Neue Ladesäulen  EWE verbündet sich mit Lidl

Martin Teschke
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Von Martin Teschke
| 30.10.2024 12:21 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Wollen Elektromobilität alltagstauglich machen – hier in Westerholt im Landkreis Wittmund: Jana Czeczor (Bereichsleiterin Immobilien, Lidl Immobilien Dienstleistung) und Ilker Akkaya (Geschäftsführer EWE Go). Foto: EWE
Wollen Elektromobilität alltagstauglich machen – hier in Westerholt im Landkreis Wittmund: Jana Czeczor (Bereichsleiterin Immobilien, Lidl Immobilien Dienstleistung) und Ilker Akkaya (Geschäftsführer EWE Go). Foto: EWE
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Dass es mehr Ladesäulen für E-Autos braucht, ist unbestritten. Nur: Woher sollen die kommen? EWE hat sich über die Konzerntochter EWE Go nun einen prominenten Partner geangelt.

Ostfriesland/Oldenburg - EWE Go will vor mehreren hundert Lidl-Filialen Ladesäulen für E-Autos aufstellen. Das gaben der EWE-Konzern und die Discounter-Kette aus Neckarsulm am Mittwoch bekannt. Einen Pilotstandort in Westerholt im Landkreis Wittmund haben die Partner jetzt in Betrieb genommen.

Um den Ausbau eines leistungsstarken und deutschlandweiten Ladenetzes weiter voranzutreiben, haben Lidl in Deutschland und EWE Go, Mobilitätstochter der EWE AG, eine strategische Zusammenarbeit beschlossen. An mehreren hundert Lidl-Filialen bundesweit wird die EWE Go GmbH in den kommenden Jahren Schnellladesäulen errichten und betreiben, hieß es am Mittwoch in einer Pressemitteilung.

Lidl wirbt nun auch mit Klimaschutz

„An über 700 Lidl-Filialen bieten wir bereits eine Ladeinfrastruktur an, so dass unsere Kunden ihr Fahrzeug während des Einkaufs komfortabel laden können“, wird Jana Czeczor, Bereichsleiterin Immobilien, Lidl Immobilien Dienstleistung GmbH & Co. KG., zitiert. „Gemeinsam mit EWE Go werden wir unser leistungsstarkes Ladenetz auf unseren Filialparkplätzen standortspezifisch um weitere Ladesäulen erweitern, um umweltfreundliche Mobilität alltagstauglich zu machen und leisten so einen Beitrag, die Nachhaltigkeitsziele zu unterstützen.“

„Nachhaltigkeit und Klimaschutz sind für EWE nicht einfach nur ein Trend, sondern eine echte Verpflichtung und fest in unserer Unternehmensstrategie verankert“, sagte EWE-Marktvorstand Dr. Christian Friege. „Mit dem Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge gestalten wir die Antriebswende im Verkehr aktiv mit und leisten unseren Beitrag, um die Klimaziele der Bundesregierung zu erreichen. Ich freue mich sehr über die Partnerschaft mit Lidl in Deutschland, denn dadurch können wir noch schneller und effizienter gemeinsam den Weg in eine grüne Zukunft gestalten.“

Auch Lidl-Filialen in Ostfriesland dabei?

Im Rahmen der Kooperation erfolge je Filiale eine bedarfsgerechte Standortplanung, hieß es von beiden Unternehmen. Die Ladestationen seien öffentlich zugänglich und würden, wie alle Lademöglichkeiten von EWE Go und Lidl in Deutschland, mit 100 Prozent Ökostrom betrieben. Jeder Ladepunkt habe eine Ladeleistung von mindestens 150 Kilowatt. Das bedeute, dass ein E-Auto während des Einkaufs in einer Lidl-Filiale – in Abhängigkeit von Fahrzeugtyp und Batteriestatus – fast vollständig aufgeladen werden könne.

Ob Lidl-Filialen in Ostfriesland auch in den Genuss der neuen Ladestationen kommen, ist allerdings noch offen. Eine EWE-Sprecherin wollte sich auf Nachfrage unserer Redaktion noch nicht zu geplanten Stationen äußern.

Kooperation der großen Player

EWE Go, das Mobilitätsunternehmen im EWE-Konzern, betreibt nach eigenen Angaben aktuell mehr als 3000 Ladepunkte deutschlandweit und ist damit einer der größten Betreiber von öffentlicher Ladeinfrastruktur in Deutschland.

Lidl gehört als Teil der Schwarz Gruppe, beheimatet in Neckarsulm, nach eigenen Angaben zu den führenden Unternehmensgruppen im Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland und Europa. Aktuell betreibt Lidl demnach rund 12.350 Filialen in derzeit 31 Ländern weltweit. In Deutschland arbeiten rund 100.000 Mitarbeiter in über 3250 Filialen und 39 Verwaltungs- und Warenverteilzentren.

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