Für die Ehre  Kinder zum Mitmachen motivieren

Manuel Goldenstein
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Von Manuel Goldenstein
| 21.09.2024 07:59 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Manuel Goldenstein
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An Nachwuchs fehlt es auch der Feuerwehr. Dem lässt sich aber entgegenwirken, wie oft im Ehrenamt, meint unser Kolumnist.

Der Nachwuchs ist in vielen Vereinen und Organisationen ein Problem. Nicht weil sie Blödsinn machen, nein, weil er fehlt. In den freiwilligen Feuerwehren setzen die Verantwortlichen seit einigen Jahren verstärkt auf Kinderfeuerwehren, denn wenn man Mitglied der Jugendfeuerwehr sein möchte, muss man bereits zehn Jahre alt sein.

Die Mitgliedschaft in einer Kinderfeuerwehr ist hingegen bereits mit sechs Jahren möglich. Es wird spielerisch den Kindern ein bisschen etwas beigebracht, was sie im alltäglichen Leben nutzen können, um anderen Menschen und der Natur zu helfen. Zudem gibt es ein buntes Animationsprogramm.

Diese – oft aufwendige – Arbeit der Kinderfeuerwehrwartinnen und -warte sowie der Betreuer ist mehr als lobenswert. Ein Beispiel, welches sicherlich in vielen Bereich der Ehrenamtler genutzt werden kann, ohne uns dabei den Nachwuchs zu klauen.

Es fällt jedoch auf, dass Kinder immer mehr elektronische Medien bevorzugen. Eltern höre ich manchmal sagen, dass für Kinder mehr getan werden muss, besonders an Tagen wie dem nun vergangenen Weltkindertag am Freitag. Ich appelliere aber an die Eltern, zunächst selbst aktiv zu werden und die Kinder von den elektronischen Geräten in das wahre Leben zu schubsen.

Die aktive Beschäftigung in Vereinen und Organisationen liegt in den ersten Jahren in der Verantwortung der Eltern. Die Organisationen haben in der Regel bereits alles vorbereitet. Im späteren Leben werden sich die Folgen der Aktivitäten durch höhere Sozialkompetenzen und erweitertes Wissen abbilden. Wenn es die Eltern vorleben, wird der Drang zur Freiwilligkeit sogar noch rascher vorhanden sein.

Zur Person

Manuel Goldenstein, geboren in Aurich und aufgewachsen in Südbrookmerland, arbeitet als Pfleger im Klinikum Emden. Er ist aber auch leidenschaftlicher Feuerwehrmann.

Und Kinder müssen nicht immer im Radius der Eltern sein. Lasst sie selbstständiger werden und überlasst sie geschulten Leuten der Kinder- und Jugendarbeit für ein paar Stunden. „Ich bin ganz traurig, wenn du nicht bei mir bist“ ist die falsche Motivation zum Heraustreten aus dem Kinderzimmer. Motiviere dein Kind, sich an der Gesellschaft zu beteiligen.

Kontakt: kolumne@zgo.de

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