Dressur, Surfen, Fechten, Snoop  Olympia – diese Sportarten guckt die Redaktion

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Von der Redaktion
| 06.08.2024 17:58 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 11 Minuten
Bei den olympischen Spielen in Paris kommen zahlreiche Sportarten auf die große Bühne – einige sogar vor den Eiffelturm. Foto: Sven Hoppe/dpa
Bei den olympischen Spielen in Paris kommen zahlreiche Sportarten auf die große Bühne – einige sogar vor den Eiffelturm. Foto: Sven Hoppe/dpa
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Bei den olympischen Spielen sind 32 Sportarten zu sehen. Einige kennt man gut, andere sieht man nur alle vier Jahre. Trotzdem ist die Begeisterung riesig. Die Redaktion verrät, wo sie mitfiebert.

Paris/Ostfriesland - Bogenschießen, Bodenturnen, Triathlon: Bei den olympischen Spielen in Paris gibt es derzeit rund um den Eiffelturm zahlreiche sportliche Wettkämpfe, die auch in Ostfriesland am Fernseher oder im Stream verfolgt werden. Dabei entdeckt der ein oder andere ganz neue Wettkämpfe für sich oder kann endlich seine liebste Sportart im Fernsehen bejubeln. Die Redaktion verrät, wofür sie bei den olympischen Spielen jubelt.

Dressur

Isabell Werth holte bei Olympia in Paris zwei Medaillen. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa
Isabell Werth holte bei Olympia in Paris zwei Medaillen. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

von Nikola Nording

Wenn Carsten Sostmeier am Mikrophon sitzt, hol ich die Taschentücher. Der Sport-Kommentator hat sich auf Reiten spezialisiert und malt mit seinen Worten Bilder, die mir im Zusammenhang mit Reiten niemals eingefallen wären. Dabei fiebert er mit den Reiterinnen und Reitern so enthusiastisch mit, dass es zwar nichts mehr mit journalistischer Neutralität zu tun hat, aber zumindest bei mir den Feuereifer für Dressurreiten geweckt hat. Ich sehe nicht mehr nur hoppelnde Pferde, die durch eine Manege gelenkt werden. Ich sehe tanzende Perfektion auf vier Hufen und bin beeindruckt, wie leichtfüßig diese edlen Tiere agieren. Scheinbar mühelos von der Reiterin - bei Isabell Werth brachen bei mir alle Dämme - geführt. Auch wenn der Reitsport derzeit wieder in einer Krise steckt, mich hat Olympia wieder zum Fan gemacht.

Wasserspringen Synchron 10m

Die Chinesen Lian Junjie and Yang Hao zeigten fast perfekte Sprünge. Foto: Lee Jin-man/AP/DPA
Die Chinesen Lian Junjie and Yang Hao zeigten fast perfekte Sprünge. Foto: Lee Jin-man/AP/DPA
von Ute Nobel

Ein zehn Meter hoher Turm, nur noch die Fußspitzen der Teilnehmer berühren die Plattform, von der sie gleich mit sagenhaften Saltos, Schrauben und anderen Kunststücken nahezu geräuschlos ins Wasser eintauchen. Diese Sportart allein ist schon spektakulär und ästhetisch, aber das Ganze dann auch noch mit einem Partner synchron zu meistern, lässt mich staunend vor dem Bildschirm sitzen. Zwei Athleten, die sich in müheloser Harmonie durch die Luft bewegen als wären sie dieselbe Person. Die Chinesen haben das in diesem Jahr zur Perfektion gebracht. Trotzdem ist mein persönlicher Gewinner ein anderer. Tom Daley, der mit der englischen Turmspring-Mannschaft Silber holte, strickte sich in die Herzen tausender Zuschauer. Den britischen Wasserspringer sieht man immer wieder mit Nadeln und Garn in den Rängen sitzen. Seine kreativen Wollprojekte zeigt er auch auf Instagram: Zuletzt einen Olympiapullover, den er vor allem auf den Tribünen in Paris gefertigt hat.

