Basel  ESC 2025: Wer will beim deutschen Vorentscheid antreten?

Patrick Kern
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Von Patrick Kern
| 30.10.2024 20:00 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Isaak trat in diesem Jahr für Deutschland beim ESC an. Jetzt wird sein Nachfolger gesucht. Foto: dpa/Christoph Soeder
Isaak trat in diesem Jahr für Deutschland beim ESC an. Jetzt wird sein Nachfolger gesucht. Foto: dpa/Christoph Soeder
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Bald wird wieder ein Künstler gesucht, der für Deutschland beim Eurovision Song Contest 2025 antritt. Bereits jetzt sind erste Namen bekannt geworden, die einen Song einreichen wollen. Wer will Deutschland zu zwölf Punkten führen?

Etwas mehr als fünf Monate ist es her, dass der Sänger Isaak beim Eurovision Song Contest (ESC) 2024 nach einer langen Pleiteserie endlich wieder einen soliden Mittelfeldplatz für Deutschland geholt hat. Nun richten sich die Augen nach vorne auf den nächsten ESC, der nach dem Sieg von Nemo mit dem Song „The Code“ vom 13. bis 17. Mai in der Schweiz ausgetragen wird.

Nachdem inzwischen bekannt wurde, dass Entertainer Stefan Raab wieder beim ESC-Vorentscheid einsteigt, sollen am Donnerstag weitere Informationen zur Suche nach dem deutschen ESC-Vertreter bekannt gegeben werden. Doch auch schon vorher brachten sich die ersten Künstler in Stellung und verkündeten ihr großes ESC-Interesse, wie das Online-Magazin „ESC kompakt“ berichtet. Wer will – Stand Ende Oktober – für Deutschland zum ESC?

In den sozialen Medien haben „Aditotoro“ und „Paulomuc“ bereits Millionen Fans. Mit ihrem EM-Song „Füllkrug“ gewannen sie in diesem Sommer aber auch außerhalb ihres Kosmos große Aufmerksamkeit. Nun wollen sie sich noch einem größeren Publikum präsentieren.

Ihre Mission: Mit Unterhaltung den Titel nach Deutschland holen. „Wenn wir mal ganz ehrlich sind, ist Deutschland daran gescheitert, dass wir uns beim ESC einfach die letzten Jahre viel zu ernst genommen haben. Und genau das wollen wir zwei nächstes Jahr einfach mal wieder so ein bisschen aufmischen – bisschen Spaß haben“, erklären die beiden. Ein Song steht noch nicht fest, aber nach eigener Aussage haben sie bereits „viele gute Ideen“.

Als 80-Euro-Waldi wurde Walter Lehnertz bekannt. Der deutsche Kunst- und Antiquitätenhändler tritt regelmäßig in der ZDF-Show „Bares für Rares“ auf und steuert namensgebend gern das Startgebot von 80 Euro an.

Auf Instagram teilte er kürzlich ein Bild der regionalen Boulevardzeitung „Express“, die titelte: „Kult-Trödler Waldi will zum ESC“. Darin heißt es, dass Lehnertz mit seinem Kölner Karnevalssong „Margherita“ beim Vorentscheid antreten will. „Wenn ich zum ESC komme, werde ich bestimmt nicht Letzter“, wird er zitiert.

In der deutschen Vorauswahl zum ESC 2024 hatten es der damals 20-jährige Christos und auch der damals 23-jährige Luca M. Wefes versucht, über die Show „Ich will zum ESC!“ eine Wildcard für den deutschen Vorentscheid zu ergattern. Zwar blieb beiden diese Chance verwehrt, doch nun wollen sie es noch einmal wissen.

Wefes hat sich jüngst mit Singer-Songwriterin Alessia Mathis aus der Schweiz für die Aufnahme eines neuen ESC-Songs getroffen, wie „ESC kompakt“ erfuhr.

Derweil kündigte Christos sein Vorhaben in einer Instagram-Story an. Genauere Informationen gab der Künstler noch nicht bekannt.

Im Jahr 2017 schaffte es Sandro Brehorst in der RTL-Show „Deutschland sucht den Superstar“ auf den siebten Platz. Jetzt will er es beim ESC versuchen und groß herauskommen. Das teilt er „ESC kompakt“ mit.

„Der ESC war für mich schon seitdem ich denken kann die große Bühne, auf der ich immer sein wollte. [...] Für mich gäbe es nicht Schöneres, als wenn ganz Europa meine Musik hören würde!“, wird er zitiert.

Derzeit studiert Brehorst in Osnabrück und arbeitet als Gesangslehrer.

Neben einem „DSDS“-Kandidaten will eine „The Voice“-Siegerin einen Versuch in der ESC-Welt wagen. Claudia Emmanuela Santoso hat die neunte Staffel der beliebten Prosieben-Castingshow gewonnen.

Auch sie traf sich bereits zu einer Aufnahme-Session mit Mathis, wie „ESC kompakt“ erfuhr. Weitere Informationen zu ihrem Vorhaben sind noch nicht bekannt.

Die fortschreitende Technik macht auch nicht vor einer Traditionsveranstaltung wie dem ESC halt. Auf Youtube kursiert ein Song, der mittels Künstlicher Intelligenz (KI) entstanden ist und laut Videotitel eine Bewerbung für den ESC 2025 darstellt.

Das KI-Projekt heißt Love United, der Song „Love has no Borders“. Musikalisch reiht sich der Song ins Europop-Genre ein und klingt ähnlich wie viele andere Lieder, die schon beim ESC liefen.

Doch eine wirkliche Chance wird dieser Song nicht haben. Denn: In den ESC-Regeln steht, dass ein Titel live mit Halbplayback vorgetragen werden muss. Bei einer unechten Stimme könnte das schwierig werden.

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