Investitionen in Emden  Bröckelnde Brücke in Conrebbersweg wird endlich saniert

Stephanie Schuurman
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Von Stephanie Schuurman
| 07.10.2024 16:21 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Das sieht schon abenteuerlich aus: Sicherheitsbaken statt Geländer auf der Brücke nach Conrebbersweg. Foto: Schuurman
Das sieht schon abenteuerlich aus: Sicherheitsbaken statt Geländer auf der Brücke nach Conrebbersweg. Foto: Schuurman
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Trotz klammer Kassen investiert die Stadt Emden weiter in Straßen- und Brückenbau. An manchen Stellen ist das auch ein echtes Muss.

Emden - Sie bröckelt schon lange, das Geländer ist mit Sicherheits-Baken seit Jahren notdürftig befestigt: die Fußgänger- und Radfahrbrücke über das Larrelter Tief in Emden. Und ebenso lange steht die viel genutzte Verbindung zwischen Constantia und Conrebbersweg auf der Sanierungsliste der Stadt ganz oben. Nächstes Jahr nun soll sie endlich durch einen Neubau ersetzt werden.

Brücke über das Larrelter Tief: Von außen ist das marode Geländer unübersehbar. Foto: Schuurman
Brücke über das Larrelter Tief: Von außen ist das marode Geländer unübersehbar. Foto: Schuurman

500.000 Euro sind auf dem Investitionsplan der Stadt Emden für die Erneuerung der Brücke angesetzt. „Wir kommen da jetzt nicht mehr dran vorbei“, hatte Kämmerer Horst Jahnke bei der Budgetvorstellung für den Doppelhaushalt der Stadt der nächsten beiden Jahre erklärt. Trotz erwartetem, historischen Minus-Haushalt müssten manche Dinge einfach erledigt werden. Die Abteilung für Straßensanierung und Brückenbau im Baubetrieb der Stadt Emden (BEE) habe entsprechende „Signale“ gegeben.

Schlaglöcher bald Vergangenheit

Auf dieser To-do-Liste steht auch die finale Sanierung der Wolthuser Straße beziehungsweise Uphuser Straße bis zur sogenannten Luftbrücke. Dort sieht es nicht ganz so dramatisch aus wie auf der Brücke zwischen besagten Stadtteilen. Das letzte Stück der vier Kilometer langen Ausfallstraße besticht aber auch durch Schlaglöcher, die regelmäßig mit Asphalt und Splitt aufgefüllt werden müssen. Das dürfte sich im kommenden Jahr erledigt haben, weil die Straße dann gemacht werden muss. Die Brücke selbst bleibt dort im Übrigen außen vor.

Bis zur Luftbrücke und nicht weiter: Hier in Uphusen ist Schluss mit der vier Kilometer langen Straßensanierung ab Nordertor in der Innenstadt. Foto: Schuurman
Bis zur Luftbrücke und nicht weiter: Hier in Uphusen ist Schluss mit der vier Kilometer langen Straßensanierung ab Nordertor in der Innenstadt. Foto: Schuurman

Seit bald zehn Jahren wird die Ausfallstraße in Teilabschnitten grunderneuert. Zuletzt wurde das kurze Stück am Nordertor gemacht inklusive der großen Lindenhof-Kreuzung. Dafür waren nochmals Fördertöpfe zur Verbesserung des Radverkehrs angezapft worden. Die Planung musste nochmals entsprechend überarbeitet werden, was die Sanierung allerdings zeitlich weiter verzögerte. Jetzt sieht es so aus, dass die Stadt Emden auf der Zielgeraden alleinegelassen wird. „Die Förderung ist nach der langen Zeit ausgereizt“, sagte Jahnke.

