Dreharbeiten für Verein Junge Filmemacherin dreht im ostfriesischen Elternhaus
Die junge Filmemacherin Eveline Schönfeld hat in ihrem Elternhaus in Alt-Möhlenwarf gedreht. Das Team ist aus guten Gründen aus Köln angereist.
Weener - Das Haus der Eltern wird ein Filmset: Regisseurin Eveline Schönfeld hat in Alt-Möhlenwarf gedreht: Den Kurzfilm „Wünsch dir was“, um genau zu sein. Schönfeld ist Regisseurin, Drehbuchautorin und Co-Produzentin des Films – lebt eigentlich in Köln. Wie kam sie also zurück nach Ostfriesland? „Grund dafür waren die Locations. Im Raum Köln war es kaum möglich, ein großes Esszimmer im Erdgeschoss zu finden, das uns genügend Platz für die kreative Entfaltung bietet“, sagt sie. Auch die Recherche nach Planetarien sei im Raum Köln vergebens gewesen.
Aber, dass sie den Film in der Heimat gedreht hat, sei keinesfalls eine Notlösung gewesen, erklärt die 26-Jährige: „Mit dem Film ist auch mein Herzenswunsch als Nachwuchs-Regisseurin erfüllt worden: Eines Tages in meinem Kinderzimmer, in dem ich meinen ersten Film mit acht Jahren gedreht habe, einen professionellen Film zu drehen“, sagt sie. Einen Tag zuvor hatte das Team im Energie Erlebnis Zentrum Ostfriesland (EEZ) in Aurich gedreht, „an den Kontakt kamen wir durch Empfehlung aus der Heimat.“
Ostfriesland ist unkompliziert und familiär
„Ich liebe es, in Ostfriesland zu drehen, die Menschen sind super zuvorkommend und unterstützend. Das ist alles immer so unkompliziert familiär hier“, sagt Schönefeld. „Kein Wunder, dass es mich zum Drehen immer nach Ostfriesland verschlägt. Da nehmen wir die lange Anreise aus Köln auch gerne in Kauf.“
Es geht darum, Wünsche zu erfüllen – und welche zu haben
Aber nicht immer gibt es überhaupt einen Wunsch. Diesem Thema solle sich der Kurzfilm widmen: „Im Laufe der Jahre hat die Kreativität bei der Wunschwahl der Kinder stark abgenommen“, sagt Schönfeld. Vieles werde von den Kleinen nicht mehr selbst entdeckt und sie agierten heute deutlich passiver. „Durch unseren Kurzfilm möchten wir auch kranke Kinder erreichen, die über den Verein ihren letzten Wunsch erfüllen können. Sie sollen angeregt werden, grenzenlos über ihren Herzenswunsch nachzudenken.“ Die Handlung umschreibt die Filmemacherin so: An ihrem achten Geburtstag, umgeben von einer Flut von Geschenken, entdeckt Alina eine magische Kerze, die sie auf eine fantasievolle Reise in ihre Träume entführt.
Wo kann man den Film denn sehen?
„Unser Ziel ist es den Film nicht nur online zu verbreiten, sondern auch auf Filmfestivals deutschlandweit.“ Ihr letzter Film, den Schönfeld ebenfalls in Ostfriesland gedreht hat, konnte bereits Erfolge einheimsen: 2021 wurde „Auswildern“ für das Kairo International Filmfest von mehr als 4500 Einsendungen nominiert, 2023 erreichte das Werk bei den Hofer Filmtagen den 3. Platz beim Publikumspreis.