ZDF-Krimi  An diesen Orten in Leer sind bald die „Friesland“-Stars zu sehen

Rieke Heinig
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Von Rieke Heinig
| 27.08.2024 18:03 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Die „Friesland“-Dreharbeiten gehen bald in Leer los. Wo sind die Schauspieler unterwegs? Foto: Ortgies/Archiv
Die „Friesland“-Dreharbeiten gehen bald in Leer los. Wo sind die Schauspieler unterwegs? Foto: Ortgies/Archiv
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Die beliebte ZDF-Krimireihe „Friesland“ wird ab kommender Woche in Leer gedreht. Hier kommen Tipps, wo Neugierige einen Blick auf Brocki, Habedank und Co. erhaschen könnten.

Leer - Und Action: Aktuell werden wieder zwei neue Folgen „Friesland“ in der Region gedreht. Arbeitstitel sind „Geisterstunde“ und „Schiffe schrotten“. Die ZDF-Krimireihe ist beliebt und zieht jedes Jahr viele Menschen in den Ort, an dem die Geschichten spielen: Leer. „Für den Tourismus in Leer ist die Reihe eine tolle Sache. Die Menschen kommen und machen Führungen, um zu sehen, wo gedreht wurde“, sagte Leers Bürgermeister Claus-Peter Horst Anfang des Jahres bei einem Pressegespräch.

Wer die Schauspielerinnen und Schauspieler von Kommissar Jan „Brocki“ Brockhorst, Bestatter Wolfgang Habedank und Polizist Henk Cassens in Aktion sehen will, sollte in der kommenden Woche Leer besuchen und die Augen offen halten. Denn ab Montag, 2. September 2024, ist das Filmteam wieder in der Stadt. Wir haben uns auf die Spuren der Ermittler begeben. Hier sind die Chancen am größten, einen Blick auf die „Friesland“-Stars in Aktion zu erhaschen:

Die Polizeiwache

Das Polizeipräsidium aus den Krimis ist eigentlich die Leeraner Stadtbibliothek. Foto: Stadt Leer/Archiv
Das Polizeipräsidium aus den Krimis ist eigentlich die Leeraner Stadtbibliothek. Foto: Stadt Leer/Archiv
Es ist wohl eins der am meisten gezeigten Motive in „Friesland“: In der Polizeiwache stecken die Ermittler ihre Köpfe zusammen und lösen die Fälle. Die Außenkulisse steht in der Altstadt: die Stadtbibliothek. Zu finden ist die Bibliothek im alten Speicher, dem Hermann-Tempel-Haus, im Wilhelminengang 2. Direkt angrenzend an den Vorplatz der Bibliothek kann man einen Blick in den eben genannten Wilhelminengang – eine weitere Filmkulisse – werfen. Dort wurden auch schon mehrere Szenen für „Friesland“ gedreht.
Im Wilhelminengang wurden bereits mehrere Szenen für die Friesland-Krimis gedreht. Foto: Stadt Leer/Archiv
Im Wilhelminengang wurden bereits mehrere Szenen für die Friesland-Krimis gedreht. Foto: Stadt Leer/Archiv

„Die Bibliothek bleibt während der Dreharbeiten geöffnet“, sagte Helga Janßen-Türk, Mitarbeiterin der Bibliothek, im vergangenen Jahr, als für die Folge „Feuerteufel“ das Filmteam anrückte. Manchmal müssten die Kunden ein paar Minuten warten, während gefilmt wird, aber das sei für die meisten kein Problem. „Manche Leute kommen sogar extra dafür her“, sagte Janßen-Türk. Die Innenaufnahmen dagegen werden in einem Kölner Studio gedreht. „Wenn man genau hinsieht, findet man zahlreiche Requisiten in der Polizeistation, die mit Leer in Verbindung stehen“, verriet Martina Salie vom Leeraner Stadtmarketing. Das seien beispielsweise Poster, Tischbanner und Wappenteller an der Wand.

Die Apotheke

Auch die Apotheke von Insa Scherzinger und ihrer Mitarbeiterin Melanie Harms, seit 2020 dabei, ist oft zu sehen. Wer dort in der Realität auf Medikamente hofft, wird nicht fündig. Seit einigen Folgen wird der Imbiss „Frittenzeit“ an der Ecke Rathausstraße/Brunnenstraße in der Altstadt als Außenkulisse für die Apotheke genutzt. Genaue Adresse für das Navi: Brunnenstraße 2 in Leer.

Das Bestattungsinstitut

Dieses Gebäude dient als Außenansicht des Bestattungsinstituts. Foto: Privat/Archiv
Dieses Gebäude dient als Außenansicht des Bestattungsinstituts. Foto: Privat/Archiv
Oben werden Beerdigungen geplant, unten Drogen gezüchtet: Das Bestattungsinstitut Habedank und der zugehörige Charakter Wolfgang Habedank sorgen in den „Friesland“-Krimis wohl bei vielen Zuschauern für den ein oder anderen Lacher.

Wer in der Kirchstraße 5 nach dem Bestattungsinstitut – inklusive Cannabis-Plantage im Keller – sucht, muss an dieser Stelle leider enttäuscht werden. Denn eigentlich befinden sich hier die Unternehmen D&Z Immobilien und Hausverkauf Nordwest. „Während der Dreharbeiten müssen wir unsere Büros schließen. Aber das ist nicht schlimm, wir machen das gerne“, sagte Igor Zimmerling von D&Z Immobilien bereits dieser Zeitung. Andauernd kämen Fans der Krimi-Reihe vorbei, um Fotos zu machen. „Wir werden immer wieder gefragt, ob es das Bestattungsinstitut und den Keller hier wirklich gibt“, so Zimmerling. Das müsse verneint werden. „Wir haben nicht einmal einen normalen Keller“, sagte er lachend.

Die Uferpromenade

Die Uferpromenade in Leer wurde schon oft zur Kulisse. Foto: Stadt Leer/Archiv
Die Uferpromenade in Leer wurde schon oft zur Kulisse. Foto: Stadt Leer/Archiv
Die Uferpromenade, die oft in „Friesland“ gezeigt wird, gibt es wirklich. An der Wilhelm-Klopp-Promenade am Leeraner Hafen wurden bereits mehrere Szenen für verschiedenen Episoden der Friesland-Krimis gedreht. Sowohl neue Sportboote als auch historische Schiffe haben dort ihren Heimathafen, zum Beispiel das Traditionsschiff „Prinz Heinrich“, schreibt die Ostfriesland Tourismus GmbH auf ihrer Webseite.

Kleiner Tipp der Redaktion: Dort spazieren nicht nur Einheimische und Touristen gerne entlang. Auch die Schauspieler wurden schon einige Male in ihrer Freizeit an der Promenade angetroffen. Denn sie werden während der Dreharbeiten im nahegelegenen Hotel Hafenspeicher untergebracht.

Wo man sonst noch Glück haben kann

„Friesland“ wird natürlich nicht nur in Leer gedreht. Dafür hat Ostfriesland zu viele schöne Flecken zu bieten. Weitere Drehorte für die zwei neuen Folgen hat uns Produzentin Melissa Graj verraten: „Auch dieses Mal dürfen wir neben der schönen Stadt Leer wieder im Umland drehen. Unter anderem sind wir in Moormerland, Papenburg, Weener, Bunde und an der Knock in Emden.“

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