Hamburg  Gender Pay Gap: In diesen Berufsgruppen verdienen Frauen mehr als Männer

Svana Kühn
|
Von Svana Kühn
| 27.10.2024 07:46 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Frauen verdienen im Schnitt 18 Prozent weniger als Männer. In wenigen Branchen haben sie jedoch einen Gehaltsvorsprung. Foto: IMAGO/iLixe48/Panthermedia36276200
Frauen verdienen im Schnitt 18 Prozent weniger als Männer. In wenigen Branchen haben sie jedoch einen Gehaltsvorsprung. Foto: IMAGO/iLixe48/Panthermedia36276200
Artikel teilen:

Frauen verdienen immer noch weniger als Männer – jedoch nicht in allen Branchen. In wenigen Berufsfeldern haben sie die Nase vorn. Ein Überblick.

Immer noch werden Frauen in Deutschland insgesamt schlechter bezahlt als Männer. So lag der Gender Pay Gap, also der Verdienstunterschied zwischen den Geschlechtern, im Jahr 2023 bei rund 18 Prozent, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. Selbst Frauen mit vergleichbaren Qualifikationen, Tätigkeiten und Erwerbsbiografien wie Männer verdienten im Schnitt 6 Prozent weniger pro Stunde als ihre männlichen Kollegen.

Dabei ist die Ungleichheit in einigen Branchen stärker ausgeprägt als in anderen. Vor allem im medizinischen, juristischen und wirtschaftlichen Bereich verdienen Männer deutlich mehr, wie aus einer Statista-Grafik hervorgeht, die sich auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes stützt.

So lag der Median-Bruttomonatsverdienst ohne Sonderzahlungen zum Stichmonat April 2022 in der Berufsgruppe Rechtsberatung, -sprechung und -ordnung bei Männern über 3000 Euro höher als bei Frauen. Im Bereich Fahrzeugführung und Flugverkehr verdienten Männer im Monat rund 2459 Euro mehr, in der Pharmazie 2151 Euro.

Es gibt aber auch wenige Branchen, in denen Frauen die Nase vorne haben. Im Hochbau zum Beispiel lag der Brutto-Monatsverdienst der Frauen im Median 680 Euro höher als bei Männern. Im Tiefbau gab es für Frauen 606 Euro mehr. Auch in der Forst- und Jagdwirtschaft, der Theologie und dem Gemeindewesen, in der Flugzeug-, Luft-, Raumfahrt- und Schiffsbautechnik sowie in der Gebäudetechnik hatten die Frauen einen Gehaltsvorsprung.

Die Bundesregierung hat sich das Ziel gesetzt, den Gender Pay Gap bis 2030 auf zehn Prozent zu senken. Schaut man sich die Entwicklung der vergangenen Jahre an, scheint dieses Ziel jedoch ambitioniert. Zwischen 2015 und 2022 ist die Lohnlücke lediglich um vier Prozent gesunken.

Ähnliche Artikel