Blumenhalle geht neue Wege Wird Wiesmoor eine Messe-Stadt?
Am 16. November 2024 wird es mit „Lass uns feiern“ die erste Messe in der Blumenhalle geben. Eine weitere ist im März geplant. Damit will die Stadt das Wiesmoorer Aushängeschild neu beleben.
Wiesmoor - Schon im Februar 2024 hatten die Verantwortlichen der Stadtverwaltung und der Luftkurort Wiesmoor Touristik GmbH (LWTG) angekündigt, dass sie mit der Blumenhalle neue Wege gehen wollen. Seitdem sind sie nicht nur dabei, die Blumenhalle und den Gartenpark für neue Formate umzugestalten, sondern passen auch das Programm und die Veranstaltungen an. Eine Neuerung: Am Samstag, 16. November 2024, wird das 1969 eröffnete Wiesmoorer Aushängeschild unter dem Motto „Lass uns feiern“ erstmals die Kulisse für eine Messe bilden.
An dem Tag dreht sich von 11 bis 17 Uhr alles um die perfekte Feier. Hochzeit, Geburtstag, Konfirmation, Taufe oder Firmenjubiläum – die Messe möchte Anregungen dazu geben, wie diese Tage zu etwas Besonderem werden. „Wir haben die erste Messe in der Blumenhalle nur angebahnt. Geplant und durchgeführt wird sie von der Firma Me-Management“, berichtet Stadtmanagerin Ute Rittmeier. Das kleine, in Wittmund ansässige Unternehmen organisiert Messen und Veranstaltungen in ganz Ostfriesland. Dazu zählen unter anderem die Genuss-Messe und das Wohnforum „Dein Zuhause“ in Aurich.
Zwei Messen bereits geplant
„Wir planen noch eine weitere Messe im März“, sagt Me-Management-Ansprechpartnerin Karin Thies. Dann öffnet die Blumenhalle am Wochenende, 29. und 30. März 2025, von 11 bis 17 Uhr für die Wohlfühl- und Gesundheitsmesse „Nur für mich“. „Natürlich müssen wir erst einmal schauen, wie diese Veranstaltungen angenommen werden“, sagt Thies, „aber wir gehen davon aus, dass es jetzt regelmäßig Messen in der Blumenhalle geben wird.“
Für „Lass uns feiern“ habe Me-Management bereits 40 Aussteller gewinnen können. „Unsere Aussteller kommen aus dem gesamten ostfriesischen Raum“, sagt Thies. Die Aussteller werden sich in der Blumenhalle zwischen den Pflanzen und in der Mehrzweckhalle verteilen. „Außerdem werden ein paar Street-Food-Stände auch vor der Blumenhalle stehen“, sagt Thies. „Wir wollten keine reine Hochzeitsmesse veranstalten, sondern haben das Angebot erweitert“, erklärt sie das Messe-Konzept. So gibt es weit mehr als Braut- und Abendmode, Herrenmode sowie Schmuck und Kosmetik.
Die Blumenhalle hat Heimvorteil
Auch Veranstaltungsorte werden sich präsentieren. Dabei hat die Blumenhalle natürlich einen Heimvorteil. Zusätzlich gibt es Anregungen zu Dekorations- und Geschenkideen, Floristik, Fotografie bis hin zum kompletten Unterhaltungsprogrammen samt Musik und natürlich dem passenden Essen. Verkostungen von Weinen oder Cocktails, Kaffee, Hochzeitstorten und Catering-Angeboten sind inklusive. Tickets gibt es für 5 Euro an den bekannten Nordwest-Ticket-Vorverkaufsstellen sowie an der Tageskasse.
Im März 2025 steht bei „Nur für Dich“ Gesundheit und Wellness auf dem Programm. Dann erwarten die Gäste der Blumenhalle Wellness- und Kosmetikanwendungen, Ernährungstipps, gesunde Leckereien zum Probieren und Techniken zur Stressbewältigung. Bei einer Auszeit in der Blumenhalle können sich die Besucher von Experten auf den Weg zu einem gesünderen Leben mit mehr Lebensqualität schicken lassen.
Neues Konzept soll die Gäste zurückbringen
Das neue Veranstaltungskonzept der Blumenhalle hat einen ernsten Hintergrund, denn die Besucherzahlen sind rückläufig. Zuletzt lagen sie laut Stadtverwaltung bei 20.000 Gästen pro Jahr (2023). In den Spitzenzeiten um das Jahr 2014 waren es 40.000 bis 50.000 Gäste. „Das Interesse daran, was wir mit der Blumenhalle bieten können, geht zurück“, sagte Bürgermeister Sven Lübbers (parteilos) im Februar 2024. Seitdem gingen die Verantwortlichen verschiedene Wege, um dem Rückgang entgegenzuwirken.
Ursprünglich war geplant, wenn das neue Konzept für die Blumenhalle aufgeht, den Eintritt außerhalb von Veranstaltungen nicht mehr nur für die Wiesmoorer, sondern für alle Gäste kostenfrei zu ermöglichen. Das soll auch für den fünf Hektar großen Gartenpark gelten. „Wir würden ihn den Wiesmoorern und den Urlaubern gerne wie einen Stadtpark zur Verfügung stellen“, ist laut Lübbers das Fernziel. Von heute auf morgen geht das allerdings nicht. Lübbers: „Erst muss ein Konzept für Veranstaltungen stehen, mit dem wir die wegfallenden Einnahmen auffangen können.“ Die Messen sind ein wichtiger Schritt dorthin.