Mit dem SUP bis Greetsiel  Ärztin paddelt von Münster bis ans Meer

Finn Determeyer
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Von Finn Determeyer
| 30.08.2024 10:03 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Ein eingespieltes Team: Birgit Burkhardt und Hündin „Täta“. Foto: Burkhardt
Ein eingespieltes Team: Birgit Burkhardt und Hündin „Täta“. Foto: Burkhardt
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Die Kinderonkologin Birgit Burkhardt will mit dem Stand-up-Paddel von Münster bis zur Nordsee fahren – für einen guten Zweck. Wer will, kann sie begleiten.

Emsland/Ostfriesland - Die Kinderonkologin Birgit Burkhardt aus Münster startet an diesem Freitag, 30. August 2024, bereits zum zweiten Mal in ein ambitioniertes Abenteuer: Mit dem Stand-up-Paddel (SUP) will sie von Münster bis zur Nordsee fahren. Was sie antreibt und wieso sie sich auf die Fahrt durch das Emsland freut.

Spontaner Einfall vor dem Fernseher

Vor gut zwei Jahren hatte Birgit Burkhardt aus Münster zwei Dinge im Kopf: das Bedürfnis, etwas Sinnvolles zu tun, und die Lust auf Sport. Die Kinderonkologin kombinierte beides und rief die SUP-Challenge ins Leben. Mit der Aktion werden Spenden für kranke Menschen, insbesondere Kinder, gesammelt.

„Das war so eine Art Blitzeinfall. Ich habe eine Doku über die Schifffahrt auf dem Dortmund-Ems-Kanal gesehen und mir gedacht: Die Strecken kann ich mit meinem Paddel locker auch machen“, erinnert sich Burkhardt.

2022 paddelte sie in neun Tagen 260 Kilometer vom Stadthafen Münster bis in den Kutterhafen von Greetsiel an der Nordsee. Knapp 28. 000 Euro kamen bei der Aktion zusammen – zugunsten verschiedener Hilfsorganisationen.

Zwei Stopps sind geplant – mit Typisierungsaktionen

Am 30. August startet der nächste SUP-Marathon. Die Route ist nahezu identisch, ist aber einen Tag kürzer als vor zwei Jahren. Auch dieses Mal wird Burkhardt wieder das Emsland durchqueren. Das Besondere: Unterwegs wird es zwei Stopps mit Registrierungs- und Typisierungsaktionen der DKMS geben. Einmal in Lingen und einmal in Papenburg. „Im Prinzip ist das Ziel, Aufmerksamkeit zu erregen für das Thema Blutkrebs und für die betroffene Menschengruppe“, sagt die Kinderonkologin.

Blutkrebs ist nach wie vor die häufigste Ursache für krebsbedingte Todesfälle bei Kindern. Burkhardt erlebt das in ihrem Berufsalltag als Transplantationsverantwortliche im Uniklinikum Münster hautnah. „Ich bin natürlich nah dran an diesen Sachen. Es geht mir auch darum, Berührungsängste gegenüber diesen Krankheiten zu nehmen.“

Hier gibt es weitere Infos

Partner der SUP-Challenge sind in diesem Jahr die DKMS und die Stiftung Bürger für Münster.

Infos dazu, wie man spenden kann, findet man unter https://supchallenge.de

Typisierungsaktionen sind am 1. September ab 15 Uhr im Kanu-Camp Lingen und am 5. September von 10 bis 14.30 Uhr im Besucherzentrum der Meyer Werft in Papenburg.

Denn so schlimm es auch ist, wenn ein Kind schwer erkrankt – die Lebensfreude muss laut der Medizinerin nicht auf der Strecke bleiben: „Wir wollen zeigen, dass auch beim Thema Krebs nicht immer alles nur grau und schlimm ist. Man kann trotzdem noch Spaß und Freude haben und schöne Dinge erleben.“ Als bei der letzten SUP-Challenge auch ehemalige Patienten etappenweise mitpaddelten, war das für Burkhardt die beste Bestätigung für ihren Einsatz: „Für das Strahlen in diesen Gesichtern lohnt sich dann alles, was wir an Zeit und Mühe investieren. Man kriegt so viel zurück. Das ist auch die beste Motivation, genauso weiterzumachen.“

Wer möchte, kann eine Etappe mitpaddeln

Auch in diesem Jahr wünscht sich Burkhardt wieder zahlreiche Begleiter auf ihrer achttägigen Tour: „Wir freuen uns über jeden, der uns ein Stück begleitet.“ Im Emsland hat sie vor zwei Jahren bereits gute Erfahrungen gemacht. „Wir haben hier extrem viel Hilfsbereitschaft erlebt und so viele nette neue Leute kennengelernt“, so Burkhardt.

Wer sich entschließt, den Tross auf einem Stand-up-Paddel zu begleiten, hat gute Chancen auch Burkhardts Begleiterin „Täta“ kennenzulernen. Die Hündin hat den Wassersport ebenfalls für sich entdeckt und fährt liebend gerne auf den Boards mit. „Sie wird bei einem guten Teil der Tour dabei sein“, verrät Burkhardt. Nur bei sehr langen Etappen und großer Hitze wird die Labrador-Dame zu Lande weiterreisen. Das Ziel, Greetsiel, soll am Sonnabend, 7. September, erreicht werden.

Typisierungsaktion in Papenburg geplant

Der Startschuss zur SUP-Challenge fällt am Nachmittag des 30. August im Hafenbecken in Münster. Insgesamt sind bis zum Ziel Greetsiel acht Etappen geplant. Der Weg führt über Fuestrup und Rheine am 1. September bis nach Lingen. Weiter geht es über Meppen, Lathen, Papenburg, Oldersum und Emden. Nach acht Tagen soll der Tross dann am 7. September in Greetsiel ankommen. Die Etappen sind unterschiedlich lang. Die längste Etappe ist die zwischen Rheine und Lingen mit 46 Kilometern. Die mit 15 Kilometern kürzeste Etappe ist zwischen Oldersum und Emden geplant.

Bei allen Zwischenstationen kann man sich dem Team der SUP-Challenge anschließen. Aktuelle Infos dazu kann man bei Instagram finden – unter www.instagram.com/supchallenge2024.

Partner der SUP-Challenge sind in diesem Jahr die DKMS und die Stiftung Bürger für Münster. Infos dazu, wie man spenden kann, findet man unter https://supchallenge.de.

Die Typisierungsaktionen sind am 1. September ab 15 Uhr im Kanu-Camp Lingen und am 5. September von 10 bis 14.30 Uhr im Besucherzentrum der Meyer Werft in Papenburg.

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