Berlin  Diese Musiker verbieten Donald Trump die Nutzung ihrer Lieder

Cara-Celine Kreth
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Von Cara-Celine Kreth
| 10.09.2024 20:04 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump sieht sich mit einer wachsenden Welle von Protesten aus der Musikbranche konfrontiert. Foto: dpa/AP/Evan Vucci
Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump sieht sich mit einer wachsenden Welle von Protesten aus der Musikbranche konfrontiert. Foto: dpa/AP/Evan Vucci
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Die Liste der Künstler, die sich gegen die Nutzung ihrer Songs bei Wahlkampfauftritten von Donald Trump wehren, wird immer länger. Nun leitet eine Band rechtliche Schritte gegen Trump ein, deren Hit hierzulande oft in Fußballstadien läuft.

Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump sieht sich mit einer wachsenden Welle von Protesten aus der Musikbranche konfrontiert. Die jüngste Klage stammt von der US-Rockband The White Stripes, die gegen die unautorisierte Nutzung ihres Hits „Seven Nation Army“ vorgeht.

Jack White, Sänger der Band, veröffentlicht auf Instagram die Klageschrift, die nicht nur gegen den 78-jährigen Trump, sondern auch gegen seine Sprecherin Margo Martin gerichtet ist. Die Band fordert, dass Trump die Nutzung ihrer Musik in seinem Wahlkampf unverzüglich einstellt und für die unerlaubte Verwendung Schadensersatz zahlt.

Doch die White Stripes sind bei weitem nicht die Einzigen: Künstler wie ABBA, Celine Dion, Adele und viele andere wollen verhindern, dass ihre Musik ohne Erlaubnis in Trumps Wahlkampf eingesetzt wird.

Die Liste der Künstler, die sich gegen die Verwendung ihrer Musik durch Trump wehren, wächst stetig. Bereits 2016 forderten The Rolling Stones Trump auf, ihren Song „You Can‘t Always Get What You Want“ nicht mehr zu nutzen, berichtet US-Nachrichtensender CNN. Trotz mehrfacher Unterlassungserklärungen setzte Trump das Lied weiterhin ein, was zu weiteren rechtlichen Drohungen führte.

Sängerin Adele beschwerte sich über die Verwendung ihrer Songs „Rolling in the Deep“ und „Skyfall“ bei Wahlkampfauftritten, während Elton John betonte, dass seine Musik nicht in der US-Politik benutzt werden sollte.

Ähnlich äußerten sich Neil Young, Ozzy Osbourne, Phil Collins, Linkin Park, Tom Petty und Steven Tyler, die alle gegen die Nutzung ihrer Werke durch Trump protestierten oder rechtliche Schritte einleiteten.

Viele Musiker wollen nicht nur ihre Werke schützen, sondern auch ihre politischen Überzeugungen zum Ausdruck bringen. Die Nachkommen von Sinéad O‘Connor, deren Song „Nothing Compares 2 U“ bei einer Trump-Veranstaltung in diesem Jahr gespielt wurde, forderten, dass die Musik nicht weiter verwendet wird. Die Erben betonten, dass O‘Connor Trump als „biblischen Teufel“ betrachtet hatte, wie der britische öffentlich-rechtliche Sender „BBC“ berichtet.

Trump hatte bei einem Wahlkampfauftritt „My Hero“ von Foo Fighters in Arizona im August abgespielt – ohne Einverständnis der Band. Das bestätigt eine Sprecherin der Band dem Onlinemagazin „Billboard“.

„Wenn sie [Foo Fighters] um Erlaubnis gebeten worden wären, hätten sie sie nicht erteilt“, hieß es weiter. Nun würden „angemessene Maßnahmen“ ergriffen werden. Etwaige Einnahmen aus juristischen Schritten sollen der Kampagne der Demokratin Kamala Harris und des Vizepräsidentschaftskandidaten Tim Walz zugutekommen.

Die demokratische Präsidentschaftskandidatin Kamala Harris kann dagegen für ihren Wahlkampf zum Beispiel auf die Musik von US-Superstar Beyoncé zurückgreifen. Sowohl in ihrem ersten Wahlwerbespot als auch bei Wahlkampfveranstaltungen wird immer wieder deren Song „Freedom“ gespielt. 

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