisten – Tom Mc Conner, Christian Jährig und Philip Matas – am Samstag bei der Live-Show von RTL in den Kölner MMC Studios ausstechen kann, wird sich zeigen.
Wird Nissim Mizrahi also der älteste DSDS-Sieger aller Zeiten (bisher war es 2017 der inzwischen verstorbene Alphonso Williams mit damals 54 Jahren)? Unsere Redaktion sprach mit ihm vor seinem großen Auftritt – und blieb beim für DSDS üblichen „Du“.
Frage: Welche Chancen rechnest du dir für das Finale aus?
Antwort: Ich denke, wir haben alle die gleichen Chancen. Natürlich wünsche ich mir, den Pokal mit nach Hamburg zu bringen.
Frage: Dieter Bohlen gab dir die schnellste Goldene CD in der Geschichte von DSDS. Erhöht das den Druck?
Antwort: Es interessiert mich überhaupt nicht, wie hoch jetzt die Erwartungen sind. Ich performe so, wie ich es gern möchte. Dafür werde ich natürlich 120 Prozent geben.
Frage: Seit wann singst du schon?
Antwort: Schon seit der ersten Klasse im Chor. Mit 15 habe ich dann professionell in die Musikbranche reingeschnuppert, als ich anfing, mit Udo Lindenberg Platten aufzunehmen. Drei waren es insgesamt.
Frage: Wie viele Stunden am Tag probst du gerade?
Antwort: Also gefühlt sind es 26 Stunden am Tag. Das ist natürlich nicht so, aber es ist schon ziemlich anstrengend. Nicht nur für mich als Ältester im Team, auch die 20-Jährigen sind total platt.
Frage: Wie ist das Verhältnis unter den verbliebenen vier Teilnehmern?
Antwort: Die Stimmung untereinander ist super, niemand mischt dem anderen Gift in den Tee. Wir lieben uns, haben Spaß miteinander und mittlerweile ein ziemlich enges Verhältnis. Genauso wie zu den Top 20, die auf Kreta waren – es ist wirklich einfach eine schöne Familie.
Frage: Dürft Ihr euch die Songs für das Finale selbst aussuchen oder werden sie vorgegeben?
Antwort: So halb-halb. Hast du übrigens schon meinen neuesten Song gehört, der gerade auf den Social Media-Kanälen läuft? „You got me“, heißt er.
Frage: Natürlich, aber zurück zu dir. Wie immer es am Samstag ausgeht – wirst du dein Bistro in Hamburg-Rotherbaum weiter betreiben?
Antwort: Das muss ich danach entscheiden. Selbst wenn ich wirklich ein neuer Superstar werde, würde ich meinen Laden ungern aufgeben, weil er seit 16 Jahren mein „Wohnzimmer“ und irgendwie auch mein viertes Kind ist.
Frage: Wie stark ist das Lampenfieber so kurz vor dem Finale?
Antwort: Noch überhaupt nicht stark. Aber ich kenne mich: Wenn man dann hinter der Bühne steht und den Countdown hört, steigt das Lampenfieber. Es ist aber weg, sobald ich die ersten Töne gesungen habe.