Geeste Lego als Geldanlage: So ermitteln Sie den Wert Ihrer Sammlung
Auf dem Dachboden oder im Keller haben viele noch Kisten mit Legosteinen. Die Klemmbausteine können durchaus noch viel Geld wert sein. Wie man den Wert seiner Sammlung erkennen kann, erklärt Lego-Sammler Kevin Hellemons aus Geeste.
Über 1000 Lego-Sets hat Kevin Hellemons aus Geeste gesammelt. In seinem Jugendzimmer stapeln sich viele Kartons, in den Regalen stehen zahlreiche Figuren und kleine Welten. Seine Sammlung erweitert er durch Käufe von Lego aus dem Handel, aber auch auf Flohmärkten und über Kleinanzeigen. Mit seinem geschulten Blick kann er den Wert von Figuren und Sets schnell schätzen.
Wer sich nicht damit auskennt, kann mit Hilfsmitteln herausfinden, wie viel sein altes Lego noch wert ist. Diese Tipps hat Kevin Hellemons, wenn Sie wissen wollen, wie viel Geld Ihr altes Lego noch bringen könnte.
Das Vorgehen demonstriert Hellemons anhand eines Beutels voller Steine, den er selbst auf einer Ausstellung gekauft hat. Mithilfe einer App scannt er Steine, um sie zuzuordnen. „Am besten sind Figuren oder bedruckte Teile, die gibt es nicht zu häufig“, sagt er. Hellemons nutzt die App Brickscan, es gebe aber auch ähnliche Anbieter.
Sobald die App ein Lego-Teil erkennt, zeigt sie auch alle Sets an, in denen es vorkommt. Jedes Lego-Set hat eine Nummer. Die App führt außerdem auf die Seite Bricklink, über welche der Preis von Einzelteilen und ganzen Sets bei verschiedenen Händlern zu sehen ist.
In manchen Sammlungen finden sich nicht nur Bauklötze, sondern auch Anleitungen und Kartons, was die Zusammenstellung einzelner Sets erleichtert. Auf den Anleitungen steht die Set-Nummer und auch das Jahr, in dem das Set in den Verkauf kam. Fehlende Anleitungen sind auf der Seite von Lego zu finden. Das Unternehmen stellt sie kostenlos als PDF zur Verfügung.
Wer ein Set verkauft, könne in etwa mindestens den Einkaufswert erzielen. „Bei Sets aus den 90ern auch schon etwas mehr, außerdem auch bei Welten mit Lizenzen wie Star Wars.“
Original verpackte Kartons können sogar ein Vielfaches des ursprünglichen Preises wert sein. Die Preise steigen unterschiedlich stark, sagt der Sammler. „Bei Ninjago zum Beispiel nur langsam, bei Star Wars kann man dagegen nach ein paar Jahren schon mit deutlich mehr rechnen, als man damals ausgegeben hat.“
Auch Sets, die nicht gefragt waren, als sie in den Handel kamen, können heute deutlich mehr wert sein. „Ich erinnere mich an ein Set von Star Wars aus dem Jahr 2016 für etwa 120 Euro, was damals gefloppt ist. Heute ist schon die Minifigur daraus mehr wert als das ganze Set“, nennt Hellemons ein Beispiel. So komme es, dass Lego auch als Geldanlage genutzt werde.
Bei einer großen Kiste voller Steine helfe es, die Bauklötze nach Farben zu sortieren, um einen besseren Überblick zu bekommen, findet Hellemons. So könne man einer Bauanleitung schneller folgen. Wer dabei merkt, dass Einzelteile nicht mehr zu finden sind, kann über die Seiten von Lego und Bricklink auch Fehlendes nachbestellen.
Wer sich von seiner Sammlung oder Teilen davon trennen möchte, hat verschiedene Möglichkeiten. „Wer einen ganzen Tisch voll bekommt, sollte über einen Stand auf einem Flohmarkt nachdenken“, rät Hellemons.
Sets könne man außerdem gut über Kleinanzeigen verkaufen. Zur Preisbestimmung lohne sich eine Suchabfrage, um zu sehen, was andere dafür verlangen. Obwohl dabei auch einige Angebote deutlich über dem Marktwert auftauchen, gibt Hellemons zu bedenken. „Die orientieren sich beispielsweise an Preisen von Amazon, wo aber noch eine Verkaufsgebühr hinzukommt“, erklärt er.
Wer sein Lego nicht verkauft, könne mit einer Preissteigerung rechnen, meint Hellemons. „Es gibt natürlich immer Schwankungen“, beobachtet er. Aber Lego bringe Sets nur in Ausnahmefällen später noch einmal neu heraus und greife damit in den Gebrauchtmarkt ein. Vor allem originalverpackte Kartons steigen stetig im Wert.