Regionalliga-Derby am Freitag Kickers Emden und das schnelle Wiedersehen mit dem VfB Oldenburg
Kickers Emden gastiert nach dem spektakulären Pokal-Weiterkommen am Freitag erneut in Oldenburg – diesmal zum Ligaspiel. Wir haben mit Abwehrmann und Ex-Oldenburger Fabian Herbst gesprochen.
Emden - Mehr als 13 Jahre lang hatte es ein Duell zwischen Kickers Emden und dem VfB Oldenburg nicht unter Pflichtspiel-Bedingungen gegeben. Nun steigt das Aufeinandertreffen der Rivalen an diesem Freitag ab 18.30 Uhr nun schon zum zweiten Mal binnen zehn Tagen – wieder im Oldenburger Marschweg-Stadion. Für den VfB ist das Fußball-Regionalliga-Spiel die Chance zur schnellen Revanche für das 3:6 nach Elfmeterschießen im Niedersachsen-Pokal am vergangenen Mittwoch. „Wir wissen, dass wir auf einen hochmotivierten Gegner treffen. Es wird ein physisch anspruchsvolles Spiel. Dazu müssen wir kühlen Kopf bewahren“, sagt Emdens Trainer Stefan Emmerling.
Im Pokal-Derby ging es auf und neben dem Platz emotional zu, es gab sportliche Wendungen und letztendlich das glücklichere Ende für den Gast aus Emden. 3866 Zuschauer hatten das Spektakel im Marschweg-Stadion verfolgt. „Diesmal könnten vielleicht noch etwas mehr Zuschauer kommen. Es ist ja ein Spiel an einem Freitag und nicht unter der Woche“, vermutet Emmerling. „Die Stimmung wird auf jeden Fall wieder sehr gut werden.“ Auch aus Ostfriesland dürften wieder zahlreiche Fans nach Oldenburg pilgern. „Wir wollen unseren Anhängern wieder etwas zurückgeben. Es ist wirklich stark, was da von den Fans kommt“, sagt Innenverteidiger Fabian Herbst.
Neues Innenverteidiger-Duo bei Kickers
Für den 24-Jährigen ist es an diesem Freitag praktisch wieder wie ein Heimspiel. Er wohnt – wie einige weitere Emder Spieler – in Oldenburg. Noch dazu hat er eine Vergangenheit beim VfB Oldenburg – wie einige weitere Emder Spieler. „2018 bin ich immer nach Oldenburg zum Fußball gependelt, habe da beim JFV Nordwest in der A-Jugend gespielt, aber auch schon oben mittrainiert“, sagt der gebürtige Bremer. „2019 war ich dann fest bei den Herren des VfB und bin dann nach dem Abi auch nach Oldenburg gezogen.“ Bis August 2023 trug Herbst das VfB-Trikot – dann folgte der Wechsel nach Emden.
Eingewöhnungszeit brauchte Fabian Herbst nicht. Sechs Kickers-Akteure kannte er schon aus seiner Zeit beim VfB Oldenburg: Moritz Onken (2022/23), Kai Kaissis (2020 bis 2023), Dennis Engel (2020 bis 2023), Pascal Steinwender (2018 bis 2020) und Tobias Steffen (2020/21). Mit Marten Schmidt (zwischen 2020 bis 2023 beim VfB) wechselte in diesem Sommer ein weiterer Akteur mit Oldenburger Vergangenheit nach Emden. Fabian Herbst bildete mit Marvin Eilerts das Stamm-Innenverteidiger-Duo der Oberliga-Meistersaison. Da mit Bastian Dassel ein Innenverteidiger aufhörte und mit Alagie Jabbie ein weiterer den Verein verließ, war klar: Kickers wird noch zwei Innenverteidiger holen. „Das wurde auch klar mit uns kommuniziert“, sagt Herbst. Mit Niklas von Aschwege (SSV Jeddeloh) und Tim Dietrich (Hallescher FC) kamen zwei Innenverteidiger mit gewissen Ambitionen. „Ich bin so selbstbewusst in die Vorbereitung gegangen, dass ich meinen Stammplatz behalten will. Das liegt an einem selbst. Das aufgebaute Vertrauen will ich zurückzahlen und ausbauen“, sagt der Lehramtsstudent, für den zeitnah die Phase der Bachelorarbeit beginnt. Herbst stand in allen Pflichtspielen dieser Saison als rechter Innenverteidiger auf dem Platz, mit Tim Dietrich hatte er einen neuen Nebenmann. „Egal mit wem ich spiele, bislang klappt es ganz gut.“
Unser Tipp
VfB Oldenburg – Kickers Emden 1:1. Die Emder Saisonspiele waren bislang spannend bis zum Abpfiff. Das könnte auch am Freitag in Oldenburg der Fall sein. Nach dem 1:1 gegen Lohne wäre eine nächste Punkteteilung für Kickers keine Überraschung.
Startelf-Veränderung bei Kickers möglich
Trainer Emmerling schätzt an Herbst vor allem auch die Offensivstärke – im Pokalspiel in Oldenburg traf er jüngst in der Verlängerung zum 3:3. Der Coach bescheinigt dem Innenverteidiger „gute Ansätze für einen Führungsspieler“, sieht aber auch noch „Luft nach oben – beispielsweise in der Organisation“.
In seine Aufstellung für das VfB-Spiel gewährte Emmerling am Donnerstag keine Einblicke. „Ich möchte auch noch die Eindrücke vom Abschlusstraining abwarten. Mit Blick auf die Belastung sind ein, zwei Veränderungen durchaus möglich.“ Schon am Dienstag steht das Heimspiel gegen Werder Bremen II an.