Finalsieg beim Ostfriesland-Cup Pewsumer Party nach dem Triumph vor 800 Zuschauern
Die Fußballer des TuS Pewsum haben eine wilde Nacht hinter sich. Die Feierlichkeiten begannen nach dem Finalsieg in Aurich auf dem Rasen mit Sekt und zahlreichen Pokal-Fotos.
Aurich - Es wurde in Turniersieger-Shirts mit Sekt rumgespritzt und gefeiert bis zum nächsten Morgen um 7 Uhr: Die Fußballer des TuS Pewsum haben es nach dem Triumph beim Ostfriesland-Cup ordentlich krachen lassen. Am Samstagabend gewann der favorisierte Bezirksligist das Finale in Aurich mit 4:0 gegen den Ostfrieslandligisten Süderneulander SV.
Danach begann die große Pewsumer Party: erst auf dem Rasen, dann in der Kabine, im Bus und der eigenen Anlage in Pewsum. Zahlreiche Spieler wollten Fotos mit dem großen Siegerpokal. Unter anderem stellten sich die vier Final-Torschützen mit der goldenen Trophäe auf. Dazu gehörten mit Heiko Visser und Brayan Asprilla auch zwei Sommer-Neuzugänge. Kolumbianer Asprilla hatte – wie einige der Pewsumer und auch Süderneulander Spieler – persönliche Unterstützer unter den 800 Zuschauern. Neben seiner Freundin, mit der er in Emden lebt, waren extra auch Freunde aus Wolfsburg angereist. Natürlich wurde da auch ein Erinnerungsfoto mit dem Pokal geknipst.
Pewsumer Kassen klingeln nach Finalsieg
All das zeigt: Der Ostfriesland-Cup ist kein normales Vorbereitungsturnier, er hat einen hohen Stellenwert. Das liegt unter anderem am hochklassigen Teilnehmerfeld mit den besten Mannschaften Ostfrieslands (ausgenommen Regionalligist Kickers Emden), aber auch an der Inszenierung rund um das Sportliche mit Musik, Maskottchen und sogar ferngesteuertem Mini-Auto, das den Spielball bringt. Ansonsten kennt man das nur von Fußball-Länderspielen.
Spieldaten
Pewsum: Groenewold; Gwosdenko (80. Poppenga), Hinrichs, Visser, Eeten, Müller (80. Risto), Lübbers (76. Scholz), Diekmann, Schoneboom, Asprilla (68. Beer), Bamezon (60. Hempelmann)
Süderneuland: Jenssen; Hellmers (58. Yalcin), Meier, Sylla (65. Ogbeide), Kutscher, Campen (83. Felger), Diab (63. Freese), Herlyn, Fischer, Ubben, Konken (63. Böckmann)
Tore: 1:0 Visser (39.), 2:0 Schoneboom (55.), 3:0 Asprilla (65.), 4:0 Beer (76.)
Ein maßgeblicher Faktor sind natürlich auch die Preise, die man beim Ostfriesland-Cup einheimsen kann. Während sich Überraschungsteam und Final-Verlierer Süderneulander SV immerhin mit einem eingespielten Preisgeld von 4000 Euro trösten kann, räumte der TuS Pewsum zusätzlich zu den 4000 Euro mit dem Triumph noch einiges mehr ab. Er erhält einen 3000-Euro-Gutschein für ein Trainingslager und einen 5000-Euro-Gutschein bei einem Einkleidungsanbieter. Zudem darf der TuS den BSV Kickers Emden am 27. August im Supercup des Ostfriesland-Cups auf heimischer Anlage herausfordern und dabei alle Cateringeinnahmen behalten.
Süderneuland mit „überragender Reise“
Der SSV hatte die erste Halbzeit noch recht ausgeglichen gestalten können. Vermeintlich ging der Ostfrieslandligist sogar in Führung, doch das Schiedsrichtergespann sah den Ball nach einem Kopfball von Sven Fischer an den Pfosten nicht hinter der Linie, als TuS-Keeper Joachim Groenewold den Ball aufnahm (22. Minute). In der 39. Minute lag der Ball dann zweimal im Süderneulander Tor. Nachdem ein indirektes Freistoß-Tor von Derk Schoneboom wegen eines Asprilla-Schubsers unmittelbar vor der Freistoß-Ausführung nicht zählte, schoss Heiko Visser den dann wiederholten Freistoß aus 18 Metern erneut in die Maschen – 1:0 für Pewsum.
Nach dem Seitenwechsel wurde der Klassenunterschied deutlich. Derk Schoneboom traf nach starker Vorarbeit von Asprilla zum 2:0 (55.), Asprilla selbst erhöhte auf 3:0 (65.). Der eingewechselte Florian Beer erzielte in der 76. Minute den Endstand, nachdem er weit vor dem Tor den Keeper überlupft hatte und dann einschob.
„Es war eine überragende Reise für uns. Heute fielen die ersten beiden Tore leider zu leicht“, blickte SSV-Coach Bernd Janssen auf das Turnier zurück. Sein Gegenüber Jonas Petersen war lediglich mit dem Auftritt seiner Elf in der zweiten Halbzeit zufrieden: „Wir haben das 1:0 gebraucht, waren danach selbstbewusster und haben eine bessere Spielanlage gezeigt.“