2:0-Sieg im Bezirkspokal Papenburg kommt in Leer souverän weiter
Beide Trainer warfen die Rotationsmaschine an. Am Ende setzte sich der Favorit aus Papenburg im Bezirkspokal verdient mit 2:0 bei Germania Leer durch.
Leer - Der VfL Germania Leer ist in der dritten Runde des Fußball-Bezirkspokals ausgeschieden. Am Mittwochabend unterlag die Mannschaft von Trainer Erhan Colak gegen den Landesligarivalen SC Blau-Weiß 94 Papenburg mit 0:2. Die Emsländer treten nun im Achtelfinale beim SV Bevern an.
„Wir haben einige Umstellungen vorgenommen, die Jungs aus der zweiten Reihe haben eine engagierte Leistung gezeigt. Gegen eine spielstarke Papenburger Mannschaft mit viel Tempo wurden wir richtig gefordert und haben es ordentlich gemacht. Die Niederlage ist am Ende aber verdient“, sagte Germania-Coach Erhan Colak.
Ammermann spricht von Pflichtsieg
Papenburgs Trainer Ralf Ammermann sprach von einem Pflichtsieg im Derby. „Wir haben das Spiel über 90 Minuten beherrscht, auch wenn wir kräftig durchgetauscht haben. Lukas Koets und Malte Maas wurden geschont, Gerrit Thomes haben wir eine Pause gegönnt. Wir hätten das Ergebnis noch höher gestalten können, wollen aber nicht meckern. Unterm Strich stehen wir hochverdient in der nächsten Runde“, so Ammermann.
Auf schwer bespielbarem Platz im Hoheellern-Stadion hatte Papenburg bereits in der ersten Minute eine Chance durch Eric Bruns. Der Kapitän der Blau-Weißen schoss aber knapp am Tor vorbei. Wenig später köpfte Gabriel Bamezon neben das Germania-Tor (5.). Bruns setzte sich dann stark durch, scheiterte aber im Eins-gegen-Eins am stark parierenden Torwart Anwar Al Murad. Den Nachschuss setzte Ibrahim Hanoglu neben den Kasten (7.).
So fiel der erste Treffer
Auch ein Schuss von Niklas Papen aus 20 Metern fand nicht den Weg ins Ziel (18.). Dann war Bruns an Keeper Al Murad vorbei und schob zum vermeintlichen 0:1 ein. Das Schiedsrichtergespann entschied danach aber auf Abseits (20.). Das tatsächliche 0:1 fiel aus Leeraner Sicht unglücklich. Bei einem Eckball der Gäste von Stijn Hensema rutschten Torwart Al Murad und Verteidiger Oleg Shevchenko aus, und Jonas Korte drückte den Ball mit der Brust über die Linie (28.).
Bamezon hätte danach erhöhen können, scheiterte aber im Eins-gegen-Eins an Al Murad (35.). Germania hatte eine gute Gelegenheit durch Nick Kaßmann nach einer Ecke. Sein Schuss aus der Drehung wurde aber von der BW-Abwehr geklärt (40.). Papenburg kam mit Schwung aus der Kabine und hatte durch Bent Janßen direkt die nächste Chance (46.). Nach Ballgewinn im Pressing setzte sich Bamezon im Strafraum durch und ließ Al Murad mit einem Schuss ins rechte untere Eck zum 0:2 (58.) keine Abwehrchance.
Leer: Al Murad, Torres, Shevchenko, Dreshaj (79 Yobouet), Kruth, Kaßmann, Walocha (46. Bonitto), Butau, Fomychov (66. Nazari), Cesnocov, Shikho (46. Gliga).
Papenburg: Gossmann, Hensema, Korte, O. Marx, B. Janßen, Eucken (80. Docter), Papen (69. Müller), Bruns (75. Antoni), P. Marx, Hanoglu, Bamezon.
Tore: 0:1 Korte (28.), 0:2 Bamezon (58.).
Umschaltsituationen für Germania
Die Gäste hätten den Sack danach in mehreren Situationen zumachen können. Al Murad unterlief einen langen Ball, Ole Marx traf aber das leere Tor nicht, sondern setzte den Ball mit einem Heber auf das Tornetz (65.). „Das hätte das 0:3 sein müssen“, sagte Germania-Coach Colak. So blieben die Hausherren aber im Spiel und hatten durch Kaßmann eine gute Chance, doch BW-Torwart Hendrik Gossmann parierte problemlos (76.).
Leer hatte noch ein paar Umschaltsituationen, bei denen der letzte Pass aber fehlte. So brachte Papenburg seinen Vorsprung am Ende souverän über die Zeit.