Surfen

Der Franzose Kauli Vaast hat sich vor der Küste von Tahiti eine Goldmedaille ersurft. Foto: Ed Sloane/AP/DPA
Der Franzose Kauli Vaast hat sich vor der Küste von Tahiti eine Goldmedaille ersurft. Foto: Ed Sloane/AP/DPA
von Rieke Heinig

Schon allein die Bildauswahl für diesen Text fällt mir schwer. Es gibt wohl kaum eine Sportart, die so fantastisch aussieht wie das Surfen. „Ich möchte gerne so sein wie die“, denke ich, als ich die Sportlerinnen und Sportler vor der Küste Tahitis ganz lässig auf den Wellen reiten sehe. Im Gegensatz zu den Menschen, die im Gehen antreten – nicht böse gemeint – sind diese Leute einfach cool. Unbewusst fange ich an, den Surfer-Gruß zu übernehmen: Daumen und kleiner Finger ausgesteckt als sei meine Hand ein Telefon, dann schüttele sie. Total cool. Also bei denen, bei mir wirkt es albern.

Gut, ein Manko gibt’s dann doch beim Surfen. Bis es richtig losgeht, ist Warten angesagt. Und Warten. Und Warten. Aber dann: „Das ist die perfekte Welle“, schleicht sich die Juli-Sängerin in mein Ohr. Das Ausharren bis tief in die Nacht hat sich gelohnt. Die Surfer rauschen mit ihren Boards durch die Barrels – mit den Brettern durch die Wellen, sogar der Fachjargon klingt cool – und strecken ihre Hände ins Wasser. Dann ein Trick. Und ein Sprung aus der Welle raus. Viel Schminke verhindert am nächsten Tag auf der Arbeit die unangenehme Frage, ob ich krank bin. Ich kann LA 2028 kaum erwarten.

Fechten

Der Japaner Kōki Kanō besiegte Frankreichs Yannick Borel im Degen-Einzelfinale der Herren. Foto: Andrew Medichini/AP/DPA
Der Japaner Kōki Kanō besiegte Frankreichs Yannick Borel im Degen-Einzelfinale der Herren. Foto: Andrew Medichini/AP/DPA
von Daniel Noglik

„En garde! Prêts? Allez!“, schallt es durch den Grand Palais in Paris, als sich der Japaner Kōki Kanō und der Franzose Yannick Borel im Degen-Einzelfinale der Herren auf der Planche, der Fechtbahn, gegenüberstehen. Es sind zwei Athleten, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten: Borel, der 1,96-Hüne mit seinem körperbetonten Fechtstil, und der deutlich kleinere und flinkere Kanō. Wer nach dem Start-Kommando darauf wartet, dass die beiden Fechter aufeinander zustürmen und die Klingen aufeinander einprasseln lassen, wird sich wundern: Insbesondere das Degenfechten ist ein graziler Kampfsport. Fast tanzend nähern sich die beiden Fechter einander an – nur drehen hier nicht die Fechter die Pirouetten, stattdessen kreisen die Degen umeinander. Bis die erste Attacke erfolgt, die Parade, die Riposte, der Treffer, das „Halte!“-Kommando. Und alles wieder auf Anfang.

Schon lange ist das Fechten eine meiner Lieblingsdisziplinen bei Olympia. Der absolute faire Umgang der Athleten untereinander einerseits und die – je nach Waffe – mehr oder weniger ausgeprägten taktischen und technischen Aspekte sind faszinierend: Der Degen ist die langsamere, taktischere Waffe, bei Säbel und Florett geht es hektischer, ja, wilder zu. Anders als bei diversen anderen Kampfsportarten treffen hier nicht die Körper der Athleten aufeinander – stattdessen konzentriert sich alles auf die Klingen, die als Armverlängerung der Fechter dienen. Wenn dann noch zwei komplett unterschiedliche Fechter wie Kanō und Borel aufeinandertreffen, gibt es kaum einen spannenderen Sport.