Grenzgebiet: Nach dem Abzweig Osterhörn endet die sanierte Straße bislang. Foto: Schuurman
Grenzgebiet: Nach dem Abzweig Osterhörn endet die sanierte Straße bislang. Foto: Schuurman

Stadt finanziert Finale wohl selbst

800.000 Euro sind jetzt für den fehlenden Abschnitt von der Straße Osterhörn bis zur sogenannten Luftbrücke im Emder Doppelhaushalt für 2025 angesetzt. Und die Arbeiten müssen erledigt werden, weil letztlich die Förderungen aller Teilabschnitte an der Gesamtsanierung geknüpft sind, wie Stadtbaurätin Irina Krantz im vergangenen Stadtentwicklungsausschuss erklärt hatte. So oder so: Der motorisierte Verkehr wie auch Radfahrerinnen und Radfahrer werden sich über die finale Sanierung freuen. Auf diesem letzten Teilstück rumpelt es schon gewaltig.

Rumpelige Straße und rumpeliger Gehweg: Das letzte Teilstück der Ausfallstraße aus Wolthusen wird 2025 saniert. Foto: Schuurman
Rumpelige Straße und rumpeliger Gehweg: Das letzte Teilstück der Ausfallstraße aus Wolthusen wird 2025 saniert. Foto: Schuurman

Unberührt von diesen Ausgaben ist die eine Million Euro, die jährlich zur Straßensanierung in den Haushalt eingeplant wird. Mit dieser Summe werden alle Straßen in der Stadt nach einer Prioritätenliste abgearbeitet, die Rat und Verwaltung gemeinsam aufstellen. In diesem Jahr wurde so das letzte Teilstück der Eggenastraße saniert. Es ging auf der Althusiusstraße voran. Der lange avisierte Ausbau der Jahnstraße zur Radfahrstraße ist noch im Gange. Welche Straßen aus diesem Budget 2025 saniert werden, muss noch festgelegt werden.

Mehrere neue Radwege in der Planung

Auch fürs Radwegenetz ist jährlich eine Summe im Stadtsäckel festgesetzt. Sie fällt mit 200.000 Euro naturgemäß geringer aus. Darüber hinaus hat die Stadt aber für besondere Radwege weitere Fördertöpfe aufgetan und auch schon verplant. So soll ein Radweg nach Conrebbersweg-West mit 95-prozentiger Förderung realisiert werden, Baubeginn im nächsten Jahr.

Und die Chancen, dass ein Radweg entlang des Ems-Seitenkanals bis nach Oldersum gebaut wird, stehen auch nicht schlecht, wie Jahnke sagte. Man sei da gerade mit den Moormerländern im Gespräch. Ausschlagen könne man das Angebot aber wohl kaum. Von geschätzten gut drei Millionen Euro Kosten beteiligt sich der Bund mit 2,8 Millionen Euro.

Martin-Faber-Straße und Ufer für Touristen

Ein weiteres neues Förderprojekt ist der weitere Ausbau eines „Superradweges“ von der Auricher Straße bis nach Borssum. Für 2,5 Millionen Euro soll der nächste Abschnitt in 2025 und 2026 angegangen werden. 1,5 Millionen Euro Förderung sind einkalkuliert. Der Radweg entlang der Auricher Straße ist bereits fertig. Die Neutorstraße wird im Zuge der dortigen Sanierung erledigt. Im Fokus liegt jetzt die Martin-Faber-Straße.

Soll Teil des Superradweges werden: die Martin-Faber-Straße. Das Ufer wird gleich mitgemacht. Foto: Schuurman
Soll Teil des Superradweges werden: die Martin-Faber-Straße. Das Ufer wird gleich mitgemacht. Foto: Schuurman

Auch der Bereich um das Dr. Erich-Brüggemann-Ufer soll dabei umgestaltet werden. Dort sollen die Parkbuchten für Reisebusse ausgebaut werden. Zudem soll der Anlegebereich am Falderndelft für Flusskreuzfahrer umgestaltet werden. Wann der Superradweg sein Ziel in Borssum erreichen wird, ist dabei noch unbekannt. Bevor die Petkumer Straße in Friesland saniert wird, muss erst noch die Friesland-Umgehung fertig werden. Das dauert.

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