Osnabrück Fade Debatte um vegetarische Kost: Ernährt Eure Kinder einfach ausgewogen!
Eltern wollen alles richtig machen, doch bei der Ernährung ihrer Kinder geht oft der Blick fürs Wesentliche verloren. Anstatt immer wieder darüber zu diskutieren, ob vegetarische Ernährung gut oder schlecht ist, sollte der Fokus ganz woanders liegen.
Der Fleischkonsum in Deutschland sinkt seit Jahren langsam. Im Ernährungsreport geben 23 Prozent der Befragten an, täglich oder mehrmals täglich Fleisch zu konsumieren. Im Umkehrschluss: Viele sind der Meinung, dass Fleisch nicht zu jeder Mahlzeit dazugehören muss. Das ist ein gutes Zeichen und freut Tiere, Klima und Umwelt.
Auch wenn die vegetarische Ernährung im Trend liegt sind Eltern, bei ihren Kindern oft verunsichert. Schließlich hat die Ernährungsform Vor-, aber auch Nachteile und muss mit Ernährungsberatern und Ärzten abgesprochen werden. Dabei sollten Eltern den Fokus mehr auf eine ausgewogene Ernährung legen und das Bewusstsein ihre Kinder für Lebensmittel stärken. Viel wichtiger ist doch, dass es auf dem Teller nährstoffreich und gesund ist – ob mit oder ohne Fleisch.
Zudem tut uns das ganze Diskutieren nicht gut. Agrarminister Cem Özdemir warnt sogar vor kulturkämpferischen Debatten und einem zunehmend aggressiven Ton im Streit ums Essen. Wozu soll das auch führen?
Darüber hinaus verzeichnet der Bereich der Flexitarier das größte Wachstum. Das sind diejenigen, die es verstanden haben: Sie reduzieren ihren Fleischkonsum und essen bewusst Fleisch. Und so sollten Eltern das auch ihren Kindern vermitteln.
Um das Bewusstsein der Kinder zu stärken, könnten Eltern mit ihren Kindern gemeinsam Lebensmittel anbauen oder öfter mal einen Bauernhof besuchen. Mittlerweile gibt es sogar einige Initiativen, bei denen Verbraucher sich selbst um die Beschaffung von Gemüse, Fleisch und Milch kümmern können. Das fördert nicht nur eine gesunde Ernährung, sondern zeigt den Kindern, wie lange Gemüse wachsen und gepflegt werden muss, damit es geerntet werden kann. Und wenn Kinder dadurch später weniger verschwenderisch mit Lebensmitteln umgehen, wie es viele Erwachsene aktuell tun, dann haben wir schon viel gewonnen.