E-Autos  VW Emden plant Familienfest mit 50.000 Gästen

Martin Teschke
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Von Martin Teschke
| 26.08.2024 13:28 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
21. August 2023: der Start der ID.7-Produktion im VW-Werk Emden. Foto: Ortgies
21. August 2023: der Start der ID.7-Produktion im VW-Werk Emden. Foto: Ortgies
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Wenn gefeiert wird, dann aber auch richtig: Zum 60. Geburtstag erwartet VW Emden in Kürze viele Besucher. Da kommt eine Menge Arbeit auf die Autobauer zu.

Emden - Der VW-Standort in Emden hat vor wenigen Tagen mitgeteilt, seinen 60. Geburtstag im ganz großen Stil feiern zu wollen. Außerdem kündigte der Autobauer an, die Produktion im nächsten Jahr um mehr als ein Drittel steigern zu wollen. Noch in dieser Woche soll darüber mit der Konzernzentrale in Wolfsburg verhandelt werden.

„Wir bereiten aktuell unser Familienfest am 14. September mit 40.000 bis 50.000 Gästen vor“, sagte der Emder Werksleiter Uwe Schwartz in der vergangenen Woche bei einer Tagung der Wachstumsregion Ems-Achse im VW-Werk. Weitere Einzelheiten zum Familienfest nannte Schwartz nicht. Details sollen in der nächsten Woche, am Donnerstag, 5. September, bekannt gegeben werden.

Mehr E-Autos im nächsten Jahr

Stattdessen gibt es aber schon detaillierte Pläne für die Fahrweise des Werks im kommenden Jahr. „In diesem Jahr werden wir 140.000 Fahrzeuge produzieren“, sagte Werksleiter Schwartz. „Im nächsten Jahr sind 190.000 Fahrzeuge geplant.“

Die Pläne dürfen wohl als ambitioniert bezeichnet werden. Der Absatz von E-Autos läuft derzeit in Deutschland nicht besonders rund. In Emden werden fast ausschließlich E-Autos montiert: der SUV ID.4, die Limousine ID.7 und der Kombi ID.7 Tourer. Außerdem fertigen die Emder noch wenige Autos vom Verbrenner-Typ Arteon Shooting Brake, ein sportlicher Verwandter des Passat Variant. Der Shooting Brake soll Ende des Jahres auslaufen. Dann ist VW Emden endgültig vollelektrisch.

Verhandlungen noch in dieser Woche

Bis es so weit ist, dürften der Emder Betriebsrat, die Werksleitung und der VW-Vorstand aber noch über den Personaleinsatz in Emden diskutieren. Schließlich soll die Produktion im nächsten Jahr um gut 35 Prozent gesteigert werden. Nach Auskunft des Betriebsrats ist dazu diese Woche in Wolfsburg ein Gespräch geplant. Am Dienstag, 3. September, findet im Emder Werk eine Betriebsversammlung statt.

Sorgen bereitet den Verantwortlichen die derzeit laufende Diskussion darüber, ob das Verbrenner-Aus im Jahr 2035 nun kommen soll oder nicht – und die damit verbundene Verunsicherung der Auto-Käufer. „Die Diskussion über das Verbrenner-Aus hilft uns hier am Standort nicht“, sagte Werksleiter Schwartz. Unterstützung bekam er dafür von dem ebenfalls eingeladenen niedersächsischen Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD): „Die Diskussion über das Kippen des Verbrenner-Verbots verunsichert die Gesellschaft.“ Lies hatte sich erst kürzlich als neuen Dienstwagen einen ID.7 Tourer bestellt – um das E-Auto an diesem Montag persönlich abzuholen.

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