Sportklettern

Yannick Flohe aus Deutschland an der Boulderwand. Foto: Sina Schuldt/dpa
Yannick Flohe aus Deutschland an der Boulderwand. Foto: Sina Schuldt/dpa
von Melanie König

Beim Anblick der Boulderwand in Paris steigt mir sofort der Geruch von Kreide und Sportmatten in die Nase. Instinktiv beginne ich zu rätseln, wie eine Route wohl zu lösen sein könnte und fiebere mit den Athleten mit, ob sie in den vorgegebenen fünf Minuten das Ende der Route erreichen.

Besonders faszinierend sind natürlich die dynamischen Bewegungen – wenn man an die Wand springt, um sich dann an einem winzigen Griff festzuhalten – aber auch das langsame Verlagern des Körpergewichts auf der Platte, um nicht das Gleichgewicht zu verlieren, lässt mich innehalten.

Die Vielseitigkeit des Sportkletterns macht für mich den besonderen Reiz aus. Beim Leadklettern und Bouldern geht es um die Analyse unbekannter Routen unter Zeitdruck, sehr komplexe Bewegungsabläufe und absolute Präzision und Ruhe beim kleinsten Tritt oder Griff. Anders ist das beim Speedklettern – Hier fliegen die Teilnehmer in wenigen Sekunden die 15 Meter hohe Wand hinauf. Das sieht so mühelos aus, dass man es kaum glauben kann, und ist durch die direkten Duelle sehr spannend. Besonders sensationell war die Leistung der 27-jährigen Aleksandra Miroslaw aus Polen. Gleich zwei mal hat sie ihren eigenen Weltrekord gebrochen.

Das „Maskottchen“

Immer ein Hingucker: US-Rapper Snoop Dogg, hier im Reiterdress. Foto:imago/Eibner-Pressefoto/Roger Buerk
Immer ein Hingucker: US-Rapper Snoop Dogg, hier im Reiterdress. Foto:imago/Eibner-Pressefoto/Roger Buerk
von Petra Herterich

Ach, Sport – das ist ja ehrlich gesagt, nicht so meine Welt. Aber bei diesen Olympischen Spielen kommt sogar so ein Sportmuffel wie ich voll auf seine Kosten. Mit täglicher Begeisterung schaue ich zu und warte nur auf den Einen – Snoop Dogg. Welches Outfit trägt er wohl diesmal? Welchen Sportlern jubelt er zu? Der US-Rapper ist bei Olympia für den US-Sender NBC im Einsatz. Aber eigentlich ist er längst so eine Art Olympia-Maskottchen geworden. Gut, dafür kassiert er auch eine Gage in Millionenhöhe. Aber dieses Bild von Snoop Dogg im Reiterdress ist doch im Grunde unbezahlbar. Ganz großes Kino! Snoop Dogg macht Olympia zum Laufsteg: Ob im schlabber T-Shirt mit dem Konterfei von US-Super-Turnerin Simone Biles, mit Stars-and-Stripes-Tuch um die Schulter, oder mit schlichtem weißen Baskenmützchen auf dem Kopf – alles, was er trägt, ist hipp. Und selbst die Reporter jubeln bei Höchstleistungen: „So high ist sonst nur Snoop Dogg“. Ich freu mich schon auf seinen nächsten Auftritt – ganz egal, bei welcher Sportart. Mein Olympia-Sieger steht fest!

Turnen

Simone Biles führt das US-amerikanische Turnerinnen-Team bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris an. Biles gilt als beste Turnerin der Welt. Foto: Parr/AP Photo
Simone Biles führt das US-amerikanische Turnerinnen-Team bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris an. Biles gilt als beste Turnerin der Welt. Foto: Parr/AP Photo
von Pia Pentzlin

Es gibt Menschen, die sportlich veranlagt sind, und es gibt Menschen, von denen sich das nur schwer behaupten lässt. Ich zähle mich selbstbewusst zur letzteren Gruppe – bin aber sehr gut darin, sportliches Geschehen von meiner Couch aus zu beobachten. Bei den amerikanischen Turnerinnen sitze ich momentan immer wieder mit offenem Mund vor dem Bildschirm – und bin sprachlos. Wie ist es nur möglich, seinen eigenen Körper so unfassbar gut zu beherrschen? Da werden mal eben Salti, Schrauben und Spagatsprünge in der Luft absolviert. Eine perfekte Kür nach der anderen, dabei ein breites Lächeln auf dem Gesicht, keine einzige Schweißperle tropft zu Boden. Kein Problem, denke ich mir und greife zum nächsten Stück Schokolade.

