New York Dieses Ex-Model wirft Donald Trump vor, sie begrapscht zu haben
Zwei Wochen vor den US-Präsidentschaftswahlen werden erneut Vorwürfe gegen den republikanischen Kandidaten Donald Trump laut: Ex-Model Stacey Williams wirft ihm vor, sie gegen ihren Willen begrapscht zu haben. Trump hat bereits darauf reagiert.
Das ehemalige Model Stacey Williams beschuldigt den republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump, ihr Anfang der Neunzigerjahre gegen ihren Willen an Brust, Hüfte und Po gefasst zu haben.
Zuerst hatte das Ex-Model die Vorwürfe in einer Zoom-Konferenz von „Survivors for Kamala“ geäußert. Die Gruppe – ein Zusammenschluss von Menschen, die von sexueller und geschlechtsspezifischer Gewalt betroffen sind – setzt sich für die Wahl von Kamala Harris zur US-Präsidentin ein. Im Anschluss hat Williams die Vorwürfe im Gespräch mit dem britischen „Guardian“ noch einmal wiederholt.
Stacey Williams hat in den 1990er Jahren als professionelles Fotomodell gearbeitet. Sie sei damals einige Monate lang mit Jeffrey Epstein liiert gewesen, schilderte die inzwischen 56-Jährige dem „Guardian“.
Epstein habe ihr Trump 1992 auf einer Weihnachtsfeier vorgestellt. Laut Williams waren die beiden Männer eng befreundet.
Der mutmaßliche Übergriff habe sich einige Monate später im Trump Tower ereignet. Epstein habe während eines Spaziergangs vorgeschlagen, Trump zu besuchen, so Williams. Kurz nach ihrer Ankunft habe Trump sie an sich gezogen und begonnen, sie anzufassen. Sie sei erstarrt und zutiefst verwirrt gewesen. Zudem behauptet die 56-Jährige, der sexuelle Übergriff sei ihr wie „verdrehtes Spiel“ zwischen Trump und Epstein vorgekommen.
Trump soll ihrem Agenten zudem eine Postkarte geschickt haben. Eine Luftansicht seines Anwesens Mar-a-Lago in Florida. „Stacey, your home away from home. Love Donald“, soll er darauf geschrieben haben. Zu Deutsch: „Stacey, dein Zuhause fernab der Heimat. In Liebe, Donald.“
Später wurde Epstein wegen Sexualdelikten verurteilt. Er soll Frauen und minderjährige Mädchen sexuell missbraucht und sie anderen Männern zugeführt haben. 2019 brachte er sich im Gefängnis um.
Dass Trump und Epstein in der Vergangenheit in Kontakt standen, ist bekannt. Es gibt allerdings keine Belege dafür, dass Trump von den Verbrechen Epsteins gewusst hat oder daran beteiligt war.
Trumps Wahlkampfteam wies die Vorwürfe entschieden zurück: „Diese Anschuldigungen, die von einer ehemaligen Aktivistin von Barack Obama erhoben und zwei Wochen vor der Wahl in einer Wahlkampfveranstaltung von Harris bekannt gegeben wurden, sind eindeutig falsch. Es ist offensichtlich, dass diese Fake-Story von der Harris-Kampagne erfunden wurde“, zitiert der „Guardian“ aus einer Erklärung von Karoline Leavitt.
Umfragen zufolge läuft es bei der Wahl am 5. November auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Trump und seiner demokratischen Herausforderin Harris hinaus. Williams sagte dem Guardian, dass sie eine Wiederwahl Trumps als US-Präsident verhindern wolle: „Der Gedanke, dass dieses Monster wieder im Weißen Haus landen könnte, ist mein absoluter Albtraum.“