Hamburg iOS 18 ist da: Die fünf wichtigsten neuen Funktionen für iPhone-Nutzer
iOS 18, das neue Betriebssystem für Apples iPhone, steht als kostenloses Update bereit. Was Nutzer erwartet – und worauf sie verzichten müssen.
Apples iOS 18 steht zum Download bereit. Der iPhone-Hersteller hat sein Vorgehen bei großen Softwareupdates bereits vor Jahren umgestellt: Neue Funktionen rollt das US-Unternehmen nicht mehr auf einen Schlag aus, sondern verteilt sie über Monate und mehrere weitere Updates.
Allerdings: Mit Apple Intelligence – unter diesem Namen fasst Apple zahlreiche eigene KI-Funktionen zusammen – fehlt die größte Neuerung in iOS 18 bisher komplett. Erst in iOS 18.1 sollen Nutzer Apple Intelligence in Teilen nutzen können.
Derzeit ist zudem unklar, ob, wann oder in welchem Umfang dieses Aushängeschild von iOS 18 überhaupt nach Deutschland kommt. Apple sagt, die EU-Gesetzgebung erlaube eine Einführung derzeit nicht. Deshalb lohnt ein Blick auf die Neuheiten, die iPhone-Besitzer jetzt nutzen können.
In iOS 18 können Nutzer ihr iPhone noch stärker an ihre eigenen Vorlieben anpassen. Apps und Widgets können freier angeordnet werden als zuvor, um zum Beispiel wichtige Bereiche des Hintergrundbilds nicht mehr zu verdecken. Dafür tippen und halten Nutzer ein App-Symbol oder Widget, bis es wackelt und ziehen es an die gewünschte Position. Außerdem können App-Symbole in der Lieblingsfarbe oder passend zum Hintergrundbild erscheinen.
Apple hat die Fotos-App in iOS 18 komplett überarbeitet. Die bisher bekannte Menüleiste am unteren Bildschirmrand ist verschwunden. Wollen Nutzer alle Fotos in der Mediathek sehen, wischen sie von oben nach unten – für Alben, Rückblicke oder Bilder einzelner Personen und Haustiere, von unten nach oben.
Tipp: Wer ganz ans untere Ende wischt, bekommt Vorschläge für neue Hintergrundbilder sowie Optionen, die Fotos-App nach eigenen Wünschen anzupassen.
Chatten in Apples Nachrichten-App wird in iOS 18 bunter und persönlicher. Für Reaktionen auf Nachrichten haben Nutzer nun viel mehr Optionen als bisher. Die bekannten Kurzreaktionen – Herz, Haha, Daumen hoch, Daumen runter, Ausrufe- und Fragezeichen – sind bunt, außerdem können Anwender ab sofort mit jedem beliebigen Emoji oder Sticker reagieren.
Beim Senden einer Nachricht gibt es in iOS 18 neben Textformatierungen wie fett, kursiv oder unterstrichen, neue Effekte; damit können Nutzer einzelne Worte, ganz Sätze oder Nachrichten zum Beispiel zittern oder explodieren lassen. Und: iPhones mit iOS 18 unterstützen in der Nachrichten-App nun den Kommunikationsstandard des SMS-Nachfolgers RCS. Das bringt Verbesserungen für Chats mit Android-Nutzern, wie Zustell- und Lesebestätigungen und höhere Qualität von gesendeten Medien.
Dank der Funktion „Später senden“ kann zum Beispiel der Geburtstagsgruß am Abend geschrieben werden, versendet wird sie auf Wunsch dann automatisch um Mitternacht. Dazu tippen Nutzer die Nachricht ein und anschließen auf das Plussymbol neben dem Eingabefeld. Dort ist der Eintrag „Später senden“, unter dem die gewünschte Versandzeit eingestellt wird.
In iOS 18 bohrt Apple das Kontrollzentrum mächtig auf. Wer vom rechten oberen Bildschirmrand nach unten wischt, sieht nun deutlich mehr Symbole und Schnellzugriffe als bisher. So können Nutzer dort die Elemente ablegen, die sie in ihrem Alltag brauchen.
Alle iPhone-Nutzer bekommen in iOS 18 eine neue App, in der sich alles um Passwörter und Zugangsdaten dreht. Die neue App wird nicht nur zur Zentrale für Zugangsdaten, Passwörter und die biometrischen Passwörter „Passkeys“.
Dort sehen Nutzer auch Warnhinweise, wenn Zugangsdaten bei bekannten Datenlecks veröffentlicht worden sind und ein Sicherheitsrisiko darstellt. Außerdem können Nutzer dort ihre Passwörter mit Freunden und Familienmitgliedern teilen.
Schon seit geraumer Zeit können Apple-Nutzer Zugangsdaten für Webseiten oder Onlineshops verschlüsselt, im sogenannten Schlüsselbund, im Browser Safari speichern. iOS kann dabei auch komplexe Passwörter erstellen, abspeichern und beim Einloggen automatisch ausfüllen. All das lagert Apple aus in eine eigene Passwort-App. Damit tritt Apple noch stärker in Konkurrenz zu anderen Passwort-Managern wie 1Password.