Wenn ich den US-Turnerinnen – allen voran der Ikone Simone Biles – dabei zuschaue, wie sie durch die Lüfte fliegen, während ich im Sportunterricht der 6. Klasse nicht einmal die Rückwärtsrolle mit Bravour meisterte, beschäftigt mich noch etwas: Die Stärke, mit der sich Biles nach ihrem mentalen Zusammenbruch in Tokio 2021 in die oberste Liga zurückkämpfte. Seitdem spricht sie immer wieder über die Bedeutung psychischer Gesundheit im Profisport – auch jetzt in Paris. Sie beherrscht nicht nur das Turnen wie keine andere. Für mich ein Highlight der Olympischen Spiele 2024.

Schwimmen

Schwimmerin Isabel Gose hat in Paris eine Bronzemedaille geholt. Foto: dpa/Brandt
Schwimmerin Isabel Gose hat in Paris eine Bronzemedaille geholt. Foto: dpa/Brandt
von Gabriele Boschbach

Die Schwimm-Disziplinen in diesem Jahr waren Wasser auf die Mühlen all derer, die an Herz-Schmerz-Geschichten interessiert sind, also für mich. Die gescheiterte Liebesbeziehung zwischen Lukas Märtens (Gold über 400 Meter Freistil) und Isabel Gose (Bronze über 1500 Meter Freistil) wurde am Beckenrand immer und immer wieder thematisiert. Da lief dann auch schnell mal einiges aus dem Ruder. Ich denke nur an den Fauxpas des Moderators, der Isabel Gose nach dem deutschen Rekord über 400 Meter Freistil nicht auf ihren Erfolg angesprochen hat, sondern wissen wollte, wie sie die Glanzleistung ihres Ex-Freundes einschätzt, der eben die Goldmedaille geholt hat. Oh ja, wie schön ist es, in Wunden rumzuprokeln! Nein, im Ernst, ich habe fast alles Schwimm-Wettbewerbe wie gebannt verfolgt, weil ich den Anblick von schnellen Männern und Frauen im Wasser liebe, besonders wenn sie Delfin und Freistil schwimmen. Und ich meine beobachtet zu haben, dass ich seither im Auricher Freizeitbad De Baalje bei 1000 Meter Freistil auch 40 Hundertstel schneller geworden bin.

Tennis

Der Tennisspieler Novak Djokovic mit vielen Emotionen nach dem Gewinn der olympischen Goldmedaille. Foto: Murat/DPA
Der Tennisspieler Novak Djokovic mit vielen Emotionen nach dem Gewinn der olympischen Goldmedaille. Foto: Murat/DPA

von Henrik Zein

Auch wenn für viele Tennisspieler die vier Grand-Slam-Turniere am bedeutendsten sind, haben die Olympischen Spiele in Tokio 2021 und auch jetzt in Paris wieder einmal gezeigt, welche Bedeutung olympische Medaillen haben können. Vor drei Jahren gewann der deutsche Spitzenspieler Alexander Zverev Gold. Und betonte anschließend, dass diese goldene Medaille für immer über allem stehen werde. Und vor wenigen Tagen holte der wohl beste Spieler aller Zeiten, der Serbe Novak Djokovic, mit der olympischen Goldmedaille das Puzzlestück, was ihm bislang noch in seiner großen Karriere fehlte. Nach seinem Erfolg feierte er so emotional wie nach keinem seiner 24-Grand-Slam-Triumphe. Er zitterte vor Erleichterung und weinte hemmungslos. Solche Gefühle gibt es wohl nur bei den Olympischen Spielen.

Kajak-Cross

Noah Hegge holte Bronze im Kajak-Cross. Foto: Kahnert/dpa
Noah Hegge holte Bronze im Kajak-Cross. Foto: Kahnert/dpa

von Jonas Bothe

Die Bilder aus dem Wildwasserkanal in Paris sind wirklich spektakulär. Seit 1992 ist der Kanu-Slalom bereits fester Bestandteil der Olymischen Spiele. In dieser Disziplin zeigen die Athleten allerdings getrennt voneinander, wie sie die Tore hoch- oder runterpaddeln. In diesem Jahr ist Kajak-Cross Teil der Wettkämpfe – und wirklich spannend anzuschauen. Beim Start rutschen je vier Athletinnen oder Athleten von einer zwei Meter hohen Rampe ins Wasser. Im Anschluss liefern sie sich ein Wettrennen, müssen Tore durchqueren oder Stromschnellen passieren. An einer Stelle des Rennens muss zudem eine 360-Grad-Rolle mit dem Kopf durch das Wasser gezeigt werden. Die Athleten dürfen sich gegenseitig schieben und abdrängen. Direkte Attacken sind aber verboten. Ein deutscher Athlet war dabei erfolgreich: Noah Hegge holte die Bronzemedaille.

3x3-Basketball

Die deutschen Frauen haben bei Olympia im 3x3-Basketball die Goldmedaille gewonnen. Foto: Schuldt/DPA
Die deutschen Frauen haben bei Olympia im 3x3-Basketball die Goldmedaille gewonnen. Foto: Schuldt/DPA

von Maike Meyerhoff

Bis zum vergangenen Wochenende habe ich den Olympia-Livestream verfolgt und dabei viele spannende Mannschaftssportarten gesehen. Besonders begeistert bin ich von der Basketballvariante 3x3! Es ist eine abgewandelte Form des Basketballspiels, bei dem jeweils drei Spieler oder Spielerinnen gegeneinander auf einen Korb spielen. Das schnelle Tempo und die intensiven Duelle machen es unglaublich spannend. Auch die Disziplin Kajakcross hat mich fasziniert. Hier kämpfen vier Athletinnen oder Athleten gleichzeitig auf einer Wildwasser-Kanustrecke um den Sieg – ein wahres Spektakel! Seit Montag sitze ich wieder am Arbeitsplatz und habe leichte Entzugserscheinungen. Die packenden Momente und die mitreißende Atmosphäre der Spiele fehlen mir jetzt schon.

Eröffnungsfeier

Näher kam man ohne Ticket nicht an die Eröffnungsfeier ran. Foto: Weiden
Näher kam man ohne Ticket nicht an die Eröffnungsfeier ran. Foto: Weiden

von Hannah Weiden

Dass unsere kleine Paris-Reise zufälligerweise genau in den Zeitraum der Olympia-Eröffnung fällt, war uns bei der Buchung vor ein paar Monaten nicht bewusst. Einige Freunde waren aber super neidisch und fragten zum Beispiel, wie es uns gelungen war, ein Hotel zu buchen, als ich davon erzählte. Spätestens bei der Ankunft am Gare du Nord ging an Olympia kein Weg mehr vorbei. Schon beim Ausstieg aus dem Eurostar wurden wir von den Helferinnen und Helfern in Olympia-Outfits begrüßt. Im Zentrum waren viele Bereiche weitläufig abgesperrt, Security, Polizei und Militär prägten das Stadtbild. Unser Touri-Programm mussten wir daher ein bisschen anpassen und zum Beispiel den Besuch des Louvre von der Liste streichen. Weil wir nicht bereit waren, für die Eröffnungsfeier 3000 Euro auszugeben, haben wir dann versucht, uns ihr zumindest so weit es geht zu nähern, um vielleicht einen Blick auf die Seine oder sogar eines der Boote werfen zu können. Unsere Position hinter den Sicherheitsabsperrungen reichte immerhin für den Blick auf ein bis zwei Fähnchen, einen Bildschirm und den Teil einer Brücke. Die Freunde Zuhause vor dem Fernseher dürften von der Feier aber ehrlich gesagt mehr mitbekommen haben.

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