Washington, D.C.  Eine Neonazi-Fackel für Trump: Künstler macht sich über Ex-Präsidenten lustig

Lea Borner
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Von Lea Borner
| 04.11.2024 15:41 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Während Donald Trump in den letzten Tagen vor der US-Wahl viel Wahlkampf macht, taucht in Washington D.C. eine Statue auf, die ihn angreift. Foto: dpa/AP/Matt Rourke
Während Donald Trump in den letzten Tagen vor der US-Wahl viel Wahlkampf macht, taucht in Washington D.C. eine Statue auf, die ihn angreift. Foto: dpa/AP/Matt Rourke
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C.. Trump, Ex-Präsident und Kandidat bei der Wahl in den USA 2024, hat einige bekannte Gegner. Jetzt hat einer seiner anonymen Kritiker Trump eine Statue einer Neonazi-Fackel gewidmet. Das ist die Nachricht des Künstlers.

Egal ob Promi oder unbekannter College-Student, in den sozialen Netzwerken gibt es aktuell den Trend, sich für einen der beiden Präsidentschaftskandidaten der anstehenden US-Wahl 2024 auszusprechen.

Popikone Taylor Swift unterstützt zum Beispiel Kamala Harris, während Rapper Kanye West sich für Donald Trump ausspricht. In der amerikanischen Hauptstadt Washington, D.C., ist nun eine andersartige Stellungnahme aufgetaucht: eine Neonazi-Fackel mit Trump-Widmung.

Die bronzen-farbige Statue zeigt eine Hand, die eine brennende Fackel hält. Auf der Plakette am Sockel der Statue steht übersetzt aus dem Englischen:

„Dieses Monument würdigt Präsident Donald Trump und die ‚sehr feinen Menschen‘, die er mutig verteidigt hat, als sie in Charlottesville, Virginia, marschiert sind. Während viele sie White Supremacists und Neonazis nannten, ertönte Präsident Trumps Stimme laut, um zu erinnern, dass sie ‚absolut unfair behandelt werden‘. Dieses Monument steht hier als eine deutliche Erinnerung an diese mutige Aussage.“

So sieht die Statue aus:

Ein Seitenhieb gegen Trump. Besagter „Unite the Right“-Marsch, auf den sich die Inschrift bezieht, fand 2017 statt. Einige hundert white nationalists und white supremacists, die rechtsextreme Ideologien verfolgen, marschierten mit brennenden Fackeln über das Gelände der University of Virginia in Charlottesville. Teilnehmer sangen laut Berichten lokaler Medien unter anderem: „Juden werden uns niemals ersetzen“.

Am Tag danach kam es zu gewaltsamen Ausschreitungen, bei denen ein Gegendemonstrant getötet wurde. Nur wenige Tage später antwortete Trump auf Fragen von Reportern, dass beide Seiten Schuld an dem Chaos hätten und bezeichnete die Fackel-Demonstranten als „sehr feine Menschen“.

Wer hinter dem Kunstwerk steht, ist unklar. Der Standort der Statue wurde offiziell beantragt und genehmigt, die Antragstellerin äußert sich nicht auf Presseanfragen. Bisher ist die Statue von größerem Vandalismus verschont geblieben, berichten lokale Medien.

Eine Woche zuvor ist eine ähnliche Statue im National-Mall-Park in der US-Hauptstadt aufgetaucht, in dem auch das Lincoln Memorial steht. Dabei handelt es sich um eine Statue des Schreibtischs der ehemaligen Sprecherin des Weißen Hauses, Nancy Pelosi. Auf dieser Replika thront allerdings ein Kothaufen.

Die Inschrift widmet das Stück den Beteiligten am Sturm auf das US-Kapitol am 6. Januar 2021. Den Menschen, die das Gebäude gestürmt haben, um „in den heiligen Hallen zu plündern, urinieren und koten, um eine Wahl zu kippen“, steht dort. US-Medien vermuten einen Zusammenhang zwischen den beiden Kunstwerken.

Der übergroße Kothaufen im Park